Keine Angst in Andersrum – Eine Geschichte vom anderen Ufer

keineangstinandersrumTante Maria mit dem Donnerlachen ist geschockt, als sie erfährt, dass „schwul“ bei Kindern und Jugendlichen gerne als Schimpfwort und Synonym für eklig eingesetzt wird. Luis meint nämlich, dass Spinat voll schwul sei. Außerdem sei die Liebe zwischen Männern unnatürlich. Das sagt zumindest Kevin, ein Junge, der schon in die 4. Klasse geht. Beim gemeinsamen Mittagessen mit Emma und Luis, erzählt sie ihnen deshalb eine Geschichte aus Andersrum.

In Andersrum ist alles andersrum. Männer haben Frauennamen, Frauen Männernamen. Männern tragen Röcke und Kleider und Frauen Hosen. Es gibt nur Bauarbeiterinnen und Krankenbrüder sowie Männer/Männer – und Frauen/Frauen – Konstellationen. Als sich aber der Inge und die Gerd ineinander verlieben, ist das Chaos perfekt. Ein Mann und eine Frau zusammen? Geht ja mal gar nicht. Aber irgendwann lernen auch die Andersrumer, dass es egal ist, wen man liebt.

Fazit:

Ich finde Olivia Jones total klasse. Ich mag ihre direkte Art. Deshalb war ich natürlich sehr gespannt auf ihr Kinderbuch – das können aber auch Erwachsene lesen. Es finden sich darin wundervolle Illustrationen – alles ist bunt und lebendig. Die Sprache ist einfach und doch einprägsam.

Es geht nicht darum, verschiedene Beziehungskonstellationen aufzuzeigen, sondern Toleranz zu vermitteln. Toleranz für die Liebe, die in ganz verschiedenen Formen auftritt. Liebe ist vielfältig und immer natürlich – egal, ob man hetero-, homo-, bi- oder transsexuell ist. Man kann sich schließlich nicht aussuchen, wen man liebt oder wer man ist. Man kann aber beeinflussen, wie man auf andere Menschen reagiert.

Die Geschichte eignet sich für Kinder ab 5 Jahren, vielleicht sollten sie sogar ein kleines bisschen älter sein, da der Text so gehalten ist, dass automatisch Fragen aufkommen. Am Ende des Buches gibt es auch noch einen kleinen Abschnitt mit Fragen – z.Bsp. warum Tante Maria, die ja eigentlich eine Frau ist, so ein tiefes Donnerlachen hat. Und Informationen über andere Länder, in denen Männer wirklich Frauennamen und Frauen Männernamen haben können sowie die Tatsache, dass manche Männer tatsächlich Röcke oder Gewänder tragen.

„Keine Angst in ANDERSRUM – Eine Geschichte vom anderen Ufer“ ist ein liebevoll gestaltetes Buch über Toleranz und die Natürlichkeit der Liebe und des Seins.

Absolute Leseempfehlung – nicht nur für die Kleinen.

prädikat

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