Top Ten Tuesday #9 – Wunschparade. 10 buchige Wünsche …

Heute geht es um 10 Dinge, von denen man gerne (mehr) in Büchern lesen würde: Epochen, Charaktereigenschaften, Handlungsorte, Krankheiten, Hobbys, Berufe, Kulturen …

Hier sind meine 10 Buchwünsche:
Okay, wenn man es genau nimmt, sind es sogar 12 🙂


1. (Paläo) – Anthropologen

Dieser Wunsch dürfte natürlich an meinem Studium liegen, da ich selbst in diesem Bereich tätig bin. Dadurch kann ich aber auch sagen, dass die (Paläo) – Anthropologie eines der am breitesten gefächerten und spannendsten Berufsfelder ist. Von den Anfängen der Menschwerdung über Gesichtsrekonstruktionen, die neurologische und physiologische Entwicklung über Jahrmillionen, Aufklärung aktueller und historischer Mordfälle bis hin zur Katalogisierung und Auswertung von Knochenmaterial aus archäologischem Kontext. Es gibt also sehr viele interessante Ansätze 🙂 Ich würde mir einen knochentrockenen, sarkastischen Anthropologen wünschen.

2. Zahnlücken

Warum hat eigentlich jeder Protagonist eine ebenmäßige und strahlend weiße Zahnreihe? Wo sind die Menschen, die von Natur aus eine Zahnlücke ihr eigen nennen? Mir fällt auf Anhieb keine Buchfigur ein, die eine hat (ausgenommen Zahnverlust durch Unfall oder Folter). Ich freu mich immer, wenn ich jemanden sehe, der eine Zahnlücke hat, nicht nur, weil ich selbst eine besitze, es ist einfach ein schöner Bruch mit der gängigen Norm.

3. Römische und griechische Antike

Die Antike bietet so viele interessante Aspekte – die Mythologie oder die großen Entwicklungen im Bereich Architektur, Medizin, Militär und Gesellschaft. Ich würde so gerne mehr Geschichten lesen, die in dieser Zeit angesiedelt sind. So ein verliebter Herkules hätte doch was 🙂

4. Gestaltwandler – Vielfalt

Ich liebe Wandlergeschichten, aber auf Dauer fehlt die Diversität. Das Hauptaugenmerk liegt auf Löwen, Wölfen und Bären. Die sind ohne Frage toll, aber die Tierwelt ist so groß, so umfangreich, so bunt. Da gibt es viel zu entdecken.
Ein paar schöne Beispiele: der Igel aus Ein stachliger Gefährte, das Eichhörnchen aus Nutty Romance und der Raubfisch aus Im Fischernetz.
Oder was wäre, wenn es Gestaltwandler geben würde, die sich nicht in Tiere verwandeln, sondern in Gegenstände, z.Bsp. in eine Vase. Okay, das ist jetzt nicht das perfekte Beispiel, aber das würde doch ganz neue Möglichkeiten aufzeigen.

5. Prinzen und Könige

In Fantasygeschichten trifft man oft auf Könige und Prinzen, die zwangsverheiratet werden oder viele Widrigkeiten bestehen müssen, um ihren Traummann ehelichen zu dürfen. Mir fällt aber keine schwule Geschichte mit einem „Real life“ – Prinzen oder König ein. Dabei stelle ich mir diesen Umstand wirklich interessant vor. Wie würde man im 21. Jahrhundert auf einen schwulen Thronfolger reagieren? Was wäre, wenn sich der amtierende Monarch outet?

6. Safari 

Ich hab schon so viel über Südafrika gelesen, irgendwann würde ich gerne mal dorthin, aber bis dahin muss ich mich noch gedulden. Eine Liebesgeschichte, die auf einer Safari beginnt, wäre doch ein Traum. Eine wunderschöne Lodge, der Sternenhimmel, Tiere in freier Wildbahn. Was will man mehr …

7. Vom Bösewicht zum Sympathieträger

Viele Geschichten brauchen einen Bösewicht – die Quelle des Unheils – den Antagonisten, den man für alles Schlechte verantwortlich machen, den man hassen kann. Aber es gibt auch Ausnahmen. Bösewichte, die einen mit ihrer Bad Boy – Attitude um den Finger wickeln und deren großes, weiches Herz überraschend hervorbricht. Wo sind die nur?
Mein allerliebster Bösewicht ist Bane aus „The Dark Knight Rises“ ❤

8. Liebe nach dem Tod

Ich finde den Gedanken, dass man nach dem Tod in neuer Form wieder auf die Erde kommt und eine weitere Chance erhält, wundervoll. Den Fantasien, wie es nach dem Tod weitergeht, sind keine Grenzen gesetzt. Aber was ist, wenn es wirklich irgendwo einen Ort gibt, wo man die Ewigkeit verbringt, ohne dass es als Himmel und Hölle klassifiziert wird? Wenn man dort endlich so sein und so leben kann, wie man es schon immer wollte und auf die Liebe trifft und das Glück findet, das man im Leben immer gesucht hat?

9. Psychische Erkrankungen

Ich weiß, dass das kein einfaches Thema ist, aber trotzdem würde ich gerne mehr darüber lesen. Millionen Menschen leiden an Angstzuständen, Depressionen und vielen anderen Erkrankungen der Psyche, und auch sie verlieben sich und wollen glücklich sein, müssen dabei aber einen schweren Kampf mit sich selbst austragen. Es sollten keine „Und sie lebten glücklich bis an ihr Lebensende“ – Zuckerromanzen sein, eher ein Silberstreifen, der die Dunkelheit ein bisschen heller macht.

10. Das alte Ägypten

Ich hatte schon immer ein Faible für die Geschichte Ägyptens und die Mythologie. Am Wüstengott Seth habe ich einen Narren gefressen, um den sich wilde Geschichten ranken. Es wäre doch toll, wenn ein Archäologe auf ein gut verstecktes Grab stoßen würde, die Mumie erweckt, tausende Jahre in der Geschichte zurückgeschleudert wird und sich verliebt.


P.S. Ganz weit oben auf meiner Liste stehen noch zwei Wünsche 🙂
Mehr Military Romance. Der deutsche Markt ist ja noch recht übersichtlich.
Das Happy End für Vishous und Butch. Das wäre mein absoluter Buchtraum *hach* ❤


Welche Wünsche schlummern in euch?

Quelle: http://www.brokeandbookish.com

5 Gedanken zu “Top Ten Tuesday #9 – Wunschparade. 10 buchige Wünsche …

  1. Barbara Drucker schreibt:

    Der römischen Antike schließe ich mich unbedingt an 🙂 18. Jahrhundert fände ich auch toll. Über den Rest verrate ich jetzt nichts, den schreibe ich gerade selbst 😉

  2. laberladen schreibt:

    Meine Wunschliste würde nicht alles enthalten, was Du aufgeführt hast (Gestaltwandler z. B. können mich so gut wie gar nicht hinterm Ofen vor locken), aber einige Wünsche haben wir schon gemeinsam.
    Ich kenne z. B. auch keine Helden mit Zahnlücke oder ähnlichem, finde im richtigen Leben aber perfekte Zähne so gut wie nie. Da gibt’s mal nen schiefen Zahn oder eben eine Zahnlücke und das macht die Menschen individuell und kann super sexy sein. Das darf auch ruhig öfter in Büchern vorkommen.
    Genauso finde ich die Idee eines schwulen Thronfolgers oder Königs im 21. Jahrhundert interessant oder die Bösewichte mit dem überraschend weichen Herzen (die mag ich auch in Thrillern sehr gern).

    Und für Deinen Wunsch nach realistischer Darstellung psychischer Erkrankungen, die aber trotz der schweren Umstände ein Happy End haben, kann ich nicht oft genug mit „Carry The Ocean“ und der Fortsetzung „Shelter The Sea“ von Heidi Cullinan wedeln. Die beiden Bücher sind einfach grandios!

    LG Gabi

    • Ramona schreibt:

      Zahnlücken sind echt toll und ja, auch sexy 🙂
      Aber manchmal ist es mit ihnen nicht einfach. Ich hab meine als Kind bzw. Teenager verflucht. Man wird gerne dafür gehänselt. Meine Zahnärztin hat mir eine Zahnspange verwehrt, weil sie der Meinung war, dass die Weisheitszähne die beiden vorderen Schneidezähne zusammenschieben würde. Tja, das ist nicht passiert. Und mit Anfang zwanzig hatte ich dann keinen Bock mehr auf eine Zahnspange und bin jetzt sehr froh darüber, eine Zahnlücke zu haben.

      Ich hab deine Rezensionen zu den beiden Büchern gelesen und hab sie auch auf dem Reader, aber wie gesagt, mit Heidi Cullinan steh ich auf Kriegsfuß. Alle Bücher, die ich bisher von ihr gelesen habe, waren eher mittelmäßig und haben mich nicht erreicht. Und gerade bei diesem Thema bin ich vorsichtig.

    • CeliaJansson schreibt:

      Oh ja, „Carry the Ocean“ wollte ich auch empfehlen, ich wusste nicht, dass es dazu eine Fortsetzung gibt. Sehr einfühlsame Geschichte über zwei Jungs, einer Autist, der andere depressiv. Ich habe da selbst so einige Plotideen. Ich denke, es ist ein sensibles Thema zu dem man viel recherchieren muss, viele Autoren trauen sich vielleicht nicht ran. Dabei gäbe es so viele Möglichkeiten.

      Was ich noch vermisse sind mehr historische Romane. Die scheinen in Deutschland ja nicht so beliebt zu sein, sobald da keine hübsche Frau drauf ist. Ebenso hätte ich gerne mehr SF und High Fantasy.

  3. laberladen schreibt:

    Ich versuche weiterhin, Dich für die Roosevelt-Reihe zu begeistern, bis Du ihr eine Chance gibst 🙂 Ich finde, da werden psychische Krankheiten (schwere Depression, Angsterkrankung, dazu Autismus) gut dargestellt und positive wie negative Reaktionen dazu realistisch geschildert. Und die Lovestory ist einfach wunderschön.

    Vielleicht liest ein Autor/in diesen Beitrag und baut mal nen sexy Helden mit Zahnlücke ein. Würde mir gefallen!

    LG Gabi

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