Gay Friday #18 – Special zu Chris P. Rolls „Bodycaught“. Interview + Gewinnspiel

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Am heutigen ‚Gay Friday‘ ist noch mal Chris P. Rolls zu Gast und hat „Bodycaught“ im Gepäck.

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Bodycaught‚ – Rezension

BC1Alec ist jung und unerfahren. Gerade erst ist er vom Land in die Stadt gezogen. Seine Eltern haben sich von ihm abgewandt. Er ist einsam und auf der Suche nach der großen Liebe. In der Schwulendisco „Gaytronic“ trifft er auf Adrian. In diesem glaubt er seinen Traummann gefunden zu haben. Adrian ist attraktiv, zuvorkommend und sehr liebevoll. Doch am nächsten Morgen, nach einer wundervollen Nacht in den Armen von Adrian, erwacht Alec in einem Albtraum. Adrian zeigt sein wahres Gesicht. Für Alec beginnt ein monatelanges Martyrium in Adrians Haus, der ihn gefangen hält und ihn immer wieder misshandelt.

Bei einem Polizeieinsatz in Adrians Haus, stößt der Polizist Mike auf Alec und befreit ihn. Zwischen den beiden entwickelt sich eine ganz besondere Beziehung. Erst eine innige Freundschaft und schließlich Liebe, wobei sich das Ganze nicht so einfach gestaltet. Alec hat immer noch mit den Folgen seiner Gefangenschaft und Misshandlung zu kämpfen und Mike steht eigentlich auf Frauen. Doch das Gefühlschaos ist nicht ihr einziges Problem, Adrian läuft immer noch frei rum und denkt gar nicht daran „seinen“ Alec aufzugeben.

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Im Mittelpunkt stehen natürlich Mike und Alec.

Alec ist für mich der mit Abstand stärkste Charakter. Nach diesem Martyrium kämpft er sich zurück ins Leben und auch für seine Liebe zu Mike. Was Alec durch Adrian ertragen muss ist sehr hart, aber Chris hat ihm und auch den Lesern Zeit gegeben sich damit auseinanderzusetzen. Man begleitet Alec durch die Gefangenschaft, die mühsame Rückkehr ins Leben, die Therapie, die Konfrontation mit Adrian beim Prozess und die Liebe zu Mike. Es gibt Fortschritte und Rückschläge, aber Alec kämpft und gewinnt.

Mike ist unglaublich faszinierend. Er hat eine enorme Wandlung hinter sich. Aus dem heterosexuellen Single – Polizisten wird ein liebender Partner für Alec. Aber was mich am meisten berührt hat ist, dass Mike auch schwache Momente hat, dass auch er unter Alec’s Erlebnissen zu leiden hat und sein Herz für Alec blutet. Chris hat uns hier einen wundervollen Einblick in eine Welt gegeben, die oftmals vernachlässigt wird. Auch die Angehörigen, Freunde, Partner der Opfer leiden.

Neben Alec und Mike gibt es natürlich auch noch ganz viele andere Charaktere. Ich möchte gerne 5 davon näher beleuchten.

Adrian spielt eine wichtige Rolle und zwar den bösen Part und den beherrscht er perfekt. Allerdings hätten sich Mike und Alec vermutlich nie kennengelernt, wenn es ihn nicht gegeben hätte. Chris lässt uns auch einen Blick hinter den Psychopathen werfen und schnell wird klar, dass bei diesem etwas extrem schief gelaufen ist. Das entschuldigt keineswegs seine Taten, dennoch kann man auch für ihn, neben dem Hass und dem Ekel, Mitleid empfinden.

Tom und Ricky bilden ein ganz besonderes Paar. Tom hat eine schlimme Vergangenheit hinter sich. Als Stricher und Junkie hat er sich durchs Leben geschlagen. Auch er hat eine große Wandlung hinter sich und es ist wirklich faszinierend, wie dieser Junge langsam aber sicher sein Schutzschild aus Machogehabe fallen lässt. Ricky ist da das komplette Gegenteil. Der Psychologiestudent hat eine Vorliebe für Schminke, Rüschenklamotten und die Farbe Pink. Ein schriller Vogel mit dem ich mich gerne mal über unsere gemeinsame Lieblingsfarbe unterhalten würde 🙂 Eine kleine Bonusgeschichte hat Chris zu den beiden schon veröffentlicht: „Pink

Und dann gibt es noch die beiden „Elefanten“ Phil und George. Diese beiden sind wirklich überwältigend. Nicht nur, weil sie so riesig sind, sondern weil beide ein großes Herz aus Gold haben. Von den beiden würde ich gerne auch noch mehr erfahren.

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Ich hab jetzt schon einige Bücher von Chris P. Rolls gelesen, aber diese Geschichte ist mit nichts zu vergleichen. „Bodycaught“ vereint Liebe, Erotik mit Drama und Crime. Ein tragisches Schicksal, das zu einer alles überwindlichen Liebe führt. Ständig sitzt einem beim Lesen die Bedrohung durch Adrian im Nacken, dennoch lässt Chris ihre Leser immer wieder mit zarten, erotischen und teilweise auch sehr lustigen Szenen Luft holen.

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Wer noch mehr über Chris erfahren möchte oder das letzte Special verpasst hat, kann das hier gerne nachholen *klick*

Interview

Liebe Chris, herzlich willkommen zu einem weiteren Special, dieses Mal zu ‚Bodycaught‘. Wir haben ja vor zwei Wochen schon einen Einblick in Deinen Schreiballtag erhalten, deshalb kommen wir gleich mal zum Buch. Wie ist die Idee zu ‚Bodycaught‘ entstanden?

Hm, das ist gar nicht so einfach zu sagen. Bodycaught ist eine Mischung aus viel Fantasie, einigen bewussten und noch viel mehr unterbewussten realen Erlebnissen, ein paar Traumszenen und etwas persönliche Verarbeitung würde ich mal sagen. Die Grundidee war es mal, einen spannenden Roman mit einem Psychopathen zu schreiben, aber das hat sich ganz schnell verselbstständigt und wurde viel persönlicher als je angedacht.

Wie hast Du die Entstehung von ‚Bodycaught‘ erlebt? Ich kann mir denken, dass der Entstehungsprozess sehr schwierig und emotional war. Hattest Du manchmal auch den Wunsch die Geschichte abzubrechen?

Geheult habe ich andauernd und oft konnte ich vor Tränen und zitternden Fingern nur schwer tippen, aber: Nein, abbrechen wollte ich nie. Hätte ich auch nicht gekonnt. Die Story nahm mich von Anfang an gefangen und ich musste sie um jeden Preis aufschreiben. Das war wirklich wie ein innerer Zwang und von meiner Seite aus nicht steuerbar.

Als Leser kann man Alec über eine lange Zeit begleiten. Von seiner schweren Misshandlung, über den Verarbeitungsprozess bis hin zur neuen Liebe und dem Zurückfinden in den Alltag, aber immer im Hinterkopf, dass dieses Erlebnis immer da sein wird. Von den meisten Geschichten mit einem solchen Hintergrund ist man es ja eher gewohnt, dass wenig auf diese dramatischen Erlebnisse eingegangen wird und man relativ schnell zur Normalität zurückkehrt und schlussendlich zum Happy-End findet. Wie wichtig war es Dir, dass der Leser all diese Prozesse miterlebt?

Extrem wichtig! Es wird immer wieder vergessen, dass solche Erlebnisse tiefe Traumata hinterlassen, die eben nicht mit ein paar Küssen und Streicheleinheiten erledigt sind. Körperliche Schäden sieht jeder und man weiß, dass Wunden Zeit zum heilen brauchen und Narben bleiben können. Das ist innerlich nicht anders.
Man kann NICHT vergessen. Nie! Man verdrängt und lernt eventuell damit zu leben und umzugehen, aber natürlich wirkt sich das immer auf das weitere Leben aus.
Alec ist ein Kämpfer, sonst hätte er den Weg zurück nicht geschafft, aber nicht jeder hat so eine innere Stärke.
Ich ärgere mich sehr oft über Romanfiguren, die vergewaltigt und gefoltert werden und scheinbar achselzuckend danach ein glückliches neues Leben beginnen. Da ich mich sehr intensiv mit dem Thema und gerade der psychologischen Seite auseinandergesetzt habe, ist das völlig unrealistisch, egal wie verklärt man das schreiben möchte. Genau diese Art von Denken trägt zur Verharmlosung von Gewaltverbrechen und ganz besonders Vergewaltigungen bei.

Welche Szene hat Dir am meisten Kopfzerbrechen bereitet?

Eigentlich keine Szene, eher die Abfolge der Erlebnisse in der Lagerhalle. Die wechselnde Perspektive war dort zeitlich schwer einzuhalten, also habe ich ein wenig hin und her geschoben und experimentiert bis es passte. Emotional waren Alecs Szenen natürlich am schwersten zu schreiben, aber viel darüber nachdenken musste ich nie.

‚Bodycaught‘ hat sehr viele positive Reaktionen ausgelöst. Ich war auch total begeistert, aber gab es auch negative Reaktionen?

Keine Story kann jedem gefallen und ich denke, es gibt auch Leser, denen es eventuell weniger nicht zugesagt hat. Die Resonanz war überwältigend positiv und ich bin von sehr vielen angeschrieben worden, die ähnliches erlebt und durchgemacht haben. Das war wohl das schönste Geschenk.
Ansonsten wurde in einer Leserunde einmal bemängelt, dass es keine Coming-Out-Story in dem Sinne wäre und dass Mike zu oft betonen würde, er wäre hetero. Für mich passt das aber zu seinem Charakter, alles andere wäre nicht Mike, der von heute auf morgen akzeptiert, dass er nicht so hetero ist, wie er bisher gedacht hat.
Andere Erwartungen können natürlich zu Enttäuschungen führen, dagegen ist man nicht gefeit. Ich kenne auch eine Leserin, die die Story zunächst abbrach, weil sie ihr viel zu nahe ging und sie erst ein Jahr später lesen konnte.

Mit Tom und Ricky und George und Phil hast Du sehr unterschiedliche, aber vor allem auch liebenswürdige Nebenfiguren geschaffen. Ich finde ja alle vier ganz toll. Gibt es aber einen klaren Favoriten bei Deinen Fans?

Klare Favoriten? Ich weiß nicht genau, wie es bei den Lesern ist, aber ich denke, Ricky und Tom haben alleine schon durch ihre eigenen Kurzgeschichte „Pink“ einen kleinen Vorsprung bekommen. Allerdings wurden zu ihnen allen Fortsetzungen und mehr Storys gewünscht 🙂

Tom und Ricky haben mit ‚Pink‘ eine eigene kleine Geschichte bekommen, hast Du auch noch was für die beiden ‚Elefanten‘ George und Phil geplant?

Man weiß nie, was die Muse so vorhat. Vielleicht wird es zu den beiden noch mal eine kleine Story geben. Sie sind schon faszinierend.

Man will es ja fast gar nicht aussprechen, aber Adrian ist sehr wichtig für die Geschichte und neben Mike und Alec eine der Hauptpersonen. Welcher der drei war für Dich am schwersten zu fassen und hat Dich den ein oder anderen Nerv gekostet?

Sich in Adrians Denkweise einzufinden ging mir natürlich ziemlich an die Nieren. Allerdings muss man sein Denken verstehen, um zu begreifen, warum er so handelt. Ich mag es nicht schwarz und weiß und gerade Adrian zeigt deutlich, dass es viele Schattierungen gibt, man muss nur drauf achten.

Was mich sehr berührt hat, ist Deine Darstellung am Ende, als klar wird, dass auch Mike sehr unter Alec’s Vergangenheit leidet und an dessen Misshandlung schwer zu knabbern hat, während aus Alec eine starke Persönlichkeit geworden ist. Du hast praktisch einmal die Rollen der beiden getauscht. Für mich steht da ganz klar eine deutliche Botschaft dahinter. War es Dir wichtig, dass der Leser ein Happy-End bekommt und dennoch nicht die Geschehnisse aus den Augen verliert?

Wie oben schon beschrieben: Solche Erlebnisse ziehen immer ein Trauma nach sich, und auch wenn Mike ein extrem starker Mann ist, beeinflussen ihn die erlebte Gewalt und die Hilflosigkeit sehr. Eine Situation, die sich komplett seiner Kontrolle entzieht und in der er denjenigen, den er liebt, nicht direkt schützen kann. Selbstverständlich wirkt so etwas nach. Mike ist keine Maschine und verarbeitet ebenso wie Alec und jeder andere Mensch. Stärke bedeutet auch, Schwäche zugeben zu können und das gab es in seiner Erziehung nicht. Umso traumatischer war die Situation für ihn und daher wäre es völlig unrealistisch, wenn er ohne irgendwelche Folgen einfach weitermachen würde. Auch das wird in vielen Romanen und Filmen einfach nicht thematisiert.
Die beiden tauschen weniger die Rollen als sie am Ende einfach zwei Männer sind, die Schreckliches erlebt haben, die zu gleichen Teilen stark und schwach sind und sich vor allem absolut lieben, wie sie sind. Nur bei Alex kann Mike diese Schwäche zeigen und nur mit Mike konnte Alec so stark werden. Happy End ist für mich genau das.

Werden wir noch mal etwas von Mike und Alec lesen oder ist die Geschichte für Dich komplett beendet?

Mikes und Alecs Story ist erzählt. Sie werden gewiss noch mal in der einen oder anderen Story auftauchen, aber ansonsten dürfen sie in Ruhe weiterleben. Allerdings plane ich noch eine Story, die aus Bodycaught hervorgehen wird und in der die Nebencharaktere eine Hauptrolle spielen werden.

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Herzlich willkommen auf meinem Blog. Ich freue mich, neben bekannten, auch ein paar neue Gesichter begrüßen zu dürfen. Wie seid ihr auf «Bodycaught» aufmerksam geworden und was hat Euch daran gereizt?

Dana: Nachdem ich bereits einige Bücher von Chris gelesen hatte, war ich total neugierig auf ihr nächstes Werk. Außerdem hat mich der Klappentext auch sehr angesprochen. Das Buch wirkte schon auf den ersten Blick nicht besonders gewöhnlich und es verlangt dem Leser ja auch Einiges ab. Die Mischung aus Homoerotik, Gewalt, Schicksalsschlägen hat mich neugierig gemacht und es lohnt sich aber auf jeden Fall so mutig zu sein und sich an die Geschichte zu wagen.
Kirsten: Nachdem ich Irgendwie Top und Lion`s Roar gelesen hatte, war ich neugierig auf die anderen Bücher von Chris und da dieses mit am besten Bewertet wurde, habe ich zugegriffen.
Claudia: Ich habe «Bruderschaft der Küste» gelesen und fand das nicht so toll und habe bei Chris mal so geschaut, was man da noch so lesen kann. Mir gefiel der Plot.
Jasmin: Ich hab einige Buchvorschläge von einer Freundin bekommen, darunter war auch Bodycaught. Als erstes Buch von Chris hab ich dann aber „Die Sache mit Jo und Mo“ gelesen, weil ich erst einmal reinschnuppern wollte in den Schreibstil und alles. Das Cover von Bodycaught hat mich aber von Anfang an angesprochen und dann hab ich damit als nächstes begonnen.
Alegra: Ich bin durch das tolle Cover auf „Bodycaught“ aufmerksam geworden. Es hat mich neugierig gemacht und nach dem Lesen des Klappentextes war ich noch gespannter auf die Story. Gereizt hat mich zu erfahren, wie die Beziehung zwischen Alec und Adrian abläuft und wie Alec sich darauf befreien kann, wenn überhaupt.
Daniel: Zuerst habe ich von Chris ‚Pegasuscitar‘ gelesen und war begeistert. Natürlich wollte ich danach mehr und fragte sie auch gleich. Sie gab mir den Link zu FF und da stand dann auch ‚Bodycaught‘ dabei. Habe es mir sofort geschnappt und gelesen. Mittlerweile das alte und das neue ‚Bodycaught‘.
Rigor: Herzlichen Dank für deine Einladung, Mensch hast du es schön hier. *bewundernd umguckt* Nettes Banner 😉 Ich kam zu ‚Bodycaught‘ durch Bookrix, da hat es Chris damals kapitelweise in der Entstehungsphase reingesetzt und ich war sofort gefangen. Es war was anderes. Crime trifft Romanze und das sehr einfühlsam und actionreich umgesetzt.

«Bodycaught» ist keine leichte Kost. Alec’s Misshandlungen und die ständige Bedrohung durch Adrian haben während dem Lesen stark an meinen Nerven gezehrt und mich emotional auch sehr mitgenommen. Wie habt ihr das Lesen dieses Buches erlebt?

Dana: Für mich war das Buch ebenfalls sehr intensiv. Durch den anschaulichen Schreibstil leidet und fühlt man sehr mit Alec. Man hat das Bedürfnis ihn zu beschützen, ihm mal über den Kopf zu streicheln und zu zeigen, dass es mit der Zeit besser werden würd. Zum Glück hatte er dann ja Mike. Die Geschichte ging mir schon auch an die Nieren. Man setzt sich während des Lesens mit vielen schwierigen Themen auseinander, die einen auch nach dem Buch noch begleiten. Und doch gibt es immer wieder auch Lichtblicke, die Mut machen und Hoffnung geben. Die Mischung ist wirklich gelungen, so entsteht keine dauerhaft depressive Stimmung, jedoch werden auch die schweren Schläge und der Missbrauch nicht schöngeredet oder abgetan. So ein Erlebnis prägt und formt einen Menschen, das wird im Buch thematisiert und das ist auch richtig so. Alec kämpft sich zurück, ihm fällt nichts zu. Harter Stoff, aber auch total interessant das mit zu verfolgen.
Kirsten: Eine absolute Achterbahn der Gefühle. Man liest und sieht sich manchmal so hilflos daneben stehen, möchte Alex und Mike nur in den Arm nehmen und ihnen etwas von der Last nehmen.
Claudia: Ich fand die Geschichte schon, für mich ziemlich grenzwertig. Teilweise habe ich erst geschaut, wie der Teil endet, weil ich Angst hatte das Alec stirbt. Und das hätte ich unerträglich gefunden.
Jasmin: Ich muss sagen, ich wusste vorher nicht, um was es in Bodycaught geht oder was in dem Buch alles passiert. Es war schon recht emotional und wirklich nervenaufreibend das Buch zu lesen. Ich muss auch zugeben, dass ab und an ein paar Tränen geflossen sind, weil es mich einfach mitgenommen hat, aber man hat ja auch immer wieder lustige Szenen und genug Abwechslung in dem Buch.
Alegra: Das Lesen des Buches war ein Wechselbad der Gefühle. Auch nach Alecs Befreiung lauerte Adrian immer noch irgendwo im Hintergrund und ich habe nur darauf gewartet, wann er wieder zuschlagen wird. Gerade die ruhigen Szenen, in denen alles normal zu laufen schien, zerrten da an meinen Nerven.
Daniel: Oh da frag mal Chris. Ich habe ihr nach jedem Kapitel das ich gelesen habe geschrieben. Oft habe ich einfach nur da gesessen und geheult wie ein Schlosshund. Ich weiß, dass ich jede Emotion bei diesem Buch hatte. Geweint, geflucht, geschrien. Das alles zusammen. Ich werde deswegen wohl auch immer Chris Softie sein.
Rigor: Als schwere Kost habe ich das Buch persönlich nicht gesehen, dafür lese ich wohl zu viel im Horror und Pyshothriller Bereich. Für mich gehörte jede Misshandlung, jeder Schmerz, jede seelische und körperliche Folter dazu, ohne die das Buch an Lesegenuss verloren hätte. Ich war mittendrin statt nur dabei und das hat mich sehr fasziniert. Auch war es lange in meinen Gedanken, aber ich kann nicht sagen, dass ich schwer dran zu verdauen hatte.

Chris P. Rolls hat sich mit «Bodycaught» an ein sehr heikles Thema gewagt, sexuelle Gewalt, das erst kürzlich heiß diskutiert wurde, u.a. auch von mir. Habt ihr schon häufiger Bücher mit dieser Thematik gelesen und wenn ja, welche Variante ist Euch lieber? Die sehr ausführliche von Chris oder eher die kürzere, die das Ereignis schnell abhandelt und zum Alltag übergeht?

Dana: Ab und an begegnet einem sexueller Missbrauch und Gewalt schon in Büchern, besonders auch im Gay-Genre. Das ich regelmäßig solche Bücher lese, kann ich so nicht sagen, aber es kommt vor. Ich finde es eigentlich besser, wenn es doch etwas ausführlicher behandelt wird, wobei es eben auch darauf ankommt, wie es in die Geschichte passt, was im Vordergrund steht und was eben noch so passiert. Mich nervt es nur, wenn so getan wird, als wäre nach einer Woche alle wieder gut, vergeben und vergessen und man kann ganz normal zum Alltag übergehen… Denn ich möchte mal ein Opfer von sexuellem Missbrauch kennen lernen, dem es so geht. Man geht danach nicht einfach zur Tagesordnung über. Sowas beschäftigt einen, man denkt immer wieder daran, man kann sich dann auch nicht sofort wieder ganz frei und ungezwungen auf Liebe und Sex einlassen. Für mich ist in solchen Fällen wichtig, dass die Charaktere möglichst nachvollziehbar und authentisch handeln. Ob das Thema dabei nun sehr ausführlich besprochen wird oder eher angerissen, ist mir gar nicht ganz so wichtig, solange es eben nicht unter den Tisch gekehrt wird. Bei Alec ist der Missbrauch sehr intensiv Thema, da es ja auch um ihn und Mike geht. Wenn es nicht grad um einen der Protagonisten gehen würde, wäre es auch okay, wenn es nicht so intensiv durchlebt wird, ABER ein sehr schnelles übergehen zur Tagesordnung geht irgendwie nicht. Sie müssen ja nicht vor oder für den Leser ewig lange leiden, es reicht ja auch das in einem Nebensatz hier und da mit aufzugreifen, aber ruck zuck vergessen kann so was eben keiner…
Kirsten: Gelesen in der Art wie Chris es geschrieben hat nicht, eher aus dem BDSM Bereich, aber dort ist es ja einvernehmlich. Ich muss ehrlich sagen, dass mir Chris Schreibweise eh gefällt und ich es begrüßt habe, dass sie manchmal so ins Detail gegangen ist. So konnte man es sich besser vorstellen. Klingt makaber, ist aber so.
Claudia: Ja ich hatte schon mal ein Buch mit sexueller Gewalt gelesen, aber die Intensität dieser Geschichte schlägt alles. Ein bisschen weniger Dramatik wäre mir lieber gewesen.
Jasmin: Bodycaught ist für mich das erste Buch mit solch einer Thematik und ich hab mit so was auch keine Probleme. Ich mag auch in Büchern die ausführlichen Varianten, denn ich als Leser möchte mir auch eine Vorstellung von allem machen können, mich in das Buch hineinversetzen. Büchern in denen solche Thematik kurz abgetan wird, sind für mich persönlich nicht ansprechend, denn meiner Meinung nach kann man es dann auch gleich weglassen. Ich möchte als Leser etwas davon haben, wenn ich ein Buch mit solcher Thematik lesen und wenn andere Leser mit so was Probleme haben, was es durchaus gibt, hat man immer noch die Möglichkeit solche Bücher zu meiden und nicht zu lesen.
Alegra: Die Variante von Chris ist mir wesentlich lieber, wobei sie ein Talent hat, die richtigen Worte zu finden. Ich beschäftige mich ebenfalls mit dem Thema, da ich auch Autorin bin. Es ist schwer manche Dinge in Worte zu fassen und genau das gelingt Chris wahnsinnig gut. Ich habe schon andere Werke zu dieser Thematik gelesen. Besonders möchte ich hier die Triologie „Entführt“ hervorheben, die mich noch sehr lange Zeit nach dem Lesen beschäftigt hat.
Daniel: Außer Bodycaught habe ich solche Bücher noch nicht gelesen, doch Chris hat es super gemacht. Mir gefiel es, dass sie das Thema ausführlich behandelt hat, und zur gleichen Zeit aber vieles für die Fantasie offen gelassen hat.
Rigor: Ich habe schon einige Bücher gelesen, wo gerade das Thema behandelt wird. Es gehört zum realen Leben nun mal dazu, man liest und hört es ja schließlich nicht nur in Büchern und Filmen. Welche Variante mir lieber ist? Entschuldige ich erhebe Einspruch. Entweder geht es in einem Buch um sexuelle Misshandlung oder eben nicht. Nicht beschreiben heißt nicht, dass es nicht da ist, doch nicht beschreiben, heißt auch nicht den Leser das nahezubringen was der Protagonist fühlt. Bis zu einem gewissen Punkt gehört das dazu, eben genau ins Detail zu gehen, damit der Leser nachvollziehen kann, was in dem Hauptcharakter vorgeht. Wenn ich gar nichts beschreibe, somit nicht auf den Missbrauch eingehe, hat es nichts mit dem Thema zu tun, dann war es eine Randerscheinung, mit der die meisten Autoren eher auf einen Zug aufspringen wollten, als sich wirklich damit zu beschäftigen. Das Thema ist heikel und sollte nicht leichtfertig verarbeitet werden. Denn auch wenn man es als Autor vielleicht nicht vor hat, könnte man wahren betroffenen schnell mal auf die Füße treten, wenn man gewisse Umstände verschönt und zu lieblich schreibt.

Habt ihr eine Lieblingsszene?

Dana: Darf ich da jetzt spoilern?! Eine der intensivsten Szenen für mich war die kurz vor Schluss, als Alec sich den Oberarm aufschneidet, um Adrian zu entgehen. All seine Verzweiflung und sein Schmerz lag darin, dann der Blick zu Mike, der in seiner Hilflosigkeit fast durchdreht. Das ging mir so krass unter die Haut. Sehr bewegend war auf jeden Fall auch, wie Mike Alec in der Dusche beruhigt hat, nachdem Adrian das zweite Mal da war.
Kirsten: Oh ja *schnüff* als beide sich im Badezimmer hilflos gegenüber stehen und sich endlich gestehen, was sie füreinander empfinden. Hach, da lief mein Kopfkino auf Hochtouren, als beide mit heruntergelassenen Hosen da stehen, nicht wissen was sie tun sollen. Aber es gibt noch eine Szene in der mir Chris eine sehr sehr große Freude bereitet hat und zwar zum Schluss, als Alex Mike ins Badezimmer ruft, er Kerzen angezündet hatte und Musik im Hintergrund lief. *Freelove* von *Depeche Mode*. Da liefen bei mir die Tränen in Strömen. So schön. Ich bin ein riesen Fan der Gruppe und damit hatte mich Chris ein für allemal als Fan gewonnen.
Claudia: Als Alec das 1. Mal für Mike kocht und einen Kuchen backt, in der ersten Wohnung vom Zeugenschutzprogramm. Und die Grillparty von Mikes Polizeifreund, wo Mike sich bewusst wird, dass er Alec mag.
Jasmin: Lieblingsszene? Oh da gibt es ziemlich viele, aber ich mag glaub ich die Szene in der Klinik am liebsten, wo Mike bei Alec sitzt und versucht an ihn heran zu kommen, die ganzen Worte und die Verzweiflung und das Alec dann irgendwann auf Mike endlich reagiert, das war einfach eine toll. Ich hab wirklich mitgelitten.
Alegra: Eine Lieblingsszene? Oh, das ist schwierig. Es gab da einige Stellen. Besonders berührend fand ich das erste Zusammentreffen von Mike und Alec. Genau da, als Mikes Beschützerinstinkt erwacht ist. Aber das Buch wimmelt ja quasi von tollen Szenen.
Daniel: Die Duschszene als Adrian ein zweites Mal Alec vergewaltigt hat. Ich muss es so schreiben. Als Mike ins Badezimmer kam. Die zweite ist: Ihr erstes Mal als Mike Alec sagte das er dies noch nie getan hätte und er ihm helfen müsse oder so. Na ja, eigentlich habe ich noch mehr Szenen aber das würde zu lang werden.
Rigor: Oh ja, vor allem da ich schon oft genug gesagt habe, dass diese Szene mehr ausgebaut gehört. Die Szene im Lagerhaus. Alecs Selbstbefreiung, hätte noch mehr für mich haben können, ebenso das Gegenüberstehen von Maik und Adrian, ich bin dramatisch, was blutige Szenen angeht, davon kann es nie genug geben, und nicht intensiv genug beschrieben sein.               Carmen: Also, das einzige, das ich in dieser Richtung gelesen habe, war: Entführt – Die Geschichte einer Abrichtung Teil 1-3 von Uli Bendrick…..das war aber um einiges heftiger und auch ein wenig anders in der Ausgangssituation. Dort wollte einfach (auch) ein vor Geld strotzender geiler, alterer Bock mit Sammelleidenschaft für etwas aussergewöhnliche Sammelobjekte, den schönen Medizinstudenten Rayk Rivkin für seine Gelüste abgerichtet haben. Bei Chris aber war es ein …ich sagte es glaub ich schon…zutiefst traumatisierter Adrian einen Ersatz- Nils, der sein von ihm nicht nur brüderlich geliebten Bruder war und ihm in jungen Jahren vom Elternteil entrissen worden war. Seitdem hat er wohl immer nach einem Ersatz gesucht, den er beschützen kann und nicht mehr gehen lassen wollte. Zuerst ganz zärtlich Alec zugetan, später mit Verlustängsten, die auch berechtigt waren…dass diese aber durch sein etwas eigenartige Ansicht selbst verschuldet war, kam ihm nicht in sein krankes Hirn. Hätte er Alec losgelassen, wäre der sicher mit ihm zusammen geblieben. Ich muss hier aufhören, es könnte ewig mit Vermutungen und eigenen Ansichten dazu weitergehen, aber ich bin kein Psychologe und kann das ganze womöglich auch ganz falsch verstehen.In jeden Fall ein Buch über das man ewig und immer wieder neu drüber nachdenken kann. SUPER, sag ich!                                                                                                                                Nee, das war schon sehr gute Arbeit von Chris….von meiner Sicht, optimal !
So ein schwieriges Thema kann man , meiner Meinung auch nicht mal eben so zwischendurch abhandeln. Das hat sie nicht, und dafür bin sicher nicht nur ich dankbar!                                Carmen: Du meine Güte, da gab es einige, das ganze Buch ist eigentlich eine Lieblingsszene. *g* Aber wenn Du mich so fragst….ich denke das war die Elefantenhochzeit. Als Mike sich seinen Alec schnappte und ganz eng mit ihm tanzte und so allen Anwesenden zeigte: ….ja, seht alle her, Alec und ich sind ein Paar! Wir gehören zusammen und ich bin dann dem entsprechend auch schwul!

Welcher Charakter hat Euch am besten gefallen bzw. am meisten berührt?

Dana: Schon irgendwie Alec. Man bekommt seine Entwicklung sehr intensiv mit, seine Tiefpunkte und wie er sich dann sehr mühsam mit der Hilfe von Tom und Mika wieder zurückkämpft. Er ist einfach ein Charakter, dessen Geschichte einem unter die Haut geht.
Kirsten: Och Ramona, ich will mich nicht entscheiden müssen, lol. Ich finde beide, Alec sowie auch Mike, wunderbar. Alec bewundere ich für seine enorme Stärke, die er beweist und sich ein Leben erkämpft das er verdient hat. Na und Mike ist der große Kerl, der sich nach langem hin und her seinen Gefühlen stellt und Alec so liebt, wie er es verdient hat. Er ist einfach zum hinschmelzen. Wie er mit sich kämpft und dann doch mit dem Kopf durch die Wand alle vor vollendete Tatsachen stellt, dass er Alec liebt und für ihn bzw. mit ihm kämpft bis zum fast bitteren Ende.
Claudia: Alec, weil er die Hauptfigur war und sich in sein Leben zurück kämpft. Auch durch die Liebe zu Mike, die sich immer mehr steigert in der Geschichte bis zum Ende. Mike, wie er sich im Laufe der Geschichte gewandelt hat und sich schließlich auf Alec eingelassen hat. Und dass er nie aufgegeben und das Komplott aufgedeckt hat. Ich fand sie beide gleich gut.
Jasmin: Alec ist schon zu meinem Lieblingscharakter geworden. Ich fand es immer beeindruckend wie er immer gegen die Ängste ankämpft und diese Kraft aufbringt, sein Leben wieder in den Griff zu bekommen, aber Mike ist natürlich auf seine Art und Weise auch toll.
Alegra: Natürlich hat Alec mich am meisten berührt. Er ist so unbedarft in die Situation hineingestolpert, hat Eltern, die nicht hinter ihm stehen und fällt dann gleich bei seinem ersten Besuch in einem Gaylokal auf so einen fiesen Kerl wie Adrian rein, wobei der erst einmal nett rüber kam. Ich konnte mich richtig in Alec hineinversetzen. Er wollte nur geliebt werden und hat die ersten Anzeichen nicht richtig gedeutet, was ihn in diese schreckliche Lage brachte. Mit Hilfe von Mike rappelte er sich dann endlich wieder auf, begann ein neues Leben, nur um noch einmal herausgerissen zu werden. Das muss für ihn ganz furchtbar gewesen sein und es ist ein Wunder, dass er sich so gut erholt hat.
Daniel: Ich mochte Mike von Anfang an. Ich finde er hat eine krasse Wandlung durchlebt. Aber auch Alec hat so einiges durchlebt. Wählen kann ich nicht, würde aber sagen: Mike, Alec, Tom.
Rigor: Gemein. Meine dunkle Seite sagt Adrian, er hat etwas, ohne ihn wäre die Geschichte nett, aber nicht genial. Sonst eindeutig Maik, der sich hier als gestandenen Mann zeigt, der lernen muss zu leben und sich zu öffnen, doch vor allem zu akzeptieren.                                                                 Carmen: Eigentlich eine gemeine Frage, denn ich liebe beide Hauptfiguren gleichermaßen.
Alec gewinnt durch Mike wieder…oder eigentlich das erste Mal in seinem Leben… Mehr Vertrauen zu sich selbst und in seine Fähigkeit wieder normal am Leben teilzu haben/nehmen. Und noch dazu ist er ein unheimlich verbissener Kämpfer…das ist gut…und beeindruckt ja auch Mike. Tja und Mike…er kennt ziemlich schnell Alec‘s Schwächen und liebenswerten Eigenheiten….auch als sie noch nicht zusammen waren. Eine davon ist, dass Alec, wenn er nervös und unsicher ist, immer seine Finger knetet…daran erkennt Mike immer, wenn was nicht stimmt und versucht vorsichtig den Grund rauszufinden. Er hat so eine gute Beherrschung….Wahnsinn
Was mir natürlich auch am meisten gefallen hat… seine stetig anwachsende, von Anfang an da gewesene Faszination über Alec’s Aussehen….wie er dessen schöne Augen immer beschreibt….und den Blick, der ihn aus diesen trifft und ihn quasi lahmlegt. Ihn alles machen lässt, nur damit es Alec gut geht!

Neben Alec und Mike gibt es noch ganz viele andere, u.a. auch sehr bunte, Nebenfiguren. Welche davon haben Euch am besten gefallen?

Dana: Mein Favorit bei den Nebenfiguren ist Tom. Er hat sich unglaublich weiterentwickelt im Verlauf des Buches und viele sehr positive Seiten von sich gezeigt.
Wobei auch die beiden Giganten und ihre Elefantenhochzeit sehr interessant sind. 😉
Kirsten: Hihi, ganz ehrlich?? Ricky und Tom, die zwei sind der Hammer. Herrlich, ich hab selten so gelacht, vor allem bei Ricky, der ja nun wirklich sehr schrill ist. Aber auch Georg und Phily sind so ein Paar für sich. Beide voll die Muskelberge aber mit einem Herzen aus Gold.
Claudia: Mir gefiel Tom gut und dann Georg und Phil.
Jasmin: Auf jeden Fall Ricky und Phily. Ricky, weil er einfach ein typischer schwuler Paradiesvogel ist, der mir auch immer wieder leid tat in dem Buch und Phily, ich glaub da braucht man nicht viel zu sagen. Die Beschreibung seiner Person hat mich schon immer zum Lachen gebracht.
Alegra: Ich fand einige der Nebenfiguren toll und alle waren ganz eigen gezeichnet. Phily, das Riesenbaby und Blumenverkäufer fand ich toll, weil er so einfühlsam und liebevoll war. Seine Figur ist so widersprüchlich, aber ich hätte ihn gerne als Freund. Tom sollte natürlich auch erwähnt werden, denn er spielt eine große Rolle und hat eine prima Entwicklung durchgemacht.
Daniel: Eindeutig Tom. Unser kleiner Macho. Nach außen hin ein harter Kerl doch innerlich leicht zu erschüttern.
Rigor: Rick und Tom, sie haben was zu erzählen, haben eine Rolle im Buch, die nicht zu verachten ist, auch wenn einer der zwei mich ab und an doch nervt .. okay beide, aber sie sind jung, sie werden in meiner Gunst noch steigen 😉                                                                                         Carmen: Bunt ist das Stichwort…als da wäre….Ricky! Genau Ricky ist ja so ein Paradiesvogel…*lach* Aber…bei allem divenhaften Getue, das er bisweilen an den Tag legt….Tom kann sich jederzeit auf ihn verlassen. Und das sollte doch am meisten zählen. Bis auf das eine Mal….na, das hat er dann ja auch bitter bereut! Tom hat mir anfangs auch sehr leid getan, nachdem ich erfahren habe, wie es ihm erging und weswegen er auf die schiefe Bahn geriet.
Ich denke, es war ein guter Tag auch für Tom, dass er Alec an dessen ersten Tag in die Uni begleitet hat. Sozusagen hat er unbewusst die Weichen für sein zukünftiges Leben gestellt. Gefallen?! Schon wieder so eine gemeine Frage. *lach*
Nee echt jetzt….also Georg und sein ‚Baby‘ mit den babyblauen Augen…..der übrigens Alex Rotkamp’s Blumenbinder des Vertrauens ist….wie ich aus Lion’s Roar erfahren habe.
Dann der Machohafte aber insgeheime auch zu tiefst unsichere Tom….was sich durch Ricky dann auch zum Besseren wendet. Dann klar, Ricky….aber über den hab ich schon in der Frage vorher geplappert….und mag ihn immer noch. Ricky’s Schwester, deren Namen ich als einzige leider vergessen hab, „sorry Kleine“. Und der Laden in den sie zusammen alternativ zur Mensa gingen war sicher Arne’s Bagel –Laden, ne?! 😉 Haaalt….Alec’s Bruder in Südamerika…..den fand ich auch klasse, auch wenn er nur am Rande erwähnt war.

Nachdem ich «Bodycaught» beendet hatte, war ich erst mal ein paar Tage ziemlich fertig und hab mir viele Gedanken zu dem Buch gemacht. Wie waren Eure «After Bodycaught Tage»?

Dana: Bei mir hat das Buch auch noch ziemlich nachgewirkt. Das muss man irgendwie erst mal ruhen lassen und verarbeiten. Die Geschichte wühlt ziemlich auf, berührt, schockiert und bewegt. Ich schätze, die meisten Leser können danach nicht gleich wieder an Sommer und Sonnenschein denken.
Kirsten: Komisch…man ist total aufgewühlt, geht alle Ereignisse noch einmal in Gedanken durch und fragt sich, wie man selber mit solch einer Situation umgegangen wäre. Ich schrieb ja schon, dass ich Alec so bewundere für seine Stärke die er besitzt, auch wenn es ihm oft nicht in den Sinn kam. Man leidet wirklich in diesem Buch mit allen Charakteren. Aber ich bereue keine einzige Minute die ich mit diesem Buch verbracht habe. Im Gegenteil….man lernt daraus das nicht alles Gold ist was glänzt und wie schnell man auf jemanden herein fallen kann, der einen erst mit schönen Worten lockt und sich dann in einen liebeskranken Psychopathen verwandelt.
Claudia: Ich brauchte ein wenig länger, um die Geschichte zu verdauen. Ich habe dann noch so einige Teile gelesen, die einen positiven Eindruck vermittelten. Ich hatte die Geschichte im Internet gelesen.
Jasmin: Ich hab mit meiner besten Freundin über das Buch gesprochen, die das Buch auch liest und vieles einfach nochmal Revue passieren lassen. Vor allem hab ich mir auch einfach Gedanken dazu gemacht, wie es mit den Charakteren weiter geht nach Buchende. Ich hätte noch endlos weiter lesen können, über diese Charaktere.
Ich mag die Bücher von Chris einfach und ich hab bisher jedes einzelne Verschlungen, der Schreibstil ist einfach flüssig und man mag nicht aufhören mit lesen, ich liebe die Bücher und jedes einzelne ist etwas Besonderes.
Alegra: „Bodycaught“ blieb auch mir eine ganze Weile im Gedächtnis. Diese Bücher, über die man noch nach dem Lesen nachdenkt, finde ich am besten. Bisher ist es mir bei wenigen Werken so gegangen, aber dieses Werk war eins davon. Außerdem habe ich die Protagonisten so lieb gewonnen, dass ich sie tatsächlich vermisste. Dieses Buch war auch der Grund, warum ich mit der Autorin Kontakt aufnahm.
Daniel: Schrecklich. Ich wollte mehr. Habe mir das Ganze durch den Kopf gehen lassen. Mir vorgestellt, wie ich reagieren würde, wenn mir so was passiert wäre. Ich war aber auch traurig, weil ich mich von den beiden verabschieden musste. Das Buch ist mir echt ans Herz gewachsen. Daher wird es immer meine Top 1 sein.
Rigor: Da ich es in Etappen gelesen habe, war es nicht so, wie für Leser des kompletten Buches. Ich habe es recht nüchtern gesehen und mit einem Lächeln auf dem Gesicht. Man sollte verstehen, dass es in Etappen einfach ganz anders wirkt und man Zeit hat nachzudenken, bis es weiter geht. Man ist bei der Entstehung dabei und genießt jede unvorhersehbare Handlung der Autorin. Ich mag das Buch nach wie vor, es ist auf meiner Rangliste von Chris P. Rolls Büchern eindeutig auf der Nummer 1 und das wohlverdient. Denn es handelt sich um eine interessante Mischung zwischen Romanze und Crime. Ich lese es immer wieder gerne und freue mich jetzt schon auf mehr, in der Richtung.                                                                                                    Carmen: Ja…allerdings. Ich war sowas von geflasht….im Guten, wie im….na eher nachdenklichen.
Und…glaubt’s oder nicht: ich habe sogar Adrian ein paar dicke Tränen nachgeweint….der Mann war zutiefst traumatisiert. Manche Menschen sollten einfach keine Kinder kriegen! Oder eine Art Führerschein machen müssen! So….ich habe fertig!
P.S.: Würde gerne wissen, was sie alle gerade so machen! *Hinweis….lieb zu Chris guck*

Letzte Worte an Chris:

Kirsten: An meine liebe Chris… ach Mausi was soll ich dir denn noch schreiben?? Du bist und du bleibst immer meine Nummer eins und ich freue mich so sehr dich mittlerweile kennen gelernt zu haben und wir immer sehr viel Spaß haben wenn wir schreiben. Ich drück dich Ach jaaa und wir warten alle sehnsüchtig auf neues Happa von dir.
Daniel: Du hast es oft von mir gehört, doch muss ich es nochmal los werden. Ich danke dir für deine Bücher. Aber vor allem danke ich dir für ‚Bodycaught‘. Es wird immer meine Nummer 1 sein. Mach weiter so und fühle dich ganz feste gedrückt von mir. Und vergiss nicht das es ja immer 2 Bücher geben soll/muss.

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Ein ganz großes Dankeschön an Chris, die sich nochmal zu einem Special bereit erklärt hat und natürlich ihren Fans, die sich für ein Interview zur Verfügung gestellt haben.

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Dieses Mal wird es drei Gewinne geben. Chris hat eine wunderschöne Tasse mit „Bodycaught“ – Coveraufdruck gespendet und von mir gibt es jeweils ein Lesezeichen, passend zum Thema (1x Magnet -Lesezeichen „Gedanken sind der Anfang von Taten“ und 1x „Liebe“ Lesezeichen mit Gummibund und Metallblättchen)

GewinnspielBC

Gewinnspielbedingungen:

  • Beantworte die o.g. Frage, entweder hier oder auf Facebook *klick*
  • Das Gewinnspiel geht bis zum 30.06.2014 um 23.59 Uhr. Die Gewinner werden dann am Folgetag bekannt gegeben und verständigt.
  • Die Teilnehmer müssen mindestens 18 Jahre alt sein, Teilnehmer unter 18 Jahren benötigen das Einverständnis eines Erziehungsberechtigten.
  • Die übermittelten persönlichen Daten werden ausschließlich für die Verlosung bzw. die Zusendung des Gewinns verwendet. Es werden keinerlei Daten an Dritte weitergegeben.
  • Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

4 Gedanken zu “Gay Friday #18 – Special zu Chris P. Rolls „Bodycaught“. Interview + Gewinnspiel

  1. j125 schreibt:

    Hallo 🙂

    Bodycaught ist mir auch schon öfter begegnet, aber ich hatte irgendwie nie diese… heftige Thematik im Kopf. Vielleicht hab ich einfach nie den Klappentext gelesen?!
    Es klingt auf jeden Fall spannend und dramatisch.

    Ich finde es sehr schön, wie die Autorin erklärt, dass solche Erfahrungen niemals vergessen werden, dass immer Narben bleiben und vor allem, dass solche Erlebnisse einen Menschen prägen. Hoffentlich sind alle diese Aspekte tatsächlich in dem Buch umgesetzt 😉

    „Stärke bedeutet auch, Schwäche zugeben zu können und das gab es in seiner Erziehung nicht.“
    Ein sehr wichtiger Satz, den sich viel viel mehr Leute zu Herzen nehmen sollten.

    Das Interview hat mir sehr gefallen, ich hatte Anfangs Sorge, es könnte ein wenig… zu viel werden, weil ja erst kürzlich schon ein Interview mit Chris war, aber die Sorge hat sich nicht bestätigt.

    Die Fan-Interviews finde ich eine tolle Idee, aber mir persönlich sind sie meistens zu lang. Speziell in diesem, da sich viele Antworten doch decken. Aber na ja, ist Geschmackssache, ich hab einfach ein paar Fragen ausgelassen. 😉

    Ich glaube Glücklichsein funktioniert nicht nach Rezept, denn wenn man ein Rezept für… sagen wir Spaghetti mit Tomatensoße hat und 30 Leute kochen das nach, dann erhalten 30 Leute ungefähr das gleiche. Aber wenn ich sage, mein Rezept zum Glücklichsein ist beispielsweise in die Sonne legen und Lesen, dann sind vielleicht 10 mehr oder weniger glücklich, aber zehn sind unglücklich, weil sie Bücher blöd finden und 10 sind unglücklich, weil sie einen Sonnenbrand bekommen.
    Jeder muss selbst wissen was ihn glücklich macht und deshalb finde ich, dass es kein Rezept gibt. Was mich glücklich macht, sind kleine Momente im Alltag, wo ich abschalten kann. Eine Tasse Kakao im Winter, auf der Fensterbank sitzen, wenn draußen der Regen prasselt und natürlich auf der Hollywoodschaukel liegen und lesen. Solche Dinge 🙂

    Liebe Grüße
    j125

    • bigeyesramona schreibt:

      Hallo j125,

      ich kann dir das Buch nur empfehlen und es ist wirklich so umgesetzt, wie es im Interview mit Chris rüberkommt. Es ist natürlich keine leichte Kost, aber es lohnt sich.

      Ich glaube schon, dass es ein Rezept gibt für das Glücklichsein. Jeder hat sein ganz eigenes. So wie auch der Apfelkuchen überall anders gemacht wird und auch schmeckt.

      • j125 schreibt:

        Ich werde es mir auf jeden Fall merken.
        Ja, jeder hat sein eigenes. Aber ich würde es dann einfach nicht mehr als Rezept bezeichnen 😉

  2. hexe2408 schreibt:

    Ich hab es dir zwar auch persönlich schon gesagt, greife es hier aber gern noch mal auf. Der Beitrag ist wirklich klasse geworden! Ich find es immer wieder schön so intensive Einblicke in ein Buch zu bekommen, mehr über die Autoren zu erfahren und auch, was andere Leser so über das Buch denken. Ich hab zwar an der Leserunde teilgenommen, aber nach einiger Zeit hier noch mal so in das Buch einzutauchen ist schon toll! Vielen Dank dafür! 🙂

    Rezept zum Glücklichsein? Ja das suche ich manchmal auch noch. Ich glaube, so ein ganz ultimatives Rezept gibt es da nicht. Wichtig ist, dass man selbst weiß, was man will und auch einen oder zwei Wege im Kopf hat, wie man seine Ziele erreichen kann, dann packt man noch ein paar gute, vertrauenswürdige Freunde dazu, die einen aufbauen und auffangen, falls was schief geht, ein Spur Ehrgeiz und positiven Zufall und dann schaut man mal was dabei herauskommt. 😉

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