Monday thoughts #49 – Der neue Volkssport: Plagiieren

Kopie

Ein kurzer Nachtrag zu letzter Woche.

Es nimmt kein Ende.

Letzte Woche habe ich darüber berichtet, dass eine Autorin plagiiert hat *klick*. Das war aber nur die Spitze des Eisbergs. Die vergangene Woche hat einige wirklich haarsträubende Dinge ans Licht gebracht.

Dank einiger wirklich aufmerksamer Leser ist es gelungen, der Autorin weitere 3 Plagiate nachzuweisen. Bei einem der Plagiate betrifft es sogar ein Verlagsbuch aus dem `Dead Soft Verlag‘.  Unglaublich? Ja, das trifft es wohl. Aber es kommt noch besser. Auf Druck der betroffenen Autoren hat die kopierende Autorin alle Plagiate aus dem Verkehr gezogen, zumindest bei Bookrix und auch bei Amazon. Insgesamt hat sie 20 von 29 Büchern gelöscht. Also kann man davon ausgehen, dass 20 ihrer Bücher, zumindest zum Teil, kopiert sind. Da kann man wirklich nicht mehr von Zufall sprechen. Da steckt schon Methode dahinter.

Ich könnte mir immer noch in den Hintern beißen, wenn ich daran denke, dass ich diese Autorin auf meinem Blog vorgestellt und möglicherweise auch noch jemanden zum Kauf ihrer Bücher animiert habe.

Ich hoffe, dass dieses Verhalten Konsequenzen haben wird.

Es ist schon eine Leistung so viele Bücher zu kopieren und Lob und Geld ohne schlechtes Gewissen einzuheimsen.

Wenigstens hat sich die Autorin öffentlich zu drei Plagiaten bekannt und sich entschuldigt, wobei das wirklich das Mindeste ist. Wir reden hier schließlich nicht davon, dass sie einen Apfel geklaut hat, sondern von den Worten, der Fantasie, der Zeit und dem Herzblut der AutorInnen.

Aber das ist noch nicht alles. Zeitgleich wurde ein dubioser Verlag enttarnt, der einige kostenlose Geschichten von FanFiktion.de auf Amazon angeboten hat. 1:1 übernommen, mit allen Fehlern. Natürlich wusste der Verleger nichts von den Plagiaten. Klar!!

Da fragt man sich doch: Was geht in deren Köpfen vor? Um was geht es? Geld? Ansehen?

Wenn ich es doch nicht selber kann, dann lasse ich das Schreiben! Da muss man doch nicht auf Biegen und Brechen publizieren und sich dabei noch an fremdem geistigen Eigentum bereichern. Und sich dann noch hinstellen und alles leugnen, selbst wenn man schon überführt wurde.

Klar ähneln sich Geschichten. Es gibt Millionen Sätze, die man einfach nicht anders formulieren kann. Aber doch nicht ganze Absätze oder Kapitel.

Wer weiß, wie viele tausende, millionen Plagiate da draußen noch rumschwirren. Verhindern kann man es nicht.

That’s so sad!

Ein Gedanke zu “Monday thoughts #49 – Der neue Volkssport: Plagiieren

  1. celia schreibt:

    hi,
    das ist nicht nur dreist, da scheint auch eine Menge kriminelle Energie hinter zu stecken. Wobei ich es nicht ganz verstehe, mit gay romance lässt sich nicht so viel Geld verdienen, wie mit anderen Genre und es fällt eher auf.
    Also einerseits verstehe ich ja, dass niemand jemanden anprangern will, aber das niemand den Namen dieser „Autorin“ nennt ist auch schade, ich musste mir echt was ausdenken, um das zu googeln, weil ich jetzt nicht jeden Tage alles auf FF lese.

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