Monday thoughts #42 – Ebook – Preise

geld

Was darf ein Ebook kosten?

Gestern gab es eine Diskussion zu Ebook – Preisen auf Facebook und die hat mich zu diesem Beitrag inspiriert. Die Meinungen zu diesem Thema gehen weit auseinander.

  • Wie wird der Preis fĂĽr ein Ebook festgelegt?
  • Wann ist er angemessen, wann ĂĽberteuert?

Ich hab mich mal durch das Web gewĂĽhlt und hab bei Epubli.de eine Kalkulation gefunden, die mir sehr plausibel erscheint und die man sich hier ansehen kann *klick*. Laut dieser Zusammenstellung sollte der Preis des Ebooks etwa 20% unter dem Preis der Printausgabe liegen.

Beispiel: Print 4,51 € – 5,00 € -> Ebook 3,99€

Wenn man seine Geschichte nur als Ebook veröffentlicht, kann man frei entscheiden, welchen Preis man festsetzt.

Damit wäre schon mal die Autorenseite geklärt, aber da gibt es natürlich noch uns: die Leser. Wie viel sind wir bereit auszugeben, um ein Ebook, also lediglich das Nutzungsrecht zu erhalten?

Lesen ist ein teures Hobby, nicht ganz so teuer wie manch anderes, aber es geht auch extrem ins Geld, besonders, wenn man sich nicht zurückhalten kann und regelrecht von Neuerscheinungen und Geheimtipps erschlagen wird 🙂

Ich finde es schwierig einen fixen Preis festzulegen, den ich für ein Ebook ausgeben möchte. Manchmal gibt es ja auch ganz tolle Geschichten zum gratis downloaden auf Amazon, aber meist bewege ich mich zwischen 0.99€ und 7,99€. Hört sich auf den ersten Blick ganz schön teuer an, 8€ für ein Ebook, aber wenn man sich mal die Printpreise anschaut, kommt man fast immer ganz gut weg.

Ich lese unheimlich gerne die BĂĽcher aus dem ‚Dead Soft Verlag‚, da kostet in der Regel ein Buch 13,95€ (es gibt natĂĽrlich auch gĂĽnstigere Ausgaben). Wenn mich dann 4-5 BĂĽcher aus dem Sortiment interessieren, kommt dann eine ganz schöne Summe zusammen. Da komme ich dann doch billiger, wenn ich mir die BĂĽcher als Ebooks kaufe. Die kosten meist 6,99€ – das ist grob geschätzt die Hälfte und somit deutlich billiger als die o.g. Regel besagt.

Es gibt aber auch einige Wucher – Ebooks. Ich habe am Wochenende ein bisschen gestöbert und bin auf ein Ebook gestoĂźen, das mich von Klappentext her extremst angesprochen hat, aber als ich den Preis sah, ist mir die Lust am Buch vergangen. 17€! Wer bitte schön gibt so viel Geld fĂĽr ein Ebook aus?! Ich auf jeden Fall nicht.

Es ist natürlich ein Risiko dabei, wie beim normalen Buchkauf auch. Manchmal hat man Glück und erwischt ein super günstiges Buch, das mit einem tollen Inhalt aufwartet und manchmal bekommt man eben für viel Geld großen Mist und ärgert sich hinterher.

Gerade wenn es um teurere Ebooks geht – also so ab 7€ aufwärts, schaue ich schon auch auf den Autor/ die Autorin. In der Regel sind das dann welche, die ich schon kenne und weiĂź was mich erwartet, aber da kann man natĂĽrlich auch auf die Nase fallen. Ich gebe aber auch mir unbekannten Autoren eine Chance, wenn mich ein Ebook anspricht und ich es unbedingt haben will, dann hole ich es mir.

Gerade die Selfpublisher, die keinen Verlag im RĂĽcken haben, die ihr Buch pushen und fleiĂźig bewerben, haben in der Regel gĂĽnstigere Ebookpreise, als die groĂźen Verlage. Und warum sollten diese ihr Buch fĂĽr 1/2€ verscherbeln? Nur damit wir Leser zufrieden sind und an allen Ecken und Enden sparen können? Ich glaube, das ist bestimmt nicht Sinn und Zwecke der Leser/Autor – Beziehung. Klar gibt es da auch schwarze Schafe, wie sonst auch ĂĽberall. Wenn ein Buch mit nicht mal 100 Seiten fĂĽr 5/6€ oder mehr verkauft wird, dann ĂĽberlege ich mir auch sehr genau, ob es wirklich sinnvoll ist das zu kaufen und lasse dann die Finger davon. Wohl bewusst, dass mir möglicherweise ein kleines Schätzchen entgangen ist.

Wenn wir schon bei den Seitenzahlen sind. Klar ist das keine genaue Richtlinie, aber die Einizige, die angegeben ist. Die Seitenanzahl kann ja je nach Formatierung: Schriftart, Schriftgröße, Absätze etc. variieren, aber ich achte schon ein bisschen auf das Seiten/Preisverhältnis.

Wie gesagt, es muss jeder selber wissen, was er bereit ist auszugeben bzw. was man als Autor für sein Werk verlangen möchte und in den meisten Fällen klappt das ja ganz gut. Ich konnte mich bisher noch nie beschweren.

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Hier seht ihr ĂĽbrigens meine zwei Errungenschaften der vergangenen Tage (aufs Bild klicken, um zum jeweiligen Buch zu kommen)

kalte-ketten omega

3 Gedanken zu “Monday thoughts #42 – Ebook – Preise

  1. Sandra S schreibt:

    Hallihallo,

    für mich selbst ist es egal, wie teuer ein E-Book ist. Ich kaufe natürlich gerne günstige Bücher, aber da ich selber im Verlagsgeschäft drinstecke bin ich auch bereit, etwas mehr zu zahlen.
    Bücher für 12-20€ sind mir auch recht (dadrüber knirsche ich bei jeder Ware mit den Zähnen). Abgesehen vom Druck, der ja nun nur ein winziger Teil der Kosten ist, steckt im E-Book ja auch die gleiche Arbeit wie in einem Printbuch.

    Liebe GrĂĽĂźe,
    Sandra

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