Rezension: Strawberry Kiss – A.C. Lelis

straInhalt:

Henrik ist Anwalt und erst vor kurzem nach Hamburg gezogen, um in der Kanzlei eines Freundes noch mal ganz von vorne anzufangen. Sein Hobby ist das Tanzen. Auf der Suche nach einer passenden Tanzschule, trifft er auf den Choreographen Julian, der eine kleine Gruppe unterrichtet.

Leider bleibt es nicht nur beim Tanzen. Zwischen Julian und Henrik knistert es heftig und die beiden landen schon am ersten Abend miteinander im Bett. Ehe sie sich versehen, beginnen sie eine leidenschaftliche Affäre, aus der schnell mehr wird. Es ist nicht nur Sex. Als die beiden das endlich akzeptieren und Julian Henrik seine Gefühle gesteht, gerät dieser in Panik. Schon einmal hat ihm eine Beziehung fast die Karriere versaut, so weit soll es nicht noch mal kommen. Er trennt Privat- und Berufsleben strikt voneinander. Er ist davon überzeugt, dass das mit Julian nichts werden kann, deshalb stößt er ihn von sich und stürzt sich in die Arbeit. Doch so schnell gibt Julian nicht auf.

Meinung:

Ich muss gestehen, dass ich das Buch eigentlich vor allem wegen des wirklich heißen Covers gekauft habe. Das ist extrem sexy und hat zu Recht den Titel „Bestes Gaybook – Cover 2014“ eingefahren. So düster und gleichzeitig so anziehend. Aber nicht nur das Äußere des Buches ist grandios, nein, auch der Inhalt lässt nicht zu wünschen übrig.

Wie zu erwarten, ist „Strawberry Kiss“ sehr sexlastig, mir war es aber weder zu viel noch zu wenig – es passt einfach gut in die Rahmenhandlung. Wir haben zwei äußerst attraktive, junge Männer, die in das jeweilige Beuteschema des anderen passen, gleichzeitig aber auch so verschieden sind, dass es zwischen ihnen jedes Mal zur Explosion kommt. Und die entlädt sich teilweise eruptionsartig und so heftig, dass man selbst beim Lesen das Beben spürt und kleine Rauchwölkchen vor Augen hat. A.C. Lelis versteht es gekonnt, nicht nur ihre Protagonisten in Ekstase zu versetzen.

Julian und Henrik – tja, das ist so eine Sache für sich. Mich haben die beiden fast in den Wahnsinn getrieben, weil sie es einfach nicht auf die Reihe bekommen haben. Wie kann man nur so stur sein? Da ist eine Horde Maulesel um einiges nachgiebiger.

Zu Julian hatte ich direkt einen Zugang. Als Tänzer und Choreograph liegt ihm die Leidenschaft im Blut und die lebt er auch. Am Anfang bekommt man den Eindruck, vor allem durch seine Freunde, dass er ein Arsch ist, der reihenweise Herzen bricht und eigentlich nur eines will: Sex. Als er aber Gefühle für Henrik entwickelt, wird man eines besseren belehrt. Er ist sensibel, mutig und bereit zu kämpfen. Ganz im Gegensatz zu Henrik. Da hatte ich eher das Bedürfnis, ihn zu hauen. Er hat eine wirklich große Mauer um sein Herz gezogen und lässt auch die Leser nicht wirklich an seinen Gefühlen teilhaben. Da ist einfach eine große Distanz und das, obwohl die Geschichte abwechselnd aus Henriks und Julians Sicht erzählt wird. Er trennt wirklich jeden Lebensaspekt voneinander. Dabei kann er auch anders und hat nicht nur Julian in seinen Anzügen um den Verstand gebracht. Oh ja, ich hab auch eine Schwäche für gut gekleidete Männer. Das ist so heiß!

Durch Henriks eingeschränkte Bereitschaft, sich auf eine Beziehung einzulassen, kommt es zu vielen dramatischen und traurigen Momenten, die mir wirklich nahe gingen. Allein die Sache mit der eingesauten Jogginghose ist so tragisch – für beide – dass es mir die Tränen in die Augen getrieben hat.

Es geht aber auch anders, und zwar zuckersüß. Die „Strawberry Kisses“ sind so herzallerliebst und so unschuldig, gleichzeitig aber auch so besitzergreifend und sexy. Aw!

Durch die Nebencharaktere kommt auch noch mal ziemlich Schwung in die Geschichte, die nicht ein einziges Mal irgendwie langweilig oder zäh ist und von der ersten Seite an fesselt. Sie verkomplizieren einiges, sind nicht immer unbedingt hilfreich, aber sehr liebenswert. Vor allem der junge Momo mit seinem ersten Liebeskummer und Boris, der in „[sub]optimal“ die Hauptrolle übernimmt.

A.C. Lelis, ein ganz großes Kompliment für diese grandiose Liebesgeschichte. I love it!!!

Fazit:

Heiß, heißer, Henrik und Julian. Wow!!! Eine megasexy Geschichte mit zwei attraktiven und sehr gegensätzlichen Protagonisten, die die Luft brennen lassen ❤

5stars

  • Taschenbuch: 368 Seiten
  • Verlag: Cursed Verlag; Auflage: 1 (13. März 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-13: 978-3942451031
  • Preis: 12,95€
  • Hier kann man es kaufen: Strawberry Kiss
  • Homepage der Autorin *klick*

3 Gedanken zu “Rezension: Strawberry Kiss – A.C. Lelis

  1. j125 schreibt:

    Hey Ramona,

    seit ich vor ein paar Tagen die ersten vier Step Up Filme gesehen habe, weil ich krank war, bin ich ein bisschen mit dem Tanz-Virus infiziert. Eigentlich bin ich kein Musik-Freak und tanzen kann ich auch nicht. Insofern spricht mich der Klappentext schon total an und du hast Recht, das Cover ist wirklich genial.

    Ich mache mir zwar noch ein wenig Gedanken, dass es mich nerven könnte, dass die Protas nicht in die Pötte kommen, aber das wird schon. Deine Begeisterung ist auf jeden Fall ansteckend, sodass das Buch auf meine Wunschliste wandert.

    Mich irritiert nur, dass ich zu dem Buch ein ganz anderes Cover im Kopf habe. Eines das mehr zum Titel passt, also ein viel helleres. Keine Ahnung wo das herkommt und womit ich das jetzt verwechsel, aber ich hab echt das Gefühl ich kenn das Buch mit anderem Cover 😀

    Liebe Grüße,
    Julia

    • Ramona schreibt:

      Hi Julia,

      ich bin auch kein Tanzfan, aber das Buch hat mich einfach angesprochen.
      Es ist sooo toll!

      Ich wüsste nicht, dass es ein anderes Cover gehabt hätte.

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