Buch Berlin 2014

buchberlin

Am vergangenen Wochenende war die 1. Buch Berlin. Eine kleine, aber sehr gemütliche Buchmesse mit Indie-Verlagen.

Die Anreise am Samstag war ein kleines Abenteuer, denn ich war bisher noch nie in Berlin und da ich aus einem sehr südlichen Zipfel von BaWü komme, musste ich einmal quer durch Deutschland. Die große Strecke hab ich allerdings mit dem Flugzeug zurückgelegt. Mein zweiter Flug überhaupt, aber ich hatte dieses Mal gar keine Flugangst.

Dann gings von Tegel zum Hauptbahnhof, wo ich mich mit Rigor Mortis und ihrer Freundin getroffen hab. Die Fahrt dorthin war sehr ernüchternd. Ein Wohnblock reiht sich an den anderen. Alles Ton in Ton. Grau wohin das Auge reicht. Da war mir schon klar: Berlin und ich, wir werden keine Freunde.

Am Bahnhof angekommen hab ich mich riesig gefreut, Rigor mal wieder zu sehen. Wir sind zusammen auf die Buchmesse und da der nächste kleine „Schock“. Winzig klein. Eine sehr überschaubare Anzahl von Tischen und Besuchern und ein schnuckeliges Catering mit leckerem Kuchen. Dafür war es aber ganz interessant, wie viele Menschen mich erkannt haben. Und ich stand da teilweise etwas verwirrt, weil ich die Gesichter nicht zuordnen konnte. Geht auch schlecht, wenn man nur den Avatar kennt.

Der erste kleine Wehmutstropfen wich aber gleich einem riesigen Begeisterungssturm, denn ich bin direkt mal auf Swantje Berndt und Dana von Bambinis-Bücherzauber gestoßen. Zwei Menschen mit denen mich eine tolle Geschichte verbindet: Ian’s Chamäleon. Ich hab mich sooo gefreut, die beiden mal persönlich zu treffen. Das war das absolute Highlight.

Und dann war da noch der Dead Soft Verlag. Der bestbesuchte Stand der Messe mit vielen Autoren und natürlich dem Verleger: Simon Rhys Beck. Ich hab mich sehr gefreut, Simon mal persönlich zu treffen. Und was soll ich sagen?! Ein unglaublich netter und interessanter Mensch. Wir hatten ein paar sehr anregende Gespräche und ich hab gleich mal die Gunst der Stunde genutzt und ihn mit Fragen gelöchert. Verraten werde ich nichts, aber es wird die nächsten Monate einige tolle Bücher geben, die sich auch etwas vom gängigen Programm unterscheiden. Ich bin sehr gespannt.

Und dann gabs noch eine ganze Reihe AutorInnen:

Jobst Mahrenholz, Bianca Nias, M.S. Kelts, Leann Porter, Sandra Busch, Sandra Gernt, Justin C. Skylark, Susann Julieva, Sabine Damerow und und und …

Sowie viele weitere Autoren und Leser. Unglaublich. Ich hab nur geredet. Ich bin nicht mal zum Fotografieren gekommen. Der erste Tag war überwältigend. Leseproben des Dead Soft Verlags mit Autogrammen und Unterschriften auf E-Reader-Hüllen wurden zum Running Gag. Bevor ich allerdings meines füllen konnte, wurde ich von Autoren (!) für Autogramme angefragt. Wah! Das war sehr schmeichelhaft und gleichzeitig auch befremdlich. Auch auf der ein oder anderen E-Reader – Hülle prangt jetzt mein Name, neben den ganzen bekannten Autorennamen.

Am Samstag Abend ging es dann zum Autoren/Verleger – Treffen in eine urige Berliner Kneipe. Ich durfte auch mit und wir hatten einen riesigen Spaß. Ein toller Abend mit viel Gelächter und gutem Essen.

Der zweite Tag, Sonntag, startete mit einem gemütlichen Frühstück und dann gings auch schon wieder auf die Messe. Das gleiche Spiel wie am Tag zuvor. Reden, reden, reden.

Das einzige Manko: Mir ist aufgefallen, dass ich schon fast alles aus dem Dead Soft Verlagssortiment gelesen hab. Eine handvoll Geschichten liegt noch auf meinem SuB, sind also schon in Reichweite. Deshalb gab es nur eine kleine Ausbeute.

Buchberlinbücher

Die dritte Neuerscheinung „Jonathan@Bruns_LLC. Löwengebrüll“ von Bianca Nias durfte ich schon vor zwei Wochen in den Händen halten.

Es gab auch drei weitere Highlights. Jobst Mahrenholz („GIAN“ aus „Yep – Warum nicht anders?„), Sandra Busch („Das Licht von Latoy“) und Susann Julieva („Cafe der Nacht“) haben aus ihren Werken gelesen.

Der Abschied am Sonntag Abend war gar nicht so einfach. Die zwei Tage Messe sind einfach so dahingerast. Aber ich habe unglaublich viele Eindrücke mitgenommen, Ideen gesammelt und ein, zwei Projekte für den Blog im Gepäck sowie viele Infos zu kommenden Büchern bekommen und sehr viele liebe Menschen persönlich kennengelernt. Es war sooo schön. So harmonisch und freundlich. Ich vermisse jetzt schon alle.

Berlin und ich

Am Montag bin ich erst gegen 17 Uhr in den Flieger gestiegen. Ich wollte mir Berlin noch ein bisschen anschauen. Tja, Berlin und ich, das ist so ne Sache. Ich hab morgens erstmal zweieinhalb Stunden gebraucht, um vom Hotel zum Hauptbahnhof zu kommen, einem mir bekannten Ort. Für orientierungslose Menschen wie mich, ist das Verkehrsnetz aus Bussen, S-Bahnen, U-Bahnen, Trams etc. die Hölle auf Erden. Ich wollte mir eigentlich die bekannten Wahrzeichen anschauen, aber ich bin dann, aus Angst mich zu verlaufen, in Bahnhofsnähe geblieben. Da gabs auch einiges zu entdecken. U.a. den Bundestag und den Fernsehturm, der in der Ferne zu erkennen war. Und ich hab ein Denkmal zu Rudolf Virchow gefunden, deutscher Arzt und Begründer der modernen Pathologie sowie Archäologe.

Berlin

In ein paar kleinen Souvenirshops hab ich noch das ein oder andere Geschenk besorgt und dann gings gegen 15 Uhr endlich zum Flughafen. Ich hab fast geheult vor Erleichterung, als ich mich in der Wartehalle setzen konnte und die Heimfahrt in greifbarer Nähe war. Berlin ist laut, riesengroß und ziemlich chaotisch. Ich bleibe lieber ein Landei.

Ich freu mich aber schon jetzt auf die nächsten Treffen mit Autoren, Lesern und Verlegern.

Veröffentlicht in: News

9 Gedanken zu “Buch Berlin 2014

  1. jobst mahrenholz schreibt:

    gib berlin nicht ganz auf, ramona. fahr mal mit jemandem hin, der es kennt, vielleicht sogar freunde dort hat, dann zeigt dir die stadt ihr wahres gesicht. und das ist wirklich wunderschön und gar nicht so gewaltig 🙂 frühstück im cafe auf dem prenzlauer berg, ein lauer sommerabend am havelufer mit blick aufs pantheonmuseum bei den hackeschen höfen, hähnchen essen in der kreuzberger ‚henne‘ oder am donnerstag in die kostenlose matinee der berliner philharmonie – es ist toll

  2. bigeyesramona schreibt:

    Ich schau mal, obs mich irgendwann noch mal da hin zieht.
    Ich denke, dass es da tolle Seiten gibt, nur bin ich doch eher der Typ für die ländliche Idylle 🙂

  3. Bianca Nias schreibt:

    Es war soooo schön ! Und ich habe mich riesig gefreut, dich dort zu treffen, Ramona. Klar, man lernt sich auch über das Internet ein wenig kennen, aber es ist unvergleichlich, jemandem gegenüber zu stehen und sich richtig unterhalten zu können. Um dann gleich zu merken, dass die Chemie stimmt. Ich hoffe, du bist auch in Leipzig mit dabei und wir können den netten Abend wiederholen. 🙂

  4. Martina schreibt:

    Berlin ist bestimmt nicht die schönste Stadt der Welt, aber bei den wenigen Orten, die du gesehen hast, ist es wirklich schwer, ein endgültiges Urteil zu fällen. Jobst hat schon recht – komm einfach noch einmal wieder und lass dir ein paar schöne und interessante Ecken zeigen. Das müssen nicht unbedingt die „In“-Ecken sein!

    Dein „Funkturm“ war im Übrigen mit Sicherheit der Fernsehturm, einen Funkturm haben wir auch, aber der ist vom Bahnhof nicht zu sehen. Ich fand es schade, dass die Buchmesse am A… der Welt stattfand. Selbst als Berlinerin hatte ich 25 km Anreise. Für mich war die Gegend dort auch sehr unbekannt. Wenn es dich das nächste Mal in die große Stadt verirrst, dann mit Anleitung und du wirst sehen, so schlimm ist es gar nicht.

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