Rezension im Viererpack: Thor und Dylan – Justin C. Skylark

ThorundDylanBücher

Bis dass der Tod euch scheidet

Dylan Perk, der Frontsänger der Elektroband RACE, soll zusammen mit der Black Metal Band Wooden Dark und deren Frontmann Thor Fahlstrøm auf Tournee gehen. Keine einfache Angelegenheit, denn die beiden können sich nicht ausstehen und geraten ständig aneinander. Dennoch ist da auch diese, fast schon, magische Anziehungskraft. Es beginnt eine Zeit voller Gewalt, Sex und Alkohol- und Drogenexzessen.

Thors Valhall

Die Tournee ist beendet und nun finden sich die beiden Bands in London ein. Ein gemeinsames Album soll eingesungen werden. Währenddessen gerät Dylan außer Kontrolle. Seine Alkoholsucht nimmt stetig zu und dadurch findet er sich immer öfter im Fokus der Presse. Thor versucht ihm auf seine Art zu helfen und kommt dabei aber auch an die Grenzen seiner Geduld. Ein Geheimnis, das Tony seit Jahren hütet wird enthüllt und der tote Magnus tritt auf den Plan.

Reise til helvete

Nachdem alles etwas ruhiger geworden ist, begeben sich Erik und Tony sowie Dylan und Thor auf eine Kreuzfahrt. Alles könnte so schön sein, würden die vier nicht auf einer einsamen Insel stranden. Ein Albtraum beginnt, denn da kommt so manch unschöne Tatsache auf den Tisch.

Flyktet

Nach dem ganzen Stress, benötigt Dylan erst mal eine Auszeit. Diese möchte er gerne bei Thor in Norwegen verbringen. Doch die entspannenden Wochen werden zu einer einzigen Katastrophe, denn langsam lüftet sich das Geheimnis um Thor und dessen Vergangenheit.

Meinung:

Mit der Geschichte rund um Thor, Dylan und deren Eskapaden ist Justin C. Skylark eine Buchreihe gelungen, die seinesgleichen sucht. Selten hat mich ein etwas dermaßen gefesselt und emotional so gefordert, wie die beiden Sänger. Ich war mir nie wirklich sicher, ob ich es lesen oder an die Wand werfen möchte.

Thor und Dylan sind auf den ersten Blick sehr verschieden und man fragt sich automatisch, wie das wohl funktionieren soll. Der wortkarge Norweger Thor mit der mysteriösen Vergangenheit und der exzentrische und cholerische Dylan, der gerne mal einen über den Durst trinkt. Auf den zweiten Blick wird aber klar, dass sich hier zwei schwer verletzte Seelen getroffen haben, die eben ein bisschen Zeit brauchen, um miteinander umgehen zu können. Ihre Eskapaden allerdings, sind schon nicht von schlechten Eltern. Alkohol, Drogen, Schlägereien und Waffenspiele, wie russisches Roulette, lassen die Begegnungen zu einem Kampf werden. Nicht nur um Zuneigung und Sex, sondern auch auf Leben und Tod. Am Anfang war ich etwas überfordert. Ich hab mich wirklich gefragt, ob die beiden noch ganz dicht sind. Wie kann man so miteinander umgehen! Doch wenn man sich darauf einlässt und versteht, dass das ihre Art zu kommunizieren und zu helfen ist, dann wird es verständlicher. Man ist zwar trotzdem immer mal wieder am Rande des Wahnsinns und des Erträglichen, aber es ist auszuhalten und man hat natürlich ständig den Wunsch zu wissen, ob es die beiden endlich mal auf die Reihe bekommen und sich zusammenraufen.

Während man Dylans Wesen und seiner Vergangenheit relativ schnell näher kommt, liegt Thors Geschichte lange im Dunkeln. Dylan ist greifbarer und man entwickelt schnell eine Bindung zu ihm. Aber auch Thor hat sich gemächlich in mein Herz geschlichen. Wenn man erst mal erkennt, warum er so ist, kann man ihn nur lieben.

Neben Thor und Dylan gibt es auch zwei weitere wichtige Charaktere. Erik und Tony. Erik ist ein enger Freund und Bandkollege von Thor. Er hat Thor während und nach seinem Gefängnisaufenthalt geholfen und aufgefangen. Er ist es auch, der immer wieder zwischen den beiden Liebenden vermittelt und so manch brenzlige Situation entschärft. Tony wiederum ist Dylans Manager und hegt eine extreme Aversion gegen Thor, aber nicht nur wegen dessen Vergangenheit, nein, er steht selbst auf Dylan und bekommt ihn einfach nicht. Erik mag ich sehr gerne. Er hat ein sehr angenehmes Naturell. Tony wiederum hat mich extrem genervt mit seiner Obsession für Dylan.

Der Sex kommt natürlich auch nicht zu kurz und, wie man sich vorstellen kann, ist auch dieser eher außergewöhnlich. Da Thor nicht viel redet, allgemein nicht und schon gar nicht über seine Gefühle, ist Sex ein ganz guter Radar dafür, was er gerade empfindet. Zart oder liebevoll gibts bei den beiden nicht, es geht immer heiß her, manchmal ziemlich brutal, aber doch anregend und prickelnd.

Aber es geht nicht nur um die Eskapaden und das Leben zwischen Tourneen und Studiosessions, es geht auch um die Liebe zweier Menschen, die sich gegenseitig ergänzen, um die Aufarbeitung der Vergangenheit, einen Neuanfang und einen Toten, der sich immer wieder zwischen Dylan und Thor drängt.

Fazit:

Eine ungewöhnliche Liebesgeschichte mit zwei hochexplosiven Männern. Fesselnd und intensiv.

5stars

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4 Gedanken zu “Rezension im Viererpack: Thor und Dylan – Justin C. Skylark

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