Rezension: Staub und Stolz – C. Dewi

staubundstolz

Inhalt:

Forlán und Iain – zwei Männer, ein Schicksal.

Forlán ist Südländer und wurde von seinem Stamm verstoßen, seiner Familie und seines Namen beraubt, weil er etwas begehrte was er nicht haben konnte. Als Assassine und Leibwächter zieht er durch die Welt. Im Nordreich trifft er auf Iain, den Kronprinzen des Nordlandes. Als sein Leibwächter schützt er Iain vor dein Intriganten, die nach seinem Leben trachten und zieht an dessen Seite in den Krieg. Zwischen den beiden entspringt nicht nur sehr bald eine Freundschaft, sondern auch ein Strudel aus Begehren und Gewalt. Doch die strengen Regeln und Konventionen, die für den zukünftigen König gelten, machen eine Liebe unmöglich. Einzig als heimlicher Gespiele könnte Forlán an Iains Seite bleiben, doch der Stolz steht den beiden mehr als nur einmal im Weg.

Meinung:

Dieses Buch ist eine Offenbarung, eine intensive und schmerzhafte Reise auf der Suche nach Liebe in einer brutalen Welt. Einmal angefangen kommt man nicht mehr los. Denn das archaische Mittelalter wurde hier auf so lebendige Art und Weise beschrieben, dass man das Gefühl hat, selbst Teil dieser ehemaligen Epoche zu sein. Man kann die Gerüche auf dem Schlachtfeld erahnen. Ungewaschene Körper, Blut, Verwesung. Das Stöhnen der Verletzten, die Hilferufe, die Angst. Die zugigen Burgmauern, die Nässe und Kälte. Die strengen Regeln, das Misstrauen, Intrigen, Krieg und Folter.

Forlán und Iain sind sehr authentische und auch sehr sympathische Protagonisten, wenngleich beide tödliche Krieger sind, die ohne mit der Wimper zu zucken töten. Die Aura aus Gewalt, Sex und Schmerz fasziniert und stößt gleichzeitig ab. Eine süchtig machende Kombination.

Neben all dieser grausamen Gewalt gibt es jedoch auch zarte, stille Momente, die dieses Buch so besonders machen. Ein strahlender Lichtblick in dieser dunklen Zeit.

Das Ende passt perfekt zum Buch, dennoch hat es mich total erschüttert. Der Abschied war schmerzhaft und alles was bleibt sind bittersüße Erinnerungen an die gemeinsamen Reisen, Kriege und die stillen Momente des Glücks.

Fazit:

Dieses Buch ist eine Naturgewalt. Einem reißenden Strom gleich  hält es den Leser in fester Umklammerung, lässt ihn ab und an nach Luft schnappen und einen Funken Hoffnung entstehen, nur um ihn dann in dunkle Tiefen zu ziehen und am Schluss zerschmettert auszuspucken.

5stars

  • Taschenbuch: 624 Seiten
  • Verlag: Incubus Verlag  (16. April 2013)
  • Preis: 12,95€
  • ISBN-13: 978-3981522082
  • Hier kann man es kaufen: Staub und Stolz

7 Gedanken zu “Rezension: Staub und Stolz – C. Dewi

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