Rezension: Yep – Warum nicht anders? Anthologie – Dead Soft

yepInhalt:

7 Autoren – 7 Geschichten.

Sommer am See“ – Susann Julieva, „Inselbrüder“ – Simon Rhys Beck, „Wahre Christen“ – Sandra Gernt, „Alles im Fluss“ – Sabine Damerow, „GIAN“ – Jobst Mahrenholz, „Imbiss-Boy“ – Sandra Busch, „Tanz auf dem Drahtseil“ – S.B. Sasori

Liebe in all ihren Facetten! Schmerz, Glück, Leid, Freude.

Meinung:

In „Yep – Warum nicht anders?“ dreht sich alles rund um das Thema Liebe. Das schönste Gefühl. Doch nicht immer ist Liebe und ‚verliebt sein‘ mit Glück verbunden. Manchmal hat das Schicksal andere Pläne. Liebe und Verständnis sind nicht dasselbe. Familien zerfallen. Freundschaften zerbrechen. Dennoch kann Liebe auch Neues schaffen. Kann Wunden heilen. Sie reicht bis in den Tod und darüber hinaus. Liebe kann verzeihen und trösten. Liebes ist alles und noch viel mehr.

Die Anthologie besticht natürlich nicht nur durch die hochkarätigen Autoren, sondern auch mit sieben wundervollen Geschichten, die mich von der ersten bis zu letzten Seite gefesselt haben.

Susann Julieva lässt mit „Sommer am See“ eine bildgewaltige Geschichte vor dem inneren Auge entstehen. Eine neue Liebe, zarte Bande und ein schmerzhafter Abschied von der Vergangenheit.

Jobst Mahrenholz entführt mit „GIAN“ nach Italien, in einen tristen Vorort von Rom. Gians Leben ist geprägt von Ignoranz und Arbeit. Niemand nimmt ihn wahr. Doch plötzlich ändert sich alles. Eine einfühlsame und emotionale Geschichte, die unter die Haut geht.

Sandra Gernts „Wahre Christen“ ist ein erschreckendes Beispiel für falsch aufgefassten Glauben. Nächstenliebe und nicht, liebe deinen Nächsten nur, wenn er so ist, wie du es erwartest. Eine Geschichte über Verlust und Schmerz, sie erzählt aber auch von der Kraft der Liebe.

Sandra Busch „Imbissboy“ ist düster, schmerzhaft und sehr emotional. Der Verlust des Geliebten ist hart. Doch wie lange darf man trauern? Ist es Betrug, wenn man von einem anderen träumt?

„Alles im Fluss“ von Sabine Damerow schickt uns nach Spanien. Der junge Goldschmied Luis steckt in einem Schlamassel. Dann taucht plötzlich der reiche Anwalt Raul auf. Doch nicht nur die Konventionen trennen die beiden, Luis birgt auch ein düsteres Geheimnis, das schlussendlich im Fluss landet.

„Tanz auf dem Drahtseil“ ist in gewohnter S.B. Sasori – Manier prägnant und anders. Harte Lebensumstände, zarte Gefühle. Der Deutsche Noah trifft im Italienurlaub auf Ciro, der ein Geheimnis der anderen Art hütet. Eine zweite Identität, die Noah unter keinen Umständen zu Gesicht bekommen darf.

„Inselbrüder“ erzählt die Geschichte von Torge, einem Weiberhelden, und Sven, der wohl schon länger auf ihn steht. Auf den ersten Blick eine leichte Liebesgeschichte, Sex ohne Verpflichtungen, Spaß ohne Reue. Doch da ist so viel mehr.

Alle sieben Geschichten erzählen von Liebe und Leid. Glück und Schmerz. Verlust und Neubeginn. Und von der Hoffnung, denn jede der Geschichten endet so, dass dem Leser nichts anderes übrig bleibt, als seine eigene Fantasie fliegen zu lassen.

Fazit:

Man kann mit dem Kauf dieses Buches nicht nur was Gutes tun, man bekommt auch 7 wundervolle Geschichten voller Gefühl.

5stars

  • Format: Kindle Edition
  • Dateigröße: 1478 KB
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 255 Seiten
  • Verlag: dead soft verlag (22. Oktober 2014)
  • Hier kann man es kaufen *klick*
Veröffentlicht in: News

6 Gedanken zu “Rezension: Yep – Warum nicht anders? Anthologie – Dead Soft

  1. j125 schreibt:

    Hallo Ramona,

    ich hab mir bei dem Gewinnspiel schon die Kurzbeschreibungen der Geschichten durchgelesen, es sind wirklich einige tolle Themen dabei. Besonders interessant finde ich Sandra Gernts Geschichte. Das Thema Glaube habe ich persönlich noch in keinem Gay-Roman gelesen, was eigentlich sehr schade ist.

    Ich werd mir das Buch auf jeden Fall mal merken 😉

    Liebe Grüße,
    Julia

  2. Pingback: Buch Berlin 2014 |

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