Gay Friday #39 – Susann Julieva und ihre „Bösen Jungs“ + Gewinnspiel

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Heute habe ich eine unheimlich sympathische Autorin zu Gast. Susann Julieva durfte ich in Berlin persönlich kennen lernen und das war wirklich ein Highlight und ich freue mich schon riesig auf Leipzig. Susann konnte mich bisher mit all ihren Geschichten verzaubern. Sie verbindet eine sprachgewaltige und bildhafte Sprache mit einem locker-leichten Erzählstil, der direkt ins Herz geht.

Ich durfte kürzlich „Böse Jungs“ testlesen und was soll ich sagen?! Das Buch ist der Hammer! Das solltet ihr Euch auf keinen Fall entgehen lassen.

Hier geht’s zu meiner Rezension *klick*

Bücher

susannbücher

Café der Nacht / Yep – warum nicht anders? / Böse Jungs / Triangle: The Complete Series / Home For The Holidays – A Triangle Christmas Short Story

Interview

Liebe Susann, herzlich willkommen. Ich freue mich sehr, Dich im Rahmen des Gay Friday begrüßen zu dürfen. Stell Dich doch mal kurz vor.

Hallo liebe Ramona und liebe Blog-LeserInnen! Ich freu mich über die Einladung zum Interview! Mein Name ist Susann, ich wohne in Süddeutschland und habe einen Kater (von der Sorte, die Mäuse jagt). Mehr als Schokolade liebe ich nur noch Bücher – beides lebenswichtig! Neben dem Schreiben designe ich wahnsinnig gerne. Und ich glaube, dass Earl Grey Tee magische Kräfte besitzt. Der macht immer alles besser.

Wie bist Du zum Schreiben gekommen?

Geschichten zu erzählen liegt mir irgendwie im Blut. Schon als ich klein war, habe ich meinem Bruder immer die wildesten Stories erzählt. So mit zwölf verfasste ich meinen ersten Roman – den zum Glück nie jemand zu lesen bekam! Später habe ich viele Jahre mit Hingabe nur Fan Fiction geschrieben, bis ich soweit war, es wieder mit eigenen Figuren zu versuchen. Seitdem gibt es kein Zurück. Ohne Schreiben geht einfach nicht, das brauche ich, um glücklich zu sein.

Was machst Du, wenn Du mal nicht schreibst?

Buchcover und Promoartikel für andere Autoren designen und Webseiten erstellen. Und wenn ich frei habe, das Leben genießen! Mit Freunden treffen, meinen Kater Carlo knuddeln, wenn der feine Herr sich dazu herablässt. 😉 Und ich lese wahnsinnig gerne. Außerdem gehe ich total gerne ins Kino.

Hast Du bestimmte Rituale beim Schreiben?

Eigentlich nicht. Im Grunde kann ich überall und jederzeit schreiben, besonders gut auch spätnachts, denn ich bin so eine kleine Nachteule. Eigenartigerweise schreibe ich auch richtig gerne an Orten, wo viel los ist. In einer Kantine oder im Café – paradox, aber da kann ich mich echt gut konzentrieren. Wenn ich schreibe, bin ich in meiner eigenen Welt.

Wie dürfen wir uns Deinen Schreiballtag vorstellen?

Derzeit hängt das stark von meinem Brotjob ab, da arbeite ich immer zu unterschiedlichen Zeiten und es gibt keine feste Routine. Von daher nutze ich dann einfach jede freie Minute zum Schreiben und tippe wie wild drauflos. Darüber vergesse ich total die Zeit. Erst, wenn Carlo dann mehr oder weniger charmant auf sein Futter besteht, mache ich mal eine Pause.

Holst Du Dir Deine Ideen aus Deiner Umgebung oder kommen die einfach so angeflogen?

Die springen mich ganz fies an, wo ich gehe und stehe! Besonders gerne dann, wenn ich gerade überhaupt keine Zeit habe, etwas zu notieren. Da fahre ich schon mal mit dem Auto rechts ran, damit ich nichts vergesse. Und auch auf dem Nachttisch muss immer ein Notizblock liegen.

Wie erlebst Du den Entstehungsprozess einer Geschichte?

Bei mir stehen immer die Figuren im Mittelpunkt, sie sind das Zentrale. Wenn ich die herausgearbeitet habe, weiß, wer sie sind und wie sie ticken, dann wächst die Story meist ganz organisch um sie herum. Ich bin kein großer Planer – das habe ich früher mal gemacht. Aber das ging leider gar nicht, das killt meine Kreativität. Von daher weiß ich meist, wo ich hin will und einige Eckpunkte auf dem Weg. Ansonsten schreibe ich drauflos und schaue, wohin mich die Figuren tragen.

„Café der Nacht“ ist eine sehr ruhige und nostalgische Geschichte, „Böse Jungs“ eher kompliziert und emotional. All Deine Geschichten sind sehr bildhaft und detailliert. Wie lange sitzt Du an einem Buch?

Das ist sehr unterschiedlich und bewegt sich zwischen Monaten bis hin zu Jahren. Gerade an Café der Nacht habe ich sehr lange gearbeitet, dass brauchte diese Geschichte, sie musste erst reifen. Bei den Bösen Jungs floss das einfach aus mir heraus. Bestimmt hängt das auch mit dem jeweiligen Erzählstil zusammen. Die „Jungs“ reden ja, wie ihnen der Schnabel gewachsen ist, während es im „Café“ eher poetisch zugeht.

Heute ist Deine Dreiecksgeschichte „Böse Jungs“ bei Forever erschienen – die deutsche Version von „Triangle“. Wie kam es dazu, dass „Triangle“ ins Deutsche übersetzt wurde?

Triangle habe ich ja auf Englisch geschrieben und hatte immer im Kopf, das vielleicht irgendwann zu übersetzen. Dann hat plötzlich Forever angeklopft und wollte die Story. Das habe ich zum Anlass genommen, die Geschichte um die drei Jungs nicht nur ins Deutsche zu übersetzten, sondern alles von Anfang bis Ende zu überarbeiten, teilweise völlig neu zu erzählen. Triangle war ja eine Serie aus vier Novellen, nun ist es ein Roman aus einem Guss geworden und das macht mich echt happy.

Wie entstand die Idee zu „Böse Jungs“/“Triangle“?

Aus einem Traum! Ich war bei einer lieben Freundin in England zu Besuch und hatte nachts diesen unglaublich intensiven Traum von drei faszinierenden Jungs, die eine Tankstelle überfallen – hochdramatisch, denn am Ende flog die sogar in die Luft! Das war wohl sehr einprägsam und hat mich nicht mehr losgelassen. Zwar gibt’s im Roman keine Überfälle und Explosionen, aber die Figuren entstammen tatsächlich diesem Traum. Ich musste einfach über sie schreiben.

„Triangle“ ist schon länger auf dem Markt. Welche Reaktionen gab es bisher zu Deinen drei Jungs?

Sehr unterschiedlich, das macht es so spannend! Die einen lieben das Buch total, die anderen können mit einer Dreiecksgeschichte wenig anfangen. Gerade die Figur des Rizzo spaltet stark, und es gibt meist zwei Lager, die entweder Rizzo/James oder Casey/James zusammen sehen wollen. Aber das ist ja irgendwie auch toll, denn es zeigt, wie stark die Leser involviert sind. Es gab da eine regelrechte Fangemeinde online, als ich die Geschichte gepostet habe. Was mich sehr berührt hat, war, dass mehrere Leserinnen sogar FanFictions über die Figuren geschrieben haben. Sogar ein Paar hat sich über die Geschichte kennengelernt und später geheiratet. Irre, oder?

Gab es Stellen, an denen Du während dem Schreiben zu knabbern hattest? So eine Dreiecksgeschichte kann ja ganz schön anstrengend sein.

Anstrengend fand ich es gar nicht, es hat mir unglaublich viel Spaß gemacht! Aber natürlich gibt es Szenen, besonders mit James, die mir selber an die Nieren gingen. Er hat einfach eine krasse Vergangenheit, die ihn geprägt hat. Ich hab natürlich mitgelitten mit allen Dreien, manchmal wie ein Tier. Ich glaube, du weißt, welche Szenen ich meine, aber wir wollen hier ja noch nichts verraten!

Ich muss gestehen, mir hat es James angetan. Für mich ist er ganz klar der rote Faden in „Böse Jungs“. Welcher Deiner drei Jungs steht Dir am nächsten und welcher hat Dir den letzten Nerv geraubt?

Am nächsten steht mir tatsächlich James. Ich habe so viel Zeit in seinem Kopf verbracht und obwohl ich zum Glück seine schlechten Erfahrungen nicht teile, haben wir ansonsten fast erschreckend viel gemeinsam. Casey hat mich manchmal schon in den Wahnsinn getrieben, muss ich gestehen. Er ist zwar der normalste von den Dreien, aber es ist unerwartet schwer, eine Figur zu schreiben, die lange nicht weiß, was sie will.

Arbeitest Du gerade an einem neuen Projekt? Kannst Du uns da schon ein bisschen was verraten?

Momentan arbeite ich an einem Gay Romance Roman mit zwei ganz liebenswerten Figuren. Sam ist ein braver Streber und Gabe ein rebellischer Punk. Beide haben nichts gemeinsam, doch es funkt so richtig. Leider verlieren sie sich aus den Augen und die Chance auf ein Wiedersehen bietet sich erst Jahre später. Inzwischen ist Gabe ein berühmter Rock Star – und Sam hat keine Ahnung, wie er damit klarkommen soll. Es wird diesmal ganz romantisch – Chick Lit auf schwul, wenn man so will. 😉

Abschließende Worte an Deine Fans.

Ihr Lieben, ich bin schon total hibbelig und wahnsinnig gespannt darauf, wie euch „Böse Jungs“ gefallen wird! Der Kontakt zu euch ist für mich etwas ganz Wunderbares und Kostbares. Von daher an dieser Stelle mal ein ganz herzliches Dankeschön für eure Rückmeldungen! Ich hoffe, dass ihr mich und meine Geschichten auch weiterhin begleitet und freue mich auf neue gemeinsame Abenteuer! Vielleicht sehen wir uns ja im März auf der Leipziger Buchmesse?

Lieben Dank für das Interview, Ramona!

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Liebe Susann, vielen Dank für das aufschlussreiche und sympathische Interview. Ich freue mich auf viele weitere Geschichten aus Deiner Feder.

Gewinnspiel

1x „Böse Jungs“ – Ebook (Wunschformat)

BöseJungs

Teilnahmebedingungen:
Teilnahmeschluss: 08.02.2015 um 23.59 Uhr 
Beantwortet die Frage. 
Teilnehmer müssen über 18 Jahre alt sein. 
Keine Barauszahlung des Gewinns!
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

6 Gedanken zu “Gay Friday #39 – Susann Julieva und ihre „Bösen Jungs“ + Gewinnspiel

  1. Katy schreibt:

    juhu erste 😉

    Böse Jungs sind faszinierend.
    Mit ihnen wird es nie Langweilig.
    Mit ihnen kann man leidenschaftlich streiten, oder andere Sachen leidenschaftlich vollziehen XD.

    LG
    Katy

  2. Kerstin schreibt:

    Böse Jungs sind spannend, weil sie nicht so vorhersehbar sind wie andere und daher das Leben mit Ihnen viel schöner ist

  3. Mana schreibt:

    Böse Jungs sind spannend, weil die nicht so angepasst und langweilig sind. Allerdings ist wohl Herzschmerz vorprogrammiert ;-).

  4. Karoliina schreibt:

    Böse Jungs machen was sie wollen und alle anderen finden diesen Zustand gar nicht schlimm. Man erwartet regelrecht,dass etwas etwas ausserewöhnliches passiert und ist nur gespannt…WAS ?

    LG Karoliina

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