Monday thoughts #80 – Wie bewerte ich Debüts?

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Erstes [öffentliches] Auftreten eines Künstlers, Sportlers o. Ä. (Duden)

Über ein Debüt sind wir alle schon mal gestolpert. Leider ist es teilweise gar nicht so einfach zu sagen, ob es sich um ein Debüt handelt oder ob sich ein Autor/eine Autorin mal wieder ein neues, geheimes Pseudonym zugelegt hat.

Hat man nun ein Debüt gefunden, stellt sich die Frage, wie man es bewertet. Muss man es besser bewerten, weil es das Erstlingswerk ist? Muss ich während dem Lesen im Hinterkopf behalten, dass der Autor noch ganz am Anfang seiner Entwicklung steht? Wen nehme ich als Maßstab? Autoren, die jahrelang geübt haben, bevor sie an die Öffentlichkeit gehen und bereits bei der ersten Veröffentlichung einen Geniestreich landen? Autoren, die sich langsam steigern und von Buch zu Buch besser werden? Oder Autoren, die auch nach dem 5. Buch immer noch nicht schreiben können? Sollte man Debüts aufmerksamer lesen? Müssen Debüts mit neuen, unverbrauchten Themen aufwarten?

Es ist gar nicht so einfach, das zu beantworten. Ich hab mir da jetzt einige Zeit Gedanken gemacht und bin zu dem Schluss gekommen, dass ich Debüts nicht gesondert bewerte. Meist achte ich auch gar nicht drauf, ob es ein Debüt ist. Das fällt mir erst auf, wenn ich nach weiteren Büchern des Autors suche und keine finde. Wichtig ist, was der Autor mit seiner Geschichte transportiert. Gefühle sind ganz wichtig. Das können auch Debütautoren. Ob sich ein Debüt mit einer komplett neuen Thematik/Idee auseinandersetzt oder ob es etwas Altbekanntes ist, tangiert mich eher weniger. Wenn mich das Buch fesselt und berührt, dann kann auch eine ganz einfache, schnörkellose Geschichte mein Herz erobern.

Wie steht ihr zu Debüts?

2 Gedanken zu “Monday thoughts #80 – Wie bewerte ich Debüts?

  1. hexe2408 schreibt:

    Huhu 🙂
    Ich lese auch ab und an Debüts, manchmal bewusst, manchmal auch nicht. Aber da ich ja bei der Debüt-Challenge mitmache, kommt es natürlich vor, dass mir sowas dann auch bewusst ist. Ich bemühe mich eigentlich, Debüts auch ganz normal zu bewerten. Denn was hat ein Autor davon, wenn ich ihn in den Himmel lobe, nur weil es das erste Buch ist, obwohl es mir eigentlich nicht gefallen hat?! Vielleicht ist man an der einen oder anderen Stelle nicht ganz so streng, wie bei Autoren, vond enen man schon Bücher kennt. Ich denke aber, es liegt dann auch daran, dass man ja einfach keine Vergleiche hat. Wenn ich schon drei top Bücher von einem Autoren gelesen habe, dann erwarte ich doch irgendwie, dass das nächste auch gut ist, oder? Wenn man noch nichts kennt, geht man häufiger ohne so große Erwartungen ran, was auch ein Vorteil sein kann.
    Wenn mir wirklich was auffällt und ich die Chance habe, dann schreib ich die Autoren persönlich an und sage es ihnen, denn nicht alles, was einem, möglicherweise auch negativ auffällt, muss zwingend in die Rezension, wenn es eben den Grundablauf der Geschichte nicht stört.
    Ich finde auch brandneue Themen nicht zwingend wichtig, wichtig ist doch eher die Idee an sich und die Umsetzung. Natürlich sollte man nun nicht unbedingt ein Thema nehmen, dass grad schon 10 mal in Büchern verarbetiet wurde und dann genau das gleiche, nur mit eigenen Worten noch mal schrieben. Ein paar eigene Ideen, Gedanken und Überraschungen schaden nicht. Doch es gibt ja auch Themen, die immer wieder aktuell sind und über die man immer wieder nachdenken/schreiben kann, da kommt es dann eben auf die Verpackung an. 🙂

    LG Dana

  2. Susann Julieva schreibt:

    Interessante Frage! Als Autorin hätte ich es gar nicht gewollt, dass jemand mein erstes Buch nur deshalb besser bewertet, weil es sozusagen einen Erstlings-Bonus oder Kükenschonfrist hat. 😉 Gerade beim Debüt ist es wichtig, ehrliche Rückmeldungen zu bekommen, sonst kann man sich als Autor selber gar nicht richtig einschätzen lernen. Ich bewerte deshalb Debüts nicht anders – aber wenn jemand sich dann von Buch zu Buch nochmal spürbar verbessert, würde ich das schon lobend in einer nächsten Rezi erwähnen, denn das ist ja auch eine Leistung, die große Anerkennung verdient. 🙂

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