Rezension: Danyel. Mit dem Schicksal lässt sich handeln – Sophie R. Nikolay

danyel

Inhalt: 

Stell dir vor, du lebst in einer Welt, in der ein einziger Mann über Leben und Tod entscheidet. Ein Mann, so alt wie die Erde, entscheidet wie lange jeder Mensch auf dieser Erde verweilen darf. Ein Mann. Mächtig und wunderschön. Hart und gelangweilt. Danyel, das Schicksal. 

Doch was passiert, wenn das Schicksal plötzlich seinem eigenen Schicksal gegenübersteht? 

Die Lebenszeit von Monja, Kilians Schwester, neigt sich dem Ende zu. In wenigen Jahren wird sie mit Mitte Zwanzig sterben, doch damit kann sich Kilian nicht abfinden. Damit seine Schwester leben kann, will er seine Lebenszeit gegen ihre tauschen. Fest entschlossen reist er nach Rom um das Schicksal zu treffen und mit ihm zu verhandeln. Doch als er Danyel dann zum ersten Mal gegenübersteht, ist nichts mehr wie es war. Die erste Berührung entfacht ein Feuer. Danyel willigt in den Tausch ein, dafür muss aber Kilian die letzten Monate bei ihm bleiben. Kein schlechter Tausch, doch kann er das Herz des kalten Danyel erweichen und für sich gewinnen?

Meinung: 

Ich habe bereits „Blut im Schnee“ und „Die Insel der Gladiatoren“ von Sophie R. Nikolay gelesen und bin sehr angetan vom Stil der Autorin. Durch leise Töne werden große Bilder geschaffen. Doch nicht nur der Stil hat mich zu diesem Buch verführt, sondern auch die faszinierende Geschichte. Für mich war die Idee eines personifizierten Schicksals etwas komplett Neues. Die Vorstellung in einer Welt zu leben, die von einem einzigen Mann gelenkt wird, ist auf der einen Seite faszinierend, auf der anderen Seite aber auch erschreckend und hinterlässt einen sehr nachdenklichen Eindruck. Durch die Willkür des Schicksals, der oftmals auch die Würfel über die Lebenszeit entscheiden lässt kommt auch ein Hauch Drama in die Geschichte. Vor allem besticht die Geschichte um Danyel und Kilian durch eine intensive, sich langsam entwickelnde, Liebesbeziehung und dezente Erotik zwischen den beiden Protagonisten.

Danyel und Kilian sind sehr verschieden. Während Kilian von Anfang an er selbst ist, ehrlich, loyal und an manschen Stellen etwas naiv, besticht Danyel durch eine sehr dicke Mauer, die er zwischen sich und der Menschheit gezogen hat. Nur langsam fängt sie an zu bröckeln und der wahre Danyel kommt zum Vorschein. Doch es steht nicht nur der nahende Tod zwischen den beiden, sondern auch ein Bösewicht, der die Liebe der beiden um jeden Preis verhindern will, um sein Geheimnis zu wahren. Gekrönt wird die Geschichte durch Kilians resolute Schwester Monja, die ihrem Bruder mächtig das Fell über die Ohren zieht.

Insgesamt eine faszinierende Geschichte mit der perfekten Mischung aus Drama, Erotik, Liebe und Fantasy.

Fazit: 

Ironie des Schicksals.

2 Gedanken zu “Rezension: Danyel. Mit dem Schicksal lässt sich handeln – Sophie R. Nikolay

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