Monday thoughts #55 – So viel Gefühl muss sein

mt5

„I’m a simple person who hides a thousand feelings behind the happiest smile.“ 

So ist es auch mit den Büchern. Hinter unscheinbaren Buchdeckeln, können sich wahre Gefühlsexplosionen verbergen, die berühren und sich für immer mit dem Leserherzen verbinden.

Eigentlich bin ich nicht unbedingt der beste Indikator für gefühlsechte Bücher, denn hinter „BigEyes“ versteckt sich ein hypersensibles, emotionales und empfindsames Mädchen mit der Vorliebe für die Farbe Pink, das nicht gerne im Mittelpunkt steht und eher durch ihre ruhige und schüchterne Art aus der Rolle fällt. Kaum zu glauben 🙂

Vor allem Bücher bescheren mir des Öfteren fast schon lächerlich hohe Taschentücherberge, dabei muss es sich nicht mal um ein trauriges Buch handeln. Es reicht schon ein kitschiges Happy-End oder eine, auf den ersten Blick, aussichtslose Liebe.

Show me, don’t tell!

Das ist die große Kunst. Das Vermitteln von Gefühlen durch Worte. Ich hab jetzt die letzten Wochen einige Bücher gelesen, die mich in keinster Weise berührt haben. Aber wie ist das möglich, wenn mich eigentlich schon die kleinsten Dinge rühren und zum Weinen bringen? Also ich denke, das liegt eindeutig am Schreibstil. Manche AutorInnen schreiben sehr nüchtern und kümmern sich vielmehr um die Rahmengeschichte, ohne die es natürlich nicht geht, aber da bleibt dann manchmal das Emotionale auf der Strecke. Emotionen sind die Seele der Bücher. Das A und O. Ohne geht es nicht. Ich will lachen, weinen, mich sehnen. Es soll prickeln und erregen. Ich will Humor, Trauer, Liebe und Erotik. Und das als Gefühl in mir und nicht als Wörter vor mir auf dem Papier. Auch wenn man mir vorsagt bzw. vorschreibt, was der Prota gerade fühlt, reicht das nicht. Ich will, MUSS, es fühlen. Nur dann ist der Buchgenuss perfekt.

Und es geht doch nichts über ein Buch, das mich am Ende total erschöpft daliegen lässt, weil ich so ziemlich jede Emotion während dem Lesen durchlebt habe.

Wie viel Gefühl muss für Euch in einem Buch vertreten sein?

Ein Gedanke zu “Monday thoughts #55 – So viel Gefühl muss sein

  1. j125 schreibt:

    Hallo nochmal,

    ich finde, du hast sich sehr schön beschrieben, gleiches könnte man auch über mich sagen. Ich finde es manchmal selbst verwunderlich und kaum zu glauben, dass j125 tatsächlich mit dem realen Ich in Einklang zu bringen ist. Ich denke, viele die mich als j125 kennen, würden mich nicht erkennen, könnten sie mir begegnen.

    Schwierige Frage. Wie viel Gefühl muss sein? Ich denke, das hängt auch sehr vom Buch ab bzw. vom Genre. Ich erwarte von einer Liebesromanze mehr und andere Gefühle, als von einem Roman. Grundsätzlich muss aber natürlich immer irgendein Gefühl vorhanden sein, es sei denn, man liest ein Sachbuch. Teilweise finde ich aber auch zu viel Gefühl anstrengend, weil es doch eher unrealistisch ist. Hat nicht jeder mal einen oder mehrere Tage, der einfach durchschnittlich ist? Das erwarte ich auch irgendwie von den Protas, denn eine Romanze, in der die Protas immer abwechselnd richtig verknallt und total depressiv sind, ist für mich nicht realistisch. Es muss ein gesundes Mittelmaß an echten Gefühlen gefunden werden.

    Gruß,
    j125

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