Rezension: Gefangen im Zwielicht – Verena Rank

Inhalt:

Leon Bergmann ist auf den ersten Blick ein ganz normaler Mann. Er arbeitet in der Immobilienfirma seines Vaters, trifft sich ab und zu mit Freunden und hat kein Problem damit Frauen kennenzulernen. Allerdings hat er ein kleines Extra – er besitzt telepathische Fähigkeiten. Die setzt er immer wieder gerne ein, um seinen Vater vor fadenscheinigen Käufen zu bewahren.
Als Leon bei einem Geschäftsessen auf Alexei Grigorescu trifft, verändert sich sein Leben von Grund auf. Alexei ist ebenfalls ein Telepath und weckt Gefühle in ihm, die ihm bisher fremd waren.
Während Leon damit zu kämpfen hat, sich Hals über Kopf in einen Mann zu verlieben, verrennt sich sein bester Freund Tom in irrwitzige Wahnvorstellungen von blutsaugenden Vampiren. Die gibt es schließlich gar nicht. Oder doch?

Meinung:

Ich hab dieses Buch schon vor Ewigkeiten mal gelesen und fand es klasse. Eine schöne Vampirgeschichte, die auch Jahre später noch positive Erinnerungen hervorruft. Vor ein paar Wochen kam „Gefangen im Zwielicht“ allerdings ĂĽberarbeitet und mit frischem Cover neu heraus. Ein guter Grund, um sie noch mal zu lesen – besonders da sie nun etwas dĂĽsterer sein sollte. Ich liebe dĂĽstere, gefährliche Vampire. Ich muss aber gestehen, dass ich nicht auf Anhieb sagen könnte, was denn nun anders ist. Wahrscheinlich ist der erste Kontakt mit dem Buch einfach schon zu lange her.

DĂĽster(er) fand ich die Geschichte nicht, gefallen hat sie mir aber trotzdem immer noch. Die Atmosphäre des Buches ist sehr sanft, sehr ruhig – trotzdem gibt es da aber eine unterschwellige Spannung, die fesselt. Normalerweise stehe ich bei Vampirromane eher auf die erotisch-blutrĂĽnstige Variante Ă  laBlack Dagger Brotherhood„, bei der es auch mal brutaler zugehen darf – gerade bei den Kämpfen. Dennoch haben mir Verena Ranks Vampire groĂźe Freude bereitet, vor allem weil sie dieses „Vlad“-Feeling verströmen. Wenn man die dunkle Villa der Grigorescus betritt, scheint man eine kleine Zeitreise zu machen. ZurĂĽck nach Rumänien, in das Zeitalter des VampirfĂĽrsten. Grigorescu Senior ist schon ein komischer Kauz, der noch immer am liebsten in einem Sarg schläft und allgemein eine etwas unheimliche Ausstrahlung hat. Mit Alexeis eifersĂĽchtigem und intriganten Cousin kommt dann auch noch eine Bedrohung hinzu, die der Geschichte ganz gut tut. Besonders gefallen hat mir auch Tom, der im Laufe des Buches paranoide und besessene ZĂĽge annimmt, in seinem Inneren aber ein ganz lieber und loyaler Mensch ist.

Interessant ist auch der Kontrast der Protagonisten. Leon scheint wirklich alles zu haben. Gutes Aussehen, eine tolle Wohnung, eine fast perfekte Familie mit liebenden Eltern und einer netten Schwester, einen interessanten Job und eine Gabe, die ihm noch mal eine weitere Portion Selbstbewusstsein verleiht. Alexei wiederum ist der klassische unnahbare Fremde, der unwirklich schön und von Geheimnissen umgeben ist. Die Liebe der beiden ist so zärtlich, teilweise fast schon unschuldig – einfach sĂĽĂź. Mir hat es nichts ausgemacht, dass die Luft nicht Feuer fängt und die Emotionen nicht wirklich hochkochen. Ich bin auch so dahingeschmolzen.

Romantisch, vielleicht ein kleines bisschen kitschig, aber soooooo schön.

Fazit:

Wer es gerne etwas ruhiger angehen lässt, ist hier genau richtig. Eine romantische Liebesgeschichte zwischen einem Vampir und einem außergewöhnlichen Menschen.

4halbsterne

  • Format: Kindle Edition
  • Dateigröße: 640 KB
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 218 Seiten
  • Preis: 4,99€
  • Verlag: dead soft verlag (13. September 2015)
  • Hier kann man es kaufen: Gefangen im Zwielicht
  • Oder direkt beim Verlag *klick*
  • Homepage der Autorin: Verena Rank

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