‚Gay Friday‘ #3 Leserspecial

leserspecial

Diese Woche gibt es ein kleines Special. Ich hab ein paar begeisterte Leser interviewt und mich über ganz viele tolle Antworten gefreut. Ich hab natürlich auch brav auf die Fragen geantwortet 🙂

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Wie bist Du im Gay-Genre gelandet und welches war Dein erstes Buch?

  • Juliane: Es fällt mir schwer diese Frage zu beantworten, da mein erster Ausflug ins Gay-Genre wirklich schon eine Weile her ist. Das kam bei mir parallel zur Boys Love / Yaoi Welle, die Deutschland Anfang 2000 erreichte und viele schwule Mangas mit sich brachte. „Zetsuai 1989“ war mein erster Manga, Serien wie „Kizuna“ und „Fake“ folgten, bis sich das Genre durchsetzte und heute einen Teil der jeweiligen Verlagsprogramme bildet. In dieser Zeit, also vor 14 Jahren, eröffnete ich die Plattform „Like a Dream“ (www.like-a-dream.de), die sich zunächst nur Boys Love Mangas und Animes widmete, bis 2005 auch Romane und Filme dazu kamen. Mein erster Roman im Gay-Bereich war wohl „Der König von Assur“ von Jutta Ahrens, den ich bis heute liebe, „Das knallrosa Tagebuch“ von Todd Brown und „Maurice“ von E.M.Forster, den ich zunächst nicht mochte und erst sehr viel später neu für mich entdeckte.
  • Susann: Hatte als Kind schon immer nur von Jungs/Jungs fantasiert und geträumt. Mein zweites Erlebnis war dann in Brighton der erste Regenbogenclub. Aber richtig in Berührung bin ich erst mit Nero Impala gekommen. Soweit ich mich erinnern kann. Es war sein Buch Drachenblut mit dem alles anfing.
  • Doris: Die Frage ist nicht ganz leicht zu beantworten. Vielleicht mit einer Gegenfrage? Kennst Du die „Black Dagger“? Das ist eine meiner Lieblings-Serien und dort gibt es zwei schwule Vampire, Qhuinn und Blaylock – meine persönlichen Lieblinge dieser Serie. Als ich beim Lesen bemerkte, wie sehr mir ihre Geschichte nahe ging, stellte ich fest, dass ich MEHR will … MEHR aus diesem Genre … und gerne auch MEHR im Detail. Da ich außerdem ein großer Fan von Fanfictions bin und dort mal eine Story las, die „meinen“ Liebling als Schwulen beschrieb, war klar, dass ich dieses Genre liebe. Von hier zum ersten Buch war es dann nur noch ein kleiner Schritt. Mein erstes Buch war dann „Irgendwie Top“
  • Barbara: In dem Genre bin ich durch Supernatural Fanfiction bei ff.de gelandet. Erst habe ich die Slashstorys in dem Bereich gelesen und dann erstaunt festgestellt wie vielfältig dieses Thema ist und wo es überall Lesefutter gibt.
  • Daniel: Da ich selbst schwul bin suchte ich lange Zeit nach einem Buch das dieses Thema auch behandelt. Ich ging zu meinem Buchladen und wir suchten im Dead soft Verlag. Dort eregte ein Cover meine Aufmerksamkeit. Das erste Buch war von Chris P. Rolls Pegasuscitar.
  • Jade: Über eine englische „Alexander“-Fanfiction („A Taste of Morocco“). Ich war erst ziemlich geschockt, da sie wirklich sehr explizit war, dann war ich eher amüsiert. Ich schnüffelte nach anderen Fanfics uns landete so in diesem Genre.
  • Dana: Das ist eine ganz unspektakuläre Geschichte. Ich hatte ein super tolles Buch von Swantje Berndt gelesen und war dann sehr neugierig auf ihr nächstes Buch. Da es sich dabei um „Schlangenfluch-Samuels Versuchung“ handelte, bin ich direkt ins Gay-Genre gestolpert und fühle mich seitdem auch sehr wohl. Vorher hatte ich mir nicht so viele Gedanken gemacht, ob das Genre was für mich ist, ob ich es mal probiere und so, es hat sich durch das Buch einfach ergeben, es hat mich gepackt und lässt mich nun nicht mehr los.
  • Ramona: Vor knapp zwei Jahren habe ich den Film ‚Brokeback Mountain‘ gesehen und mit der Black Dagger Reihe angefangen, da gibt es ja auch zwei schwule Protagonisten und ab da war klar: Ich will mehr davon. Deshalb habe ich mich gleich mal schlau gemacht und bin auf den Dead Soft Verlag gestoßen. Seitdem verschlinge ich ein Buch nach dem anderen. Mein erstes war allerdings „Wolf inside“ von Sabine Koch.

Was reizt Dich an der schwulen Literatur?

  • Juliane:  Eine Frage die mir oft gestellt wird, die ich aber selten richtig beantworten kann. Ich mag zumeist schwule Helden mehr, lese Liebesgeschichten in dem Genre lieber, als im Rahmen des normalen Romance Marktes. Vielleicht liegt das bei mir daran, dass mir die Heldinnen solcher Romane nicht zusagen, oder ich lieber Geschichten aus Sicht von Männern lese. Das trifft auch auf den allgemeinen Markt zu – bei weiblichen Protagonisten ist nahezu immer eine Liebesgeschichte dabei, sie ist quasi Pflicht in einem Jugendbuch, in dem ein Mädchen oder eine junge Frau im Zentrum steht. Um ehrlich zu sein, nervt mich das. Mir sind die Handlung und Charakterentwicklung wichtig – zuviel Romantik (auch im Gay-Bereich) ist nicht mein Ding, sprich ich bin eher Fan von realistischen Stoffen und „echten“ Kerlen.
  • Susann: Ich finde homosexuelle Liebe natürlicher. Mann/Frau können und werden sich nicht verstehen. Vieles ist nur Lug und Trug und Gay ist hart aber ehrlich… Zudem bin ich eine Frau, also haben zwei Männer vielmehr Reiz für mich.
  • Doris: Das kommt drauf an. Manchmal ist es der Gedanke, einen Einblick zu erhaschen, wie ein Mann (egal ob schwul oder hetero) fühlt. Dann wieder ist es die (für mich) erfrischend lockere Art, wie Dinge beschrieben werden, die in anderen Genres doch eher zaghaft umschrieben werden, wenn es sich nicht gerade um BDSM oder Pornografie handelt. Den größten Reiz stellt für mich vermutlich immer wieder dar, wie hart die Jungs zu kämpfen haben, für ihr ganz persönliches Glück. Da ich eine Romantikerin vor dem Herrn bin und generell mit den Protagonisten mitleide, ist es in einem gut geschriebenen Buch ein Leichtes für mich, auch in die Rolle eines Mannes zu schlüpfen (virtuell betrachtet). Wenn ich so richtig „gefangen“ bin, sind die Sexszenen für mich eher nebensächlich.
  • Barbara: Irgendwann hatte ich die üblichen Romanzen über. Durch die Gaystorys eröffnete sich noch einmal ein neues Lesefeld. Es gibt sie in allen Variationen, von Fantasy bis kitschigen Liebesroman. Sci-Fi oder historische Romane. Und ich mag es das sie direkter sind, selten verblümt ummantelt.
  • Daniel: Ich finde das dieses Animalische zwischen zwei Männern echt super ist. Es strahlt bei Hetero Büchern immer so eine Langweile für mich aus. Bei Gay Büchern ja es ist für mich das Animalische. Das Kennenlernen, der erste Kuss, der Sex.
  • Jade: Die Möglichkeit, die Dinge aus anderen Blickwinkeln zu betrachten. Es ist die gleiche Welt aber mit anderen Problemen und Fragestellungen.
  • Dana: Es ist einfach eine ganz eigene Welt, obwohl sie ja genauso real ist, wie die Welt der heterosexuellen Liebe, ist es irgendwie einfach besonders. Ich find es schon bewundernswert, dass sich immer mehr Autoren wagen, das Thema zu behandeln, obwohl es in der Gesellschaft nicht immer so anerkannt ist. Man bewegt sich dabei häufig auf dünnem Eis und kann nie so genau wissen, wie das, was man schreibt ankommt. Generell mag ich Männer einfach total gern und wieso sollte man nicht gleich von zwei oder mehr heißen Männern lesen wollen? Man braucht sich da auch nicht so zu ärgern, dass die nicht erreichbar sind, sie sind halt eh schwul und das ist dann auch okay so. Im Gay-Bereich werden die Leser auch gern mal an die Grenzen geführt, das finde ich sehr reizvoll. Auch wenn man selbst nicht immer alle Dinge mögen muss, die thematisiert werden, finde ich die Auswahl, die es gibt, sehr gut und vielfältig.
  • Ramona: Ich finde die Kontraste faszinierend. Auf der einen Seite sind die Männer typisch Mann. Also hart, groß, stark. Auf der anderes Seite gibt es aber auch die sehr weichen Seiten. Diese Zärtlichkeit zwischen den Männern ist teilweise sehr viel anregender und berührender als zwischen den „Hetero-Paaren“, obwohl es da natürlich auch das ein oder andere Schmankerl gibt. Außerdem gibt es statt einem heißen Typen gleich zwei. Wer kann da schon widerstehen?

Was glaubt Du, ist der Grund dafür, dass das Genre immer mehr Anhänger findet?

  • Juliane: Ich denke dem Gay-Genre haftete etwas Neues an, was viele Frauen anspricht, die bereits unzählige Hetero-Liebesromane gelesen haben. Es gibt keine weibliche Heldin, die man ggf. nicht leiden kann oder deren Handlungen man nicht nachvollziehen kann, sondern zwei (zumeist knackige) Männer, deren Aktionen man einfach besser akzeptieren kann (eben weil sie nicht weiblich sind). Egal wie unrealistisch die Protagonisten aus Gay Romance Romanen daher kommen, sie sind für die Leserinnen keine direkte Konkurrenz (wie die Hauptfigur eines „Hetero“-Romans) und es ergibt sich sogar die Option sein Herz an beide männlichen Charaktere zu verlieren: sprich doppelter Spaß beim Lesen. Meinem Gefühl nach reizt es viele neue Leserinnen, ebenso wie das Entdecken einer neuartigen Liebesgeschichte, die gefühlsmäßig über die normale „Hetero“-Lektüre hinausgeht.
  • Susann: Es ist nicht so sehr abgelutscht. Es ist noch neu und man hat denke ich durchaus die Chance mehr Facetten aufzuzeigen als Autor. Zudem sind Leute immer scharf auf neues und sind sehr daran interessiert, was anders ist zwischen Homosexuellen und Heterosexuellen. Nirgends ist das Interesse am Größten als im Privatleben andere Menschen.
  • Doris: Ich glaube, es liegt daran, dass immer mehr Frauen in diesem Genre schreiben. Natürlich ist der Unterschied zu schwulen Autoren recht schnell zu bemerken (zumindest für mich, da ich inzwischen an die 200 Gay-Bücher gelesen habe). Und Frauen schreiben immer noch romantischer als Männer, die auch schon mal Worte benutzen, oder Dinge beim Namen nennen, die mich als Leserin kurz den Atem anhalten lassen 😉 Allerdings bin ich alt genug, um nun wirklich mehr als genug gesehen und erlebt zu haben, als dass mich solche Dinge noch schockieren könnten. Aber ich glaube, der Grund, dass es immer mehr Anhänger in diesem Bereich gibt, liegt wirklich an der romantischen Schreibweise der Autorinnen, die sich dieses Genres angenommen haben … da ist es wirklich egal, ob es sich um ein schwules, oder ein heterosexuelles Pärchen handelt. Bei den jüngeren Leserinnen stelle ich einfach mal die Behauptung auf, dass es Neugierde ist.
  • Barbara: Tja, wenn ich optimistisch wäre würde ich sagen, dass unsere Welt freier wird. Aber leider scheint das Thema nur noch mehr zu polarisieren. Ich glaube eher, dass es durch eine steigende Nachfrage auch mehr Angebote gibt. Ausserdem glaube ich dass es mehr Frauen sind, die die Storys schreiben und lesen als Männer…ich glaube, dass Frauen grundsätzlich Homosexualität offener gegenüber treten als Männer.
  • Daniel: Ich glaube einfach, dass die Bücherwelt offener wird für Gaythemen. Immer nur Hetero zu lesen wird einigen mit der Zeit langweilig. Da es sich ja doch immer wieder um dasselbe dreht.
  • Jade: Der Reiz des Besonderen und (immer noch) irgendwie Verbotenem – und bei vielen die sexuelle Attraktion, die zwei knackige Kerle zusammen auf sie ausüben. (siehe auch die zwei Frauen-Fiction, die viele Männer haben).
  • Dana: Schwer zu sagen. Vielleicht ist es bei einigen einfach auch so, wie es bei mir kam. Es gibt ja einige Autoren, die in verschiedenen Bereichen schreiben. Wenn man den Autoren mag, dann schaut man sich auch mal andere Bücher an und entweder einem gefällt es dann oder man lässt es wieder bleiben. Wodurch aber auch immer mehr Bücher und Geschichten in dem Bereich geschrieben und veröffentlicht werden, wird die Leserwelt mehr dafür sensibilisiert, was das Ganze natürlich auch bekannter macht. Es ist nichts Verwerfliches und es wird immer weniger ein Tabuthema, dadurch werden Leser vielleicht auch mutiger und offener.
  • Ramona: Ich glaube, dass viele Leser auch nicht mehr dran vorbei kommen. Dafür gibt es einfach viel zu viele Bücher, die die schwule Liebe thematisieren. Als ich angefangen habe in diesem Genre zu lesen, da gab es schon sehr viel Angebot, aber ich finde, dass es im letzten Jahr so einen richtigen Boom gab. Ich denke, dass die Welt auch ein winziges bisschen offener und toleranter geworden ist, obwohl es immer noch unglaublich viel zu tun gibt, damit die Homosexualität als normal angesehen wird. Natürlich spielen auch Neugier und vielleicht sogar Sensationslust mit. Wer weiß. Außerdem gibt es die Gaygeschichten inzwischen in allen Formen und Farben. Fantasy, Crime, Alltagsgeschichten, Romance, Thriller und Horror. Es ist für jeden was dabei.

Was macht das Genre für Dich aus? Gibt es einen Unterschied zum ‚Hetero-Genre‘?

  • Juliane: Das Genre ist unterdessen sehr vielfältig und abwechslungsreich geworden. Das gefällt mir sehr, da sich auch endlich schwule Thriller, Fantasygeschichten und Krimis finden lassen und sich die Autoren nicht mehr rein um das Thema Coming-Out, Probleme mit Familie/Freunde/Schule/XXX oder AIDS haben. Für mich ist es wesentlich facettenreicher, als noch vor einigen Jahren, allerdings erscheint im Zuge des Selfpublishing unterdessen fast zuviel – nahezu jeder scheint sich auf das Gay Genre zu stürzen, man kommt kaum mit dem Lesen hinterher, interessante Projekte gehen in der breiten Masse unter und die Themen wiederholen sich. Das finde ich sehr schade, da es wie eine Trenderscheinung wirkt, ein Zug auf den jeder aufspringen will. Eigentlich sollte es keine Unterschiede geben – mir kommt es auf die Geschichte und die Figuren an – die sexuelle Ausrichtung der Haupt- und Nebencharaktere hat für mich nichts damit zu tun, ob ein Buch gut oder schlecht ist, gerade wenn wir von Krimis, Thrillern und Fantasyepen sprechen. Ein wirklich gut geschriebenes Werk aus dem „Hetero“-Genre ist für mich ebenso gut, wie eins aus dem „Gay“-Bereich. Deswegen unterscheide ich dahingehend nicht zwischen Gay und Hetero – es kommt auf das Buch an sich an und was der Autor ausdrücken möchte. Klar ist der Liebesromanbereich etwas anderes – bei reinen Liebesgeschichten ist die sexuelle Ausrichtung und die Anziehung zwischen zwei Figuren elementarer Mittelpunkt, sprich es dreht sich alles um die Frage: „Kriegen sie sich?“
  • Susann: Ja es gibt extreme Unterschiede zur Heterowelt. Während die Mehrzahl der Hetenbücher einfach nur billig ist und nach 0815 geht, hat man im Gaybereich oft Bücher mit Anspruch. Insbesondere ist der Markt noch nicht überflutet und so ist die Auswahl einfacher. Was sich leider auch bereits ändert, da einige hier eine Nische gefunden haben für schnelles, gutes Geld. Gay ist ja schließlich gerade ziemlich in.
  • Doris: Ich denke, diese Frage habe ich bereits unter 3. beantwortet. Der Reiz in diesem Genre ist für mich noch immer der Gegenwind, mit dem die Protas zu kämpfen haben … das, was ihre Liebe zueinander um so viel schwerer macht, als die Dinge, mit denen die heterosexuellen Pärchen zu kämpfen haben.
  • Barbara: Es ist einfach neuer und frischer. Viele neue und unverbrauchte Autoren die nicht auf festgelegten Verlagsbahnen schreiben. 
  • Daniel: Es gibt sehr große Unterschiede. Zum einen sind es ja schon mal zwei Männer und desweitern kann man im Gay Genre mehr ausbauen.
  • Jade: Die Unterschiede sind gar nicht so groß. Die meisten Slash-Fics sind auch wieder Standard- Love-Stories nur halt zwischen Männern (oder Frauen – aber eher Ersteres). Das Spannende ist, das Beziehungen zwischen gleichen Geschlechtern eben oft anders sind, als die von Hetero-Paaren. Für mich als Schreiber lässt es mehr und andere Dramatik zu. Manchmal auch Provokation.
  • Dana: Ich habe prinzipiell nichts gegen Hetero-Geschichten. Man kann sich da auch schön reinträumen, wäre dann gern die Frau an der Seite des sooo tollen Mannes. Und genau da beginnt allerdings auch schon der Unterschied. Man ist diese Frau nicht und kann sie auch nicht sein. Da ich kein Mann bin, muss ich auf heiße Kerle also auch nicht neidisch sein, sondern kann die Geschichte einfach anders genießen und mich auch anders und irgendwie mehr mit den Protagonisten freuen. Ich tauche gern in andere Welten ein, die dürfen fantasylastig sein oder auch sehr real, sie müssen mich einfach ansprechen und mitnehmen. Und das ist bisher eigentlich bei allen Gay-Büchern passiert, die ich gelesen habe. Ich fieber mit den Männern mit, zweifel und leide mit ihnen, freue mich, wenn es doch gut geht, sie sich entwickeln, mutiger werden, ihre ersten Erfahrungen machen, sich finden und einfach glücklich sind. Ich fühle mich einfach wohl in dieser Welt, vielleicht auch, da es eine ist, in der ich selbst, schon allein aufgrund des weiblichen Geschlechts, nicht leben könnte.
  • Ramona: Ich muss gestehen, ich unterscheide eigentlich nicht zwischen Mann/Frau und Mann/Mann Beziehung. Das ist für mich beides völlig normal und doch gibt es natürlich Unterschiede. Die Gaygeschichten sind irgendwie emotionaler. Ich habe noch nie sooft geweint, wie bei solchen Büchern. Die Protas müsse einfach viel mehr durchmachen, treffen auch in den Büchern immer wieder auf Widerstand oder Hass. Im Gegensatz zu den heterosexuellen Bücher wird man als Leser auch sehr viel stärker an die eigenen Grenzen und darüber hinaus gedrängt. Alles ist irgendwie extremer. Und der Neidfaktor ist natürlich nicht da 🙂 Ich muss mir da keine Gedanken machen, ob ich die Protagonistin mag oder nicht und mich nicht in sie hinein versetzen. Bei den Männern kann ich ganz einfach in die Geschichte eintauchen und genießen.

Hast Du eine absolute Lieblingsautorin bzw. Lieblingsautoren?

  • Juliane: Da fällt die Auswahl echt schwer, daher will ich zumindest 2 Autorinnen nennen, die mich restlos überzeugt haben: Die niederländische Autorin Floortje Zwigtman hat mich mit ihrer „Adrian Mayfield“-Trilogie restlos überzeugt – ein leider recht unbekanntes, aber sehr schönes, atmosphärisches und realistisches historisches Jugendbuch, das im England des 19. Jahrhunderts spielt. Die zweite Autorin, die mich wirklich überrascht hat ist die amerikanische Selfpublishing Autorin C.S. Pacat (ehemals S.U. Pacat), die letztes Jahr Band 1 und 2 ihrer Fantasytrilogie „Captive Prince“ veröffentlichte und unterdessen (zu Recht) bei einem großen Verlagshaus gelandet ist. Mit ihrer unglaublich komplexen Welt, den vielschichtigen Charakteren und der genialen Erzählweise hat sie mich wirklich begeistern können.
  • Susann: Meine Nummer 1 Autorin ist Chris P. Rolls, da sie ein echtes Talent für Gefühle hat und ihreJjungs einfach lebensecht wirken // Mein lieblngsautor Nummer 1 ist Nero Impala – da er viel im Fantasiebereich schreibt was ich so liebe und ein Kapitel bei ihm so lang ist wie bei den meisten das gesamte Buch.
  • Doris: Ja, habe ich: Eindeutig Chris P. Rolls! Sie ist eine Meisterin, wenn es darum geht Gefühle und Gedanken ihrer Protas
    zu beschreiben, eben das, was für mich die Faszination an diesem Genre ausmacht.
  • Barbara: Ich habe mehrere Autoren die ich überaus gerne lese, aber ich habe festgesetllt, dass mein Geschmack sich mit steigendem Konsum geändert hat. da es mir jetzt leichter fällt gutes von schlechtem zu unterscheiden.
  • Daniel: Ja, das habe ich Chris P. Rolls. Für mich die beste Autorin in dem Genre, die es gibt.
  • Jade: Rona Cole (für’s Romantische und weil sie in manchen Dingen ähnlich ist, das verbindet). C. Dewi (weil sie großartig schreibt). Raik Thorstad (dto. und weil sie vor Fantasie schier platzt). Von alle drei Autorinnen würde ich auch Nicht-Slash lesen. Ich mag ihren Stil und ihre Fantasie die für mich komplett unabhängig vom Genre ist.
  • Dana: Ich habe zwei Autorinnen, die für mich bisher diesen Bereich geprägt haben: S. B. Sasori/Swantje Berndt und Chris P. Rolls.
  • Ramona: Meine Lieblingsautorinnen sind Swantje Berndt/S.B. Sasori, Chris P. Rolls, Mathilda Grace und Sandra Busch. Swantje schafft es den Leser in die Geschichte zu ziehen und ihm diese direkt und unverblümt zu erzählen und miterleben zu lassen. Die „Schlangenfluch“ – Trilogie hat mich total fasziniert und ja, auch zum Schreiben angeregt. „Der Sodomit“ ist ebenso ein grandioses Werk, das die dunkelste Stunde und gleichzeitig auch das hellste Licht mit sich bringt. Chris P. Rolls vesteht es gekonnt mit den einfachsten Zutaten eine Mischung aus Gefühl, Erotik und Liebe zu schaffen. Allein die beiden Tops, Markus und Alex, haben mich dermaßen um den Finger gewickelt, dass mir jetzt noch schwindelig ist. Und Mathilda Grace ist für mich die Nummer 1 für Emotionen, Familie, Oberglucken und Dramen. Selten habe ich so oft geweint, aber das passiert mit bei jedem ihrer Bücher. Das ist jedes Mal pure Emotion. Sandra Busch hat mich wirklich geprägt. Die „Blood„-Trilogie rund um Far und Song war eines meiner ersten Bücher und hat mich schockiert und fasziniert zugleich. Es ist eines meiner absoluten Buchhighlights und ich lese immer noch alle ihre Bücher, weil es einfach immer ein Genuss ist.

Welches Buch ist Dein absoluter Geheimtipp?

  • Juliane: Noch so eine gemeine Frage – zwei Geheimtipps habe ich bereits in Frage 5 angeführt, ansonsten will ich „Staub und Stolz“ von Cecil Dewi nennen (kein wirklicher Geheimtipp), „Des Teufels Maskerade“ von Victoria Schlederer und „Ein perfekter Kellner“ von Alain Claude Sulzer.
  • Susann: Unöglich zu sagen, da es viele gibt und ein Geheimtipp was Seltenes sein sollte. Unveröffentlicht eine ganze Reihe von Nero. Wirklich spitze seine Stücke,dann von Chris gibt es ebenso eine Reihe von Bestsellern, die ich immer wieder gern lese. Freuen tue ich mich auch auf viele bücher und mir fallen jede sekunde mehr ein… sorry. Persönlich kommt „Im „Auge des Falken“ am nähesten an meine eigenen Schreibfantasien ran – mir gefällt das „regelence system“. Aber wie schon gesagt die Liste würde unendlich weitergehen, deshalb kann ich das nicht eindeutig beantworten.
  • Doris: Ich denke, als Geheimtipp kann man es nach dem großen Erfolg nicht mehr bezeichnen^^ … aber ja, habe ich: Irgendwie Top und Irgendwie Lions Roar sind meine absoluten Favoriten!!!
  • Barbara: Rona Cole „Fairy Tales“ und eines das es noch nicht als veröffentlichtes Buch gibt sondern nur als Geschichte auf ff.de „Seitenwechsel“ von Duchain.
  • Daniel: Bodycaught von Chris P Rolls. Ein Drama Crime Roman echt fesselnd und gefühlvoll.
  • Jade: Eines, das keines ist: eine Story die nicht mehr im Netz ist, ich fand sie verstörend aber ungeheuer faszinierend. („Wanted Dead or alive“ von Taliesin)
  • Dana:
    Ich denke es ist kein Geheimnis, wenn ich jetzt auf die Schlangenfluch-Trilogie zurückgreife. Es ist eine tolle Reihe, mit super Charakteren, Spannung, Verwirrung, Hoffnung, Hass und unglaublich viel Liebe. Aber auch Bodycaught hat mich sehr bewegt und berührt, auch ein Buch, das ich jedem empfehlen würde, der dieses Genre mag und sich auf Geschichten mit Power einlassen kann und will.
  • Ramona: Ich hab oben schon einige meiner Highlights genannt. Ein weiterer Tipp ist auf jeden Fall „Staub und Stolz“ von C. Dewi. Diese Geschichte ist eine Naturgewalt und lässt keinen Stein auf dem anderen. Rigor Mortis „Tattoo„-Reihe hat mich auch sehr fasziniert und wird wieder und wieder von mir gelesen.

Gibt es ein Buch, das Dich total enttäuscht hat?

  • Juliane: Ich habe viele Bücher gelesen, an die ich hohe Erwartungen gesteckt, die mich aber ziemlich enttäuscht haben. Ich gebe zu, ich bin ein harter Kritiker, weswegen ich oftmals über Bücher stolpere, die meinen Anforderungen nicht gerecht werden. Sie beim Namen zu nennen, vermeide ich zumeist, da ich leider schon mit entsprechend negativen Reaktionen seitens der Fans der betreffenden Autoren konfrontiert wurde, die mitunter arg unter die Gürtellinie gingen. Daher keine Titel von meiner Seite – sorry.
  • Susann: Auch eine ganze Menge,, am meisten wenn Gaybücher eigentlich nur als Deckmantel für eine Heterogeschichte dienen und nur von Sex mit Frauen detailiert beschrieben wird, man den Chef aber eigentlich niedlich findet… wenn ich jedoch eines benennen muss, dann weil es für mich ein Buffy-Plagiat ist und das ist „Verdammte Seele“ und das hat die Autorin nochmal aufgelegt unter einem anderen Namen mit demselben Inhalt.
  • Doris: Ja, auch das gibt es. Allerdings werde ich dies jetzt nicht nennen, da ich bereits mit der Veröffentlichung meiner Rezension auf Facebook ziemlich viel Wirbel veranstaltet habe.
  • Barbara: Fetisch: Der Schlüssel zur Leidenschaft von Marlene Bitzer.
  • Daniel: Oh ja 50 Shades of Gay. Einfach nur billig.
  • Jade: Unendlich viele, wie bei ‚normaler’ Literatur auch. Auch im Slash-Bereich gibt es unglaublich Vieles, das profan, piefig, spiessig, mies geschrieben und langweilig ist.
  • Dana: Klares Nein. Bisher habe ich keine Enttäuschungen in diesem Genre erlebt.
  • Ramona: Oja, da gibt es so einiges, das mich eher schockiert und abgestoßen hat. Sex en masse und dazu noch richtig billig oder sehr lasche Stories, die keine Tiefe haben. Zuletzt war ich richtig enttäuscht von „Ty und Zane: Auf und Davon„, aber nicht wegen der Story und den Jungs an sich, die sind nämlich richtig gut, sondern von der Übersetzung. Da war ich zum Schluss ehrlich gesagt sauer. Ich werde mich dabei nur noch an das Original halten.

Also ich finde, dass in diesem Genre die Tabus bzw. Grenzen viel öfter überschritten werden, als es ’normalerweise‘ der Fall ist. Gab es für Dich schon mal ein Buch aus dem Genre, das dich überfordert bzw. an deine Grenzen und darüber hinaus gebracht hat?

  • Juliane:  Da hast du wirklich Recht – es werden viele Tabus gebrochen, zumeist im negativen Sinne. Bei einem Werk handelte es sich um eine Vergewaltigungsszene, die damit endete, dass aus den beiden Männern ein Paar wurde – für mich ein absolutes Unding! Diesem Rape-Schema begegnet man ja sehr oft im Manga und Fanfiction-Bereich und jedes Mal finde ich die Behandlung dieses Themas einfach nur schrecklich und oberflächlich. Es ist erschreckend, wie arrogant und unsensibel einige Autoren und Zeichner damit umgehen. Diese Grenze wird für mich viel zu oft überschritten, wobei ich zu wenig „Hetero“ Romance oder Erotik lese, um da einen Vergleich zu ziehen. Ich habe nichts gegen Grenzen oder das Anschneiden von ungewöhnlichen Themen über die normalerweise geschwiegen wird. Ein sehr schönes Beispiel ist „Leben im Käfig“ und „Nach der Hölle links“ von Raik Thorstad – da wird sehr sensibel und mit viel Gefühl das Thema Agoraphobie behandelt, unter der der Protagonist Andreas leidet. Bei diesen beiden Büchern merkt man, dass diese Problematik nicht eingebaut wurde, um die Figuren zusammen zu bringen, sprich als Mittel zum Zweck eingesetzt wird, sondern dass der Autor über das Thema informieren, die Auswirkungen der Krankheit beleuchten will. Das ist etwas völlig anderes, als eine Vergewaltigung, die nur dafür eingebaut wird um Alphamännchen X mit Betamännchen Y zusammenzubringen, egal ob es realistisch ist oder nicht.
  • Susann: Kann ich mich leider nicht daran erinnern, da meine eigene Fantasie die mehrzahl aller Menschen übetreffen dürfte was die menschlichen Abgründe angeht. Master/Slave jedoch ist für mich absolutes Unverständnis an den „slave“ wie man sich so sehr demütgen und quälen lassen kann.
  • Doris: Nein, ein ganzes Buch hat das bisher nicht vermocht. Einige Szenen, die – wenn wir schon offen reden – Fisting beschreiben, muss ich nun wirklich nicht haben. Solche Szenen kommen aber nur in Büchern vor, die von schwulen Autoren
    beschrieben werden – denke ich wenigstens. Bisher habe ich davon in den eher romantisch gehaltenen Werken der Autorinnen nichts gelesen.
  • Barbara: Nein, gab es noch nicht weil ich mir vorher meist die leseprobe bei Amazon ansehe und dann meist schon sehe…das ist nichts für mich.
  • Daniel: Bisher nicht. Doch ich sage niemals nie.
  • Jade: Ich finde, das ist bei Slash nicht anders als bei anderen Büchern. Wenn es mir zu bunt wird, klick ich weg. S/M ist auf meinem Index. Extreme Gewalt auch, Inzest geht gar nicht. Ohne Ausnahme. Das Gleiche wie bei Hetero-Büchern/-stories.
  • Dana:  Also ich finde, dass in diesem Genre die Tabus bzw. Grenzen viel öfter überschritten werden, als es ’normalerweise‘ der Fall ist.  Wirklich überfordert eigentlich nicht. Ich versuche mich recht unbefangen auf die Bücher einzulassen und mit den Protagonisten in ihre Welt einzutauchen. Es gab zwar Momente, in denen ich persönlich vielleicht gern Anderes gelesen hätte oder es an der Grenze war, aber wirklich zu viel, zu schlimm, zu hart oder so, das könnte ich im Moment eigentlich nicht sagen.
  • Ramona: Bisher gab es noch kein Buch, das mich so erschüttert hat, dass ich irgendwie einen Schaden davon getragen hätte 🙂 Aber es gab doch viele Szenen, die schon hart waren. Vor allem eben Vergewaltigungsszenen, die irgendwie sehr häufig vorkommen. Und was mir auch ein absoluter Dorn im Auge ist und mich regelmäßig auf 180 bringt, ist die Rolle der Kirche im Bezug auf Homosxualität in manchen Büchern. Schlimm ist es ja, dass es teilweise ja wirklich so ist und nicht bloß zusammenfantasiert. In dem Buch „Made for Loving“ kommt das sehr gut rüber. Das führt mich wirklich an die Grenze. Das kann daran liegen, dass ich von der Institution Kirche an sich gar nichts halte. Aber so etwas kann man nicht ignorieren. Ich finde es auch immer ganz interessant, wie verschieden Bücher aufgefasst werden, jeder hat eben eine andere Schmerzgrenze. So lange es im bds. Einverständnis geschieht ist für mich alles okay.

Mit welchem schwulen Liebes(Buch)paar würdest Du gerne mal einen Kaffee trinken gehen?

  • Juliane: Gott, da gäbe es soooo viele: Also ich würde total gerne Adrian, Terry und Vincent aus „Adrian Mayfield“ Kaffee trinken gehen, aber nur, wenn ich mit zu Oscar Wilde und seiner bunten Gruppe genommen werde J Oscar Wilde wäre sowieso die Person, die ich am liebsten mal in natura kennenlernen würde, wenn das ginge. Ansonsten könnte ich mir noch einen Plausch mit Damian und Laurent aus „Captive Prince“ vorstellen, obwohl das wohl ein sehr einseitiges Gespräch meinerseits wäre. Um wenigstens ein Paar aus der aktuellen „Welt“ zu nennen: Markus und Alex aus „Irgendwie Top“ – das wäre garantiert auch in interessantes Treffen 😉
  • Susann: Oh da gibt es wieder viel zu viele ^^
  • Doris: Ganz klar: Markus und Alex – die beiden Jungs aus meinen Favoritenbüchern!!
  • Barbara: Oh, da gibt es ganz viele. An erster Stelle natürlich die Protas von meinen Lieblingsstorys. Als da wären Per und Phil aus Fairy Tales. Dann Jayden und Sad aus Seitenwechsel und Jockel und Claas aus Hard Skin von Chris P. Rolls.
  • Daniel: Mit Leon und Kai. Aus Mecklenburger Winter.
  • Jade: Mit keinem. Fiktion ist Fiktion. Ich lebe im Realleben und da mache ich keine Unterschiede, wie jemand sexuell tickt.
  • Dana: MH, nur mit einem? Da ist die Entscheidung aber schwer… Ich sage mal spontan Raven und Sean aus der Schlangenfluch-Trilogie, auch wenn ich Sean nur aus der Leseprobe kenne, er muss einfach toll sein und Raven ist einfach faszinierend.
  • Ramona: Oje, wo soll ich da bloß anfangen. Ich würde gerne Raven aus der „Schlangenfluch“-Trilogie treffen – wobei das wahrscheinlich nur auf Einseitigkeit beruhen würde. Far und Song natürlich, die beiden sind soooo süß. Und die Tops Markus und Alex, da würden mir bestimmt schon vom Angucken die Ohren glühen.

Wie würde Deine ganz eigene schwule Liebesgeschichte aussehen? Abenteuerlich, fantastisch, romantisch, kitschig oder doch lieber Nervenkitzel?

  • Juliane: Wie passend, dass ich als Autorin diese Frage mit Leichtigkeit beantworten kann, da ich grad selbst einige Projekte in petto habe, darunter eine Geschichte die meine beiden Liebesthemen miteinander verbindet: Diebesgeschichten und 19. Jahrhundert. Sprich meine Liebesgeschichte wird historisch, actionreich und geheimnisvoll, aber ich mag auch fantastische Geschichten sehr, sprich Gay Fantasy reizt mich immer ganz besonders.
  • Susann: Meine eigenen liebesgeschichten sollten eine Mischung aus Nervenkitzel und romantisch sein, wären aber letztlich wahrscheinlich höchstens nur fantasylastig.
  • Doris: Jetzt muss ich schmunzeln, denn wie eine solche Geschichte aussehen müsste, kann man in meinen eigenen Büchern nachlesen. Eine Prise Nervenkitzel sollte nicht fehlen, damit es nicht langweilig wird. Witzig-frech gerne auch … Kitsch bitte nicht! Aber ein Muss ist die Romantik! Denn ich bin immer noch viel zu sehr Frau, als dass diese Komponente fehlen dürfte!
  • Barbara: Da ich gerade eine schreibe…im besten Falle von allem etwas. Ich mag Romantik aber auch Erotik. Ein bisschen Spannung muss dabei sein. Das heißt es gibt zu den Guten auch immer einen Bösewicht, also wohl auch Nervenkitzel.
  • Jade: Alles außer kitschig. Da ich selbst schreibe, schreibe ich halt, was ich gerne lesen würde. Suspense, Krimi, Romane über sexuelle Hörigkeit, über Liebe, Sci-Fi, Mystisches. Schön bunt, böse und knallig. So wie ich es mag. So, wie ich auch die Bücher anderer Autoren mag!
  • Dana: Ja, wie sieht sie denn aus? Mit Ian’s Chamäleon ist ja eine kleine Kurzgeschichte aus unserer Hand entstanden. Ich denke, man kann sagen, dass sie eher romantisch ist, mit einem Schuss Fantasy, der schon allein der Ursprungsgeschichte geschuldet ist. Wie die nächste ausfallen würde? Vielleicht doch ein wenig düsterer, gefährlicher, geheimnisvoller? Ich könnte mir aber auch hoffnungslos romantisch-kitschig vorstellen. Ich denke, da müsste man einfach schauen, wie es dann grad passt, in welcher Stimmung man ist und was die Rahmenhandlung hergibt.
  • Ramona: Da ich gerade eine Geschichte zusammen mit Dana geschrieben habe (Ian’s Chamäleon), weiß ich genau, was da alles rein sollte. Auf jeden Fall Romantik. Ich bin ein absolut romantischer Mensch und deshalb gehört ein Happy-End für mich zum guten Ton 🙂 Es sollte aber auch prickelnd und anregend sein. Sinnlicher Sex, zarte Küsse. Spannung und ein böser Bube gehören ebenso dazu, wie ein kleines bisschen Drama.

Vielen Dank für Eure Zeit.

4 Gedanken zu “‚Gay Friday‘ #3 Leserspecial

  1. hexe2408 schreibt:

    Ein wirklich toller Beitrag! Faszinierend wie teilweise ähnlich und auf der anderen Seite unterschiedlich die Antworten so ausfallen. Auf jeden Fall bin ich jetzt noch neugieriger geworden auf ganz viele Bücher, die ich bisher nicht gelesen habe. 🙂

    LG Dana

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