Monday thoughts #52 – Interview mit einem Protagonisten

mirko0Ich plane für den kommenden ‚Gay Friday‘ ein besonderes Special und da kam dann auch die Frage bzw. der Gedanke auf, ob ich die entsprechenden Protagonisten interviewen möchte.

Ich hab das jetzt schon auf einigen Blogs gesehen und viele Autoren machen das sehr gerne, für den ein oder anderen Buchcharakter gibt es sogar eigene Facebook-Accounts bzw. Seiten.

Aber

Ich konnte mich bisher noch nicht damit anfreunden. Klar, man leidet und fühlt mit den Buchfiguren. Man lacht, man weint und geht mit ihnen durch dick und dünn. Oftmals lassen sie einen auch nie wieder los.

Dennoch sind es „Buch“ – Figuren, erschaffene Charakter. D.h. natürlich nicht, dass sie mir egal sind. Ganz im Gegenteil. Ich möchte viele meiner Buchfamilien und Buchfreunde nicht mehr missen. Trotzdem bleibt da ein „merkwürdiges“ Gefühl. Bei mir zumindest. Ich kann es auch gar nicht so wirklich beschreiben. Man redet bzw. interviewt ja nicht direkt die entsprechende Charaktere, sondern der Autor beantwortet die Fragen, natürlich auf die jeweilige Figur zugeschnitten.

Ich bin da wirklich sehr zwiespältiger Meinung. Es ist auf der einen Seite so, dass man auf jeden Fall mehr von den Charakteren erfahren möchte, noch weiter hinabtauchen will, auf der anderen Seite schreckt es mich aber ab. Ein verwirrendes und nicht ganz zu fassendes Gefühl. Das Experiment werde ich wohl mal wagen. Mal sehen, was dabei herauskommt.

Aber was haltet ihr davon?

Lest ihr gerne solche Interviews oder ist das übertrieben?

 

 

4 Gedanken zu “Monday thoughts #52 – Interview mit einem Protagonisten

  1. knipserei schreibt:

    Ich lese soetwas mit Sicherheit nicht. Eine Roman- / Buchfigur hat ihre Existenz im Roman / Buch. Und in diesem Zusammenhang lernt man ihn kennen / lieben und man kann mit diesem Wissen für sich spekulieren, was wohl das Lieblingsessen ist (oder was auch immer). Den realen Autoren nach soetwas zu fragen, dürfte den entweder überfordern oder er träumt einfach weiter. Und sich ein Interview einfallen zu lassen, dass man dann selbst beantwortet … nö, da lese ich lieber in ein neues Buch rein, vielleicht findet man noch nen anderen Freund …

  2. bigeyesramona schreibt:

    Ich finde es auch schwierig. Schließlich redet man ja mit dem Autor und der/die muss sich möglicherweise auch noch was ganz Neues ausdenken, je nachdem wie die Fragen ausfallen.
    Ich wage jetzt einfach mal das Experiment und schaue mal, wo es hinführt, wobei ich mich wahrscheinlich auch nie daran gewöhnen kann.
    Aber selbst große Autoren wie J.R. Ward machen das ja 🙂

  3. knipserei schreibt:

    ich mach bei dir einfach mal ne ausnahme und guck dann, wie das bei mir ankommt. aber ich vermute nicht, dass du es schaffst, mich zu überzeugen. veileicht schreibst du ja dann noch dazu, wie es dir damit ergangen ist.

  4. j125 schreibt:

    Hey,

    ich hab ehrlich gesagt noch nie solche Interviews gelesen, kann also gar nicht sagen, wie ich das so finde. Spontan würde ich behaupten, dass ich es nicht so schlimm finde, denn ich lese und schreibe selbst sehr viele Fanfiktions und ist das nicht ähnlich? Bei dem einen ist es halt mehr ein Fließtext und bei dem anderen ein richtiges Interview, aber in beiden Fällen werden den Charakteren Worte in den Mund gelegt, die vielleicht … nicht ihrem Charakter entsprechen oder die einfach nicht von ihnen selbst bzw somit ihrem „Erfinder“ kommen. Ist das halbwegs verständlich was ich sagen will? 😀 Ich glaube einfach, ich würde es als Leser nicht schlimm finden, weil es da für mich keinen Unterschied zu Ffs gibt und die lese ich leidenschaftlich gern.

    Wie man als Autor damit umgeht ist natürlich eine ganz andere Sache. Aber das muss ja jeder selbst wissen.

    Liebe Grüße
    j125

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