Gay Friday #23 – Gay-fusioN ist zu Besuch

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Heute hab ich gleich zwei Autoren zu Gast und zwar: Gerry Stratmann und Nathan Jaeger und ihr junges Label „Gay-fusioN. Ich freue mich, die beiden begrüßen zu dürfen, da ich sie als Autoren, und natürlich auch persönlich, sehr schätze.

Ich hab den beiden mal auf den Zahn gefühlt und Interessantes erfahren. Aber seht oder lest am besten selbst. Viel Spaß!

Die Bücher

gerrynathanfreundschaftKeith bekommt den attraktiven Fremden aus dem Supermarkt einfach nicht mehr aus dem Kopf. An der Obsttheke hat er, dank seiner Tollpatschigkeit, ein kleines Apfelchaos angerichtet. Der Fremde hat ihm geholfen, als sie sich jedoch in die Augen gesehen haben, hat ihm dieser einen Blick voller Abscheu zugeworfen und fluchtartig den Ort des Geschehens verlassen. Trotzdem will Keith nichts anderes, als ihn wiederzusehen.

Lane wiederum, wollte nur noch ein paar Kleinigkeiten für seinen Obstsalat holen, doch der Vorfall an der Obsttheke hat ihn mehr als verwirrt. Um seinen rastlosen Geist zu besänftigen, verbringt er das Wochenende mit Clubbing.

*Ich hab die Kurzgeschichte bzw. die beiden Kurzgeschichten schon gelesen und kann sie uneingeschränkt weiter empfehlen. Hier gehts zu meiner Rezi *klick* und hier kann man es kaufen *klick* (y)

&

entscheidungEin einziger Augenblick kann das Leben verändern.
Zwei Männer stoßen auf einer Fachmesse zusammen und plötzlich ist alles anders. Eine innige Freundschaft entsteht und schließlich Liebe. Es ist die Geschichte von Dir und mir.

Seit Du mir begegnet bist, ist nichts mehr wie zuvor. Du bist mein Anker. Du gibst mir Kraft, wenn mich Zweifel, Angst und Unsicherheiten übermannen.

Eine Geschichte über die Kraft der Liebe und zwei, vom Schicksal gebeutelte, Männer, die einander helfen, die Gespenster der Vergangenheit zu vertreiben.

*Ich hab das Buch noch nicht ganz beendet, kann es aber jetzt bereits nur wärmstens empfehlen. Die Geschichte ist so emotional und nah, das geht direkt unter die Haut und ins Herz.

Hier kann man sie kaufen *klick*.

Mein Fazit

Ich bin total begeistert von dieser „Symbiose“. Mich haben schon die Solo-Projekte der beiden Autoren überzeugt, aber die Zusammenarbeit lässt ganz neue Dimensionen entstehen. Zwei Männer. Zwei Perspektiven. Eine Geschichte. Ganz viel Gefühl.

Besonders interessant finde ich die Harmonie, das Ineinandergreifen der Versionen. Die Stile sind ja doch recht verschieden, obwohl beide sehr viel Emotionen transportieren. Gerrys Stil ist eher dunkel, geheimnisvoll und, vor allem, fast poetisch. Nathans hingegen ist direkt, sensibel und voller Gefühl. Wunderschön!

Info

Wer die beiden noch nicht kennt, sollte das schleunigst ändern. Das könnt ihr übrigens hier tun *klick*. Auf Lovelybooks kann man sich gerade für eine Leserunde zu „Entscheidung“ bewerben. Zu gewinnen gibt es 15 Ebooks und zum Schluss hat man noch die Chance auf eins von drei Prints.

Interview

Lieber Gerry, lieber Nathan, ich freue mich, Euch im Rahmen des ‚Gay Friday interviewen zu dürfen. Nathan, Du warst ja schon mal zu Besuch, aber stellt Euch doch trotzdem kurz vor.

Gerry: Hey Ramona, erst mal vielen Dank für die Einladung zu diesem Interview.
Hm … was soll ich denn über mich erzählen? Die LeserInnen kennen mich doch fast besser, als ich mich selbst *fg
Aber ernsthaft, viel gibt es nicht zu sagen. Geboren wurde ich 1986 im schönen Nordrhein-Westfalen. Von einer Kleinstadt hat es mich in die Landeshauptstadt verschlagen und inzwischen bin ich im wunderschönen Münsterland gelandet. 🙂
Nach meinem Baby sind Schreiben und Motorradfahren meine liebsten Hobbys. Direkt anschließend folgen Musik hören, Kinobesuche und lesen. Leider bleibt dafür im Augenblick wenig Zeit übrig.
Ansonsten bin ich ein eher ruhiger, zurückgezogener Mensch, der nicht gern in die Öffentlichkeit tritt.

Nathan: Hi, Ramona, schön, dass ich so schnell noch mal bei Dir auf der Matte stehen darf. 🙂
Hm, ich glaube, viel Neues kann ich seit dem letzten Interview nicht sagen, aber vielleicht etwas genauer werden.
Auch bei mir ist die wichtigste Sache eben keine Sache, sondern mein Schatz. Danach natürlich das, was mich/uns ernährt – das Schreiben. Kino, Recherchetouren und Ausflüge nehmen zwar leider nur sehr wenig Raum ein, dieser ist dafür aber immer etwas Besonderes.
Ich für meinen Teil genieße jede Minute fernab des Alltags. 🙂

Euer Label ‚Gay-fusioN‘ ist, zumindest in der Öffentlichkeit, noch sehr jung. Wie entstand die Idee dazu?

Gerry: Angefangen hat es mit der ersten gemeinsamen Geschichte Ende 2013. Das Ergebnis dieser Zusammenarbeit haben wir mit „Wirklich nur Freundschaft“ auf den Markt gebracht.
Nat und ich hatten so viel Spaß daran, dass wir den Gedanken an eine weitere Zusammenarbeit nicht mehr los wurden. Während eines Telefonats warf Nat mir den Begriff „Gay-fusioN“ unvermittelt an den Kopf, und schon hatte das Kind einen, wie ich finde, absolut genialen Namen. Der Rest war dann schnell besprochen.

Nathan: *laut nick* Genau so war es. Während Gerry dann an „Entscheidung“ schrieb, spukte mir immer sofort die andere Sicht durch den Kopf. Damit war klar, was die zweite gemeinsame Geschichte werden würde.
Den Namen fand ich übrigens aus einem bestimmten Grund sehr passend: (Siehe das mitgeschickte Bild, manchmal ist eine schnelle Skizze besser als tausend Worte! 😉 )

gayfusion1

Aus Eurer ‚Fusion‘ sind bereits zwei Werke hervorgegangen. ‚Wirklich nur Freundschaft‘ und ‚Entscheidung‘. Wie dürfen wir uns den Entstehungsprozess vorstellen? Es sind ja immer zwei Autoren bzw. zwei Perspektiven, aber nur eine Geschichte. Schreibt ihr parallel oder nacheinander?

Gerry: Bei diesen Projekten haben wir nacheinander geschrieben. Ob es so bleibt? Wir werden sehen. ^^

Nathan: Gerry hat vorgelegt, ich habe die zweite Seite übernommen. 🙂 Im Gegensatz zu „Wirklich nur Freundschaft“, wo exakt die gleichen Szenen auftauchen, erzählt „Entscheidung“ aber andere Aspekte der gleichen Geschichte. Zumindest finden sich nur noch sehr wenige Szenen, die in beiden Teilen tatsächlich parallel laufen. Das war auch unser Anspruch. 🙂
Und, ich kann schon mal verraten, dass der Aufbau nicht immer der nun gesehene ist. Wir werden auch eine Geschichte abwechselnd erzählen oder jeder ganz eigene Sachen, die dann in Anthologien exklusiv unter Gay-fusioN erscheinen werden.

Wie viel Gerry und Nathan stecken in Euren Geschichten? Gerade das Faible für grüne Augen und schwarze Haare, zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichten. Absicht oder Zufall?

Gerry: Hm, eine schwer zu beantwortende Frage. In jeder Geschichte steckt ein Teil von mir. Erfahrungen, die man gemacht hat, unvergessliche Situationen, Gefühle, Gedanken. Etwas davon fließt immer ein, oft ungewollt. Manchmal sitze ich an den Korrekturen und schüttle fassungslos den Kopf, weil ich bewusst gar nicht wahrgenommen habe, was ich wieder ausgeplaudert habe. *lach
Grüne Augen sieht man selten und ich finde sie faszinierend. ^^ Aber nur ein ganz besonderes Grün, gepaart mit einem schiefen Lächeln, zieht mir den Boden unter den Füßen weg. 🙂
Also kann ich von mir behaupten, die Augen- und Haarfarbe verwende ich bei bestimmten Geschichten absichtlich.

Nathan: *gg* Ich bin ja froh, dass niemand merkt, wie er ständig meinen Mund beschreibt und ansabbert … 😉 Aber zu schwarzem Haar und grünen Augen: Ja, hier *wink* beides vorhanden! 😉
Aber um Deine Frage ganz ernsthaft zu beantworten: Das kann man nicht pauschal für „alle“ Geschichten sagen. In WnF haben wir den Fokus ganz klar auf eine Situation gelegt. Seelenverwandtschaft, wenn man es unbedingt so nennen muss. Die war uns wichtig, vermutlich, um die zwischen uns von Anfang an bestehenden Bande für uns selbst sichtbar zu machen. Dass WnF jemals in den Verkauf gehen würde, hätten wir beim Schreiben und ersten Veröffentlichen auf freien Plattformen wohl nicht gedacht.

Wie sieht Euer Schreiballtag aus?

Gerry: Das ist sehr unterschiedlich. Es kommt immer darauf an, wie viel Zeit mir zum Schreiben bleibt.
War der Tag unruhig und stressig, dann kann ich mich oft nicht auf neue Kapitel konzentrieren. Ein Brainstorming mit Nat hilft meist dabei. Einfach reden, über Ideen, die man umsetzen möchte oder das Verhalten der Protas.

Nathan: Nun ja, wir haben keinen 8-Stunden-Arbeitstag wie andere, aber wir sind in der glücklichen Lage, uns einteilen zu können, wann innerhalb der 24 Stunden eines Tages wir intensiv arbeiten, schlafen, ausgehen usw. Grundsätzlich kann ich aber sagen, dass die Arbeit am PC (Covergestaltung, Schreiben, Redigieren, Setzen usw.) am meisten von unserer Zeit beansprucht. Hinzu kommen Recherchetouren, Fotosessions für die Cover, stundenlange Diskussionen über das Für und Wider von Ideen … Uns wird einfach nie langweilig!

Habt ihr ein besonderes Ritual?

Gerry: Keine Ahnung, ob man es Ritual nennen kann. Jedenfalls brauche ich jede Menge Kaffee und eine große Flasche stilles Wasser.

Nathan: Jupp, sieht bei mir genauso aus, denn mittlerweile ersetzt stilles Wasser bei mir die Pepsi Light 😉 (Welchem Fitnessfreak ich DAS wohl zu verdanken habe? 😉 ) Dazu dann Musik, Stille und wie immer: Ich schreibe absolut chronologisch und ziehe keine Szenen vor, nur weil sie mir leichter fallen könnten.

Schreibt ihr aktuell an einer neuen ‚Fusion‘? Was werden wir dieses Jahr noch alles von Euch zu lesen bekommen?

Gerry: Tja, was soll ich da antworten? Etwas Neues … etwas Altes … ist auch etwas Blaues dabei? *lach*
Auf jeden Fall wird es noch Lesestoff von uns geben.

Nathan: Aber nichts Geliehenes! 😀 Dafür aber etwas Eiskaltes und etwas Superheißes. Wir arbeiten immer parallel an mehreren Sachen. 🙂

Was empfindet ihr als angenehmer, das gemeinsame Schreiben oder der Alleingang?

Gerry: Ich für meinen Teil mag beides. Es ist einfacher, allein zu schreiben, da man sich an keine Vorgaben halten muss, trotzdem ist es ein Vergnügen, mit Nat zu schreiben. Darauf möchte ich jedenfalls nicht mehr verzichten.

Nathan: Na ja, bisher musstest du dich an keinerlei Vorgaben halten. 😛 Denn ich hatte bei beiden VÖen bisher den Part des ‚am Text des anderen entlanghangelnden‘ Autors. 😉
Ich kann aber verraten, dass mir das erstaunlich viel Spaß macht. Im Grunde mag ich beides gleich gern. Es ist immer dasselbe: Quengelnde Protagonisten, die ihre Geschichte jetzt sofort und ohne Abstriche erzählt haben wollen. 😀

Habt ihr auch noch eigene Projekte in Arbeit oder konzentriert ihr Euch derzeit nur auf ‚Gay-fusioN‘?

Gerry: Im Moment arbeite ich zweigleisig. „Fesseln – Lucky & Dave“ soll endlich abgeschlossen werden, damit ich mich um die anderen Labertaschen in meinem Kopf kümmern kann.
Die weiteren Gay-fusioN Projekte verliere ich dabei aber nicht aus den Augen.

Nathan: Zweigleisig ist gut ^^ Ja, sieht bei mir nicht anders aus. Die Ver-liebten schmollen noch, weshalb sich der Release des 5. und letzten Bandes von Staffel 1 nach hinten verschiebt, dafür quasseln mich aber gerade zwei echte Winterfans voll. Ich habe derzeit fünf offene Projekte plus 2 Gay-fusioN-Projekte.

Wie sind die Reaktionen auf Eure ‚Fusion‘ bzw. Eure gemeinsamen Veröffentlichungen bisher ausgefallen?

Gerry: Unglaublich *lach
Mich hat es sehr überrascht, wie begeistert die LeserInnen auf die Ankündigung unserer Zusammenarbeit reagiert haben. Mit so viel Zuspruch habe ich nicht gerechnet.
Und die Rezensionen erst … Die haben mich strahlen lassen und auch die Reaktionen auf Facebook waren toll.

Nathan: Ja, die bisherigen Rückmeldungen sind super, vor allem natürlich freuen wir uns über die Rezensionen, die durch die Bank weg nicht einfach ‚hey, toll, alles super‘ sagen, sondern uns auf erstaunliche Weise erklären, wie sehr der Text die LeserInnen mitgenommen hat. Ein tolles Gefühl!

Abschließende Worte an Eure Fans.

Gerry: Uff … da erwischt du mich eiskalt. ^^ Was sagt man denn da? *grübel*
Auf jeden Fall möchte ich mich bei allen Lesern und Leserinnen bedanken. Ihr seid unglaublich 🙂
Irgendwie kann ich es immer noch nicht fassen, dass es jemanden interessiert, was ich so zu „Papier“ bringe. Der Zuspruch, den ich über Mails oder PN erhalte, baut mich immer wieder auf und vertreibt einen Teil der Selbstzweifel.

Nathan: Wie immer, Ihr Lieben! Bleibt, wie Ihr seid, genießt das Leben und Lesen und verratet uns stets, was Euch gefallen, und besonders, was Euch nicht gefallen hat.

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Ein großes Dankeschön an Gerry und Nathan für Eure Zeit und das aufschlussreiche Interview. Auf viele weitere „Gay-fusioN“s!

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