Rezension: Trust – Eine Frage des Vertrauens – Barbara Corsten

trustInhalt:

Dean Winstons Leben gleicht einem Trauerspiel. Von den Eltern verstoßen flüchtet er nach New York und gerät direkt in die nächste Katastrophe. Er verliebt sich in einen verheirateten Mann, der ihn aufs Übelste verbal und schließlich auch körperlich misshandelt. Alles was ihm bleibt ist sein Job. Doch auch den verliert er. Als er sein Selbstmitleid in einer Bar ertränken will, trifft er auf Jim Churchill, der sich gerade von einem Autounfall erholt. Die Chemie stimmt sofort und ehe sie sich versehen, landen sie im Bett und verlieben sich ineinander. Es kriselt jedoch schnell, als herauskommt, dass Jim wichtige Details vor ihm verbirgt und plötzlich auch noch die Vergangenheit vor der Tür steht. Gerade als etwas Glück in Deans Leben gezogen ist, scheint es ihm wieder durch die Finger zu rinnen.

Meinung:

Dieses Buch zu bewerten fällt mir nicht leicht. Ich schwanke zwischen Faszination und Frustration. Der Plot ist klasse und trifft genau meinen Geschmack. Schon zu Beginn bekommt man einen guten Überblick über die Dramen, die Deans Leben bereits heimgesucht haben und die im Laufe des Buches noch folgen werden. „Trust“ hat ein unheimlich hohes Dramapotential – es gibt so viele Schicksalsschläge, Missverständnisse, Geheimnisse und Altlasten, die die junge Liebe bedrohen, man dürfte eigentlich gar nicht mehr zu Atem kommen. Allerdings hab ich mich mit dem Schreibstil der Autorin sehr schwergetan. Nach dem zweiten Anlauf ist es mir gelungen, am Ball zu bleiben, obwohl mich die ersten zweihundert Seiten etliche Nerven gekostet haben. Während mich die Idee der Geschichte gefesselt hat, blieben leider die Emotionen auf der Strecke. Von den ganzen Gefühlen, die man aufgrund von Deans Vergangenheit und seinem seelischen Zustand erwarten müsste, kam leider kaum etwas bei mir an. Ich hatte das Gefühl, als stünde eine meterdicke Wand aus Watte zwischen mir und dem Gefühlsleben der Protagonisten. Es war fast unmöglich, an das Wesentliche der Geschichte heranzukommen. Aber es hat sich gelohnt durchzuhalten. Irgendwann ist der Knoten geplatzt und die Gefühle haben sich ihren Weg durch die scheinbar undurchdringliche Mauer in mein Herz gekämpft. Dieser Moment war ein kleiner Schock, da ich wirklich nicht mehr damit gerechnet hätte. Ab da hat das Lesen wirklich großen Spaß gemacht und im Großen und Ganzen habe ich das Buch schlussendlich zufrieden zugeschlagen – trotz der Schwierigkeiten am Anfang und dem kurzen Zusammenzucken am Ende, da der Schluss doch im starken Kontrast zu den ersten Seiten steht.

Fazit:

Eine dramatische Romanze mit Psychothrillanteilen, die mich stellenweise frustriert hat, aber dennoch einige positive Aspekte bereithält.

3 Stars

  • Format: Kindle Edition
  • Dateigröße: 1043 KB
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 374 Seiten
  • Verlag: dead soft verlag (26. November 2015)
  • Hier kann man es kaufen: Trust – Eine Frage des Vertrauens
  • Oder direkt beim Verlag: *klick*

 

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s