Rezension: Heißes Eisen – warmes Holz – Nathan Jaeger

11102756_1063414363672548_6375450069479497838_nInhalt:

Der Hochzeitstag seiner Schwester endet für Steve anders als geplant. Als er seinen betrunkenen Ehemann ins Hotelbett verfrachtet hat, will er noch mal zurück auf die Party, da stolpert er allerdings über David.

David torkelt sternhagelvoll aus einer Kneipe, in der er seinen Schmerz über die Trennung von Adrian ertränkt hat, und will sein Aluminiumross Silver besteigen, als er gerade noch rechtzeitig von Steve vor einem Sturz bewahrt wird.

Steve findet David vom ersten Moment an total niedlich. Da er ihn nicht seinem Schicksal überlassen möchte, bringt er ihn nach Hause und wacht über ihn.

Am nächsten Morgen trennen sich ihre Wege wieder, doch vorher erhascht David noch einen Blick auf eine sehr merkwürdige Situation. Steve wird von einem älteren Mann mies behandelt. Doch warum lässt sich der bisher so souveräne und starke Steve das gefallen?

Meinung:

„Heißes Eisen – warmes Holz“ war eigentlich ein Teil der Kuschelgang – Anthologie „Es duftet nach Liebe„, wurde aber ausgekoppelt, überarbeitet, erweitert und nun neu veröffentlicht.

Bereits in der Anthologie war diese Geschichte mein absoluter Favorit, weil sie nicht nur wunderschön geschrieben ist, nein, sie behandelt auch ein Thema, das man äußerst selten antrifft: häusliche Gewalt gegen Männer. Leider wird diese akute Thematik kaum behandelt, deshalb bin ich sehr froh, dass sich Nathan Jaeger dieser Herausforderung angenommen hat. Da er oft sehr komplexe und schwierige Buch-Situationen mit Bravour meistert, ist es nicht verwunderlich, dass es ihm auch bei „Heißes Eisen – warmes Holz“ gelungen ist.

Erzählt wird die Geschichte aus Davids Sicht. Wir lernen ihn und seine Schmiede kennen sowie seinen Schmerz über die Trennung von seinem Exfreund Adrian. Als David von Steve aufgelesen wird, ist schnell klar, dass zwischen den beiden etwas ist. Doch ebenso schnell stellt sich heraus, dass Steve ein sehr schwieriges Leben führt, in dem David eigentlich keinen Platz hat – wäre da nicht die Gewissheit, dass es Steve sehr schlecht geht.

Die Verzweiflung der beiden ist deutlich spürbar. David weiß nicht, wie er Steve helfen soll. Er kann eigentlich auch nichts machen, schließlich muss Steve eine Entscheidung treffen. Und Steve muss lernen, dass Neuanfänge gar nicht so leicht sind.

Einfühlsam führt Nathan Jaeger nicht nur die Protagonisten, sondern auch die Leser, durch Glück, Leid und viel Schmerz. Lässt Hoffnung entstehen, Leidenschaft entflammen und den Wunsch nach Wärme, Geborgenheit und Liebe aufkommen.

Eine berührende sowie romantische Erzählung, die lange im Gedächtnis bleibt und die ich noch viele Male lesen werde. Absolute Leseempfehlung.

Zwei Gerüche – heißes Eisen und warmes Holz – ein Zuhause.

Fazit:

Eine wunderschöne, wenn auch nachdenkliche Geschichte über die Kraft der Liebe und die Problematik eines Neuanfangs.

5stars

  • Format: Kindle Edition
  • Dateigröße: 242 KB
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 98 Seiten
  • Preis: 2,99€
  • Hier kann man es kaufen: Heißes Eisen – warmes Holz

 

Ein Gedanke zu “Rezension: Heißes Eisen – warmes Holz – Nathan Jaeger

  1. Evy schreibt:

    Das klingt nach viel. Vielen Figuren und viel hartem Stoff. Aber.. das Orange des Covers ist cool!

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