Rezension: Gabriel – Maria Stein

gabrielInhalt:

Daniel Ellison ist rettungslos in Gabriel Sinclair verliebt, einen Mann, der ihm bereits zweimal das Leben gerettet hat, der aber auch um einiges älter ist als er selbst. Doch die geheimnisvolle Aura zieht Daniel magisch an.

Trotz aller Widrigkeiten werden die beiden Männer ein Liebespaar und Daniel gerät in einen Sog aus Leidenschaft und Schmerz.

Ein Missverständnis und dunkle Geheimnisse drohen die Liebe jedoch zu gefährden.

Meinung:

Das Buch zu bewerten fällt mir wirklich schwer. Ich bin hin- und hergerissen zwischen Gefallen und Nichtgefallen.

Ein absolutes Plus ist die Atmosphäre des Buches. Man erahnt schon am Cover, dass der Geschichte etwas Bedrückendes anhaftet und auf den ersten Seiten wird bereits klar, dass man sich auf ein dunkles Abenteuer einlässt. Der düstere Ton zieht sich durch die komplette Geschichte und verleiht ihr etwas Verruchtes und Gefährliches. Auch die Charaktere konnten weitestgehend überzeugend, vor allem Gabriel, dessen geheimnisvolle Aura doch sehr ansprechend ist und der nur nach und nach seine Vergangenheit, seine Ängste und sein wahres Ich enthüllt. Mit Daniel hatte ich so meine kleinen Schwierigkeiten. Er ist ein netter junger Mann und noch nicht ganz so lange geoutet, als er durch Gabriel in die BDSM-Szene kommt. Mir ging allerdings der „Wandel“ etwas zu schnell. Eben noch ein unbedarfter Junge, der seine Naivität auch nie ganz ablegt, und plötzlich stürzt er sich Hals über Kopf in eine Welt, die ihm bis dahin eigentlich völlig fremd war.

Geschichten mit BDSM-Elementen sind nicht unbedingt mein Beuteschema, aber dennoch wage ich mich hin und wieder an diese Thematik. Hier gab es einige wenige Situationen, die mir persönlich zu heftig waren – das ist aber Geschmackssache. Ich kann auch nicht sagen, ob alles der Wirklichkeit entspricht, dafür kenne ich mich da zu wenig aus.

Die Sexszenen sind ausführlich und stilvoll beschrieben, mir hat aber das Feuer gefehlt. Der Funke ist nie wirklich übergesprungen und die Emotionen kamen bei mir nicht an. Ich denke mal, das liegt hauptsächlich an dem etwas abgehackt wirkenden Stil. Ich kam nie richtig in einen Lesefluss, habe das Buch mehrfach weggelegt und wieder zur Hand genommen – das Bedürfnis weiterzulesen war stellenweise nicht vorhanden. Hin und wieder stolperte ich auch über Fehler und etwas unglücklich formulierte Sätze, die gerade zum Ende hin zunahmen.

Trotz der Kritikpunkte ist die Geschichte aber auf jeden Fall sehr interessant und für den ein oder anderen sicher sehr lesenswert.

Fazit:

Eine Storyline mit viel Potential, die leider etwas holprig umgesetzt wurde.

3stars

  • Format: Kindle Edition
  • Dateigröße: 2307 KB
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 457 Seiten
  • Preis: 4,99€
  • Hier kann man es kaufen: Gabriel

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