Rezension: Just a Bit Twisted (Straight Guys #1) – Alessandra Hazard

just-a-but-twistedInhalt:

Shawn Wyatt hadert mit seinem Schicksal. Nach dem Tod seiner Eltern, kümmert er sich aufopferungsvoll um das Wohl seiner vierjährigen Zwillingsschwestern. Das bedeutet jedoch, dass er neben seinem Studium auch noch zwei Jobs hat, um sich eine Nanny leisten zu können. Leider reicht das hinten und vorne nicht. Die Kleinen brauchen neue Kleidung, er sieht sie eigentlich so gut wie gar nicht, der Kühlschrank ist leer und die Miete ist auch schon wieder fällig. Als er Gefahr läuft, sein Stipendium zu verlieren, weil seine Noten unter der dauerhaften Belastung leiden, greift er zu einem ungewöhnlichen Mittel. Sein Kommilitone Christian hat ihm verraten, dass ihr verhasster und griesgrämiger sowie strenger Juniorprofessor Derek Rutledge eine Schwäche für junge, blonde Männer wie Shawn hat. Der ist zwar eigentlich hetero, aber für eine gute Note und Geld zum Überleben, überwindet er sich und lässt sich auf Rutledges Forderungen ein. Blowjobs und Küssen – dafür wird Shawn von seinem Professor bezahlt. Und so schlimm ist es gar nicht. Schnell stellt sich heraus, dass die erotischen und heimlichen Episoden auch Shawn nicht kalt lassen. Und plötzlich ist da so viel mehr. Doch ist dieser unnahbare und scheinbar gefühlskalte Mann wirklich zu tieferen Gefühlen fähig?

Meinung:

Ich weiß gar nicht so genau, was mich an dem Buch wirklich angesprochen hat. Lehrer/Schüler bzw. Studenten – Kombinationen finde ich, ehrlich gesagt, wenig ansprechend, aber der Klappentext hat sich wirklich interessant angehört. Außerdem kann man ja, KindleUnlimited sei Dank, auch mal experimentieren. Und ich bereue es wirklich nicht, dieses Buch gelesen zu haben.

Die Protagonisten sind total gegensätzlich, aber sympathisch, authentisch und sehr anziehend. Shawn ist ein junger, liebender, fürsorglicher und pflichtbewusster Mann, der komplett alleine dasteht, aber alles für seine Schwestern tut und auch wirklich hart kämpfen muss. Derek wiederum, ist das komplette Gegenteil. Er stammt aus einer reichen Familie, in der alles – wirklich alles – mit Geld geregelt wird. Er ist sehr streng, hat kein Mitleid für andere übrig und hat eine meterdicke Mauer um sich und sein Herz gezogen. Shawn ist das Licht und Derek die Dunkelheit.

Der „Hottie-Faktor“ liegt deutlich bei Derek – meiner Meinung nach zumindest. Diese unnahbare, düstere Ausstrahlung ist einfach heiß!

Interessanterweise folgt diese Geschichte keinem Klischee. In diesem Fall ist nämlich der „Lehrkörper“ total heiß auf seinen Studenten. Shawn hatte ja noch gar nicht wirklich Zeit, sich mit seiner Sexualität auseinanderzusetzen. Er denkt zwar, er sei heterosexuell, aber durch Derek wird er schnell eines besseren belehrt. Ob er aber wirklich homosexuell ist oder eher bi, sei mal dahingestellt. Und Derek hat auch noch eine besondere Vorliebe. Er hat nämlich kein „Gay-Radar“, sondern ein „Straight-Radar“. Er liebt es, heterosexuelle Männer zu verführen. Wenn er sie aber erst mal „geknackt“ hat, werden sie für ihn uninteressant. Bei Shawn ist jedoch alles anders. Das Begehren geht viel tiefer.

Obwohl die Geschichte von der Länge her (160 Seiten) eher einer Novelle entspricht, bekommt man doch einen ganz guten Einblick in das Gefühlsleben von Shawn, aus dessen Sicht sie auch erzählt wird. Aber auch Dereks Vergangenheit wird aufgedeckt und man versteht, warum er so geworden ist.

Ich hatte am Anfang ein bisschen Angst, dass die ganze Blowjob-Nummer Richtung Zwang/Überwindung abdriftet. Aber das war völlig unbegründet, weil man wirklich nah an Shawns Gedanken und Gefühlen dran ist und man die Entwicklung von einem ungewohnten Gefühl zu Begehren live miterlebt.

Die Erotik nimmt einen großen Platz in der Story ein – wirkt aber nicht erdrückend, sondern sehr abwechslungsreich und sexy. Manchmal geht es umgestüm zur Sache, manchmal aber auch sehr zärtlich. Hin und wieder bedarf es auch gar keiner Worte, wenn die Körper und die Gefühle im Einklang sind.

Besonders gefallen hat mir der „bossy“ Ton von Derek. Mh! Sein dominantes Verhalten, gepaart mit dieser düsteren Ausstrahlung, ist Sex pur.

Rutledge kissed the same way he acted: bossy, demanding and hard.

Mich hat die Geschichte von der ersten Seite an gefesselt. Der Schreibstil ist locker, aber eindringlich, und ich würde sagen, dass „Just a Bit Twisted“ auch für Leser geeignet ist, die selten auf Englisch lesen bzw. gerade erst begonnen haben.

Der einzige Kritikpunkt: Es hätte wirklich VIEL länger sein sollen/müssen/dürfen.

Absolute Leseempfehlung!

Fazit:

Diese Novelle sollte man sich nicht entgehen lassen. Eine Mischung aus Erotik, Drama und wahrer Liebe, die trotz der Kürze gut zur Geltung kommt.

5stars

6 Gedanken zu “Rezension: Just a Bit Twisted (Straight Guys #1) – Alessandra Hazard

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