Monday thoughts #38 „I’m in love with a fictional character!“

mondayfictionalcharacter

Aus gegebenem Anlass folgt heute ein Beitrag zum Sympathisieren mit fiktiven Charakteren.

Seit die Leserunde zu „Schlangenfluch 3. Seans Seele“ gestartet ist, wird heftig diskutiert, hauptsächlich über Raven, den polarisierendsten Charakter der Trilogie. Natürlich kann er nicht jedem gefallen, aber es ist kein Geheimnis, dass ich ihn mag und ihn auch verteidige 🙂

Schockiert hat mich eher, dass der ein oder andere nicht zwischen Realität und Fiktion unterscheidet und schneller als gedacht wurde mir ein Faible für Serienmörder angedichtet. War mir selbst noch gar nicht klar. Danke für den Hinweis. Doch jetzt mal Spaß beiseite. So etwas geht ÜBERHAUPT nicht. Vor allem macht der Ton die Musik und da war nicht nur ich selbst sprachlos und es gehört wirklich eine Menge dazu mich zu schockieren. Jeder hat seine Meinung und seine Lieblinge, aber man sollte sich auch ein bisschen zügeln können.

Ich bin der Meinung, dass in der Fantasie und der Buchwelt alles erlaubt ist. Sonst wäre es ja langweilig. Wenn ich Lust auf Romantik habe, dann hole ich mir einen romantischen Traummann. Manchmal ist mir auch nach Werwolf oder sogar Vampir. Hab ich Lust auf Nervenkitzel dann gehe ich zusammen mit einem sexy und möglicherweise mürrischen Ermittler auf Verbrecherjagd. Und wenn mich das nicht herausfordert, dann wechsele ich die Seiten und lasse mich gemeinsam mit einem Serienmörder oder Psychopathen jagen. Wenn ich Lust auf Action habe, dann ziehe ich mir einen knallharten Navy Seal an Land und wenn ich Ruhe und Nachdenklichkeit vorziehe, dann verziehe ich mich mit einem griesgrämigen Eigenbrötler in eine Ecke. Es gibt keine Grenzen.

Alles ist möglich. Und ich mag die komplexen, schwierigen Charakter, egal ob fiktiv oder real, gut oder böse. Da gibt es doch viel mehr zu entdecken, als bei einem flachen wenn auch netten Charakter, den man so oft vor die Nase gesetzt bekommt.

Ganz wichtig: Ich versuche so viele Facetten wie möglich von einem Menschen oder auch fiktiven Charakter zu Gesicht zu bekommen. Nur dann kann man sich ein Urteil erlauben. Ich finde es immer sehr schwierig einen Menschen/Charakter nach nur einer einzigen Seite zu beurteilen. Das ist fast schon fatal.

quoteraven

6 Gedanken zu “Monday thoughts #38 „I’m in love with a fictional character!“

  1. Belali schreibt:

    Es ist doch immer wieder erschreckend und traurig, dass es in der heutigen Zeit noch solche Ignoraten Menschen gibt. Und mal ehrlich, nur weil einem ein Charakter aus einem Buch gefällt, ob nun Killer, Glitzervampir oder sonsr was identifiziere ich mich nicht gleich mit diesem odee lass mir sagen: So jemanden bist du.

    Ich sag nur, jedem wie er es will und niemand muss sich vin irgendwem ver- oder beurteilen lassen

    • hexe2408 schreibt:

      Ich finde auch, dass man ganz klar zwischen Fiktion und Realität unterscheiden sollte. Nur weil mich ein BUCHcharakter fasziniert, wieso auch immer, muss ich ja noch nicht gleich Menschen mit ähnlichen Eigenschaften mögen oder favorisieren.
      Besonders reizvoll an einem Buch ist doch, dass es eben nicht real ist und man sich ausleben kann, sowohl als Autor, als auch als Leser.

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