[Kurz & Knapp] Valentin. Jenseits der Schatten – Aleksa Riley

Die größte Kraft wächst aus der Asche alten Leids.

Valentin ist ein Spin – Off zur Gay Military – Reihe Greyscale, kann aber auch unabhängig davon gelesen werden.
Im Mittelpunkt steht Valentin „Kitty“ Kitzner, ein KSK – Soldat und Kollege von Gerrit deBoer.

Egal, was Valentin auch anstellt, keine seiner Beziehungen hält lange. Als ihn seine aktuelle Freundin verlässt, bröckelt seine Fassade. Ist er wirklich schwul? Valentin balanciert auf einem schmalen Grat zwischen Verzweiflung und Selbstverletzung. Als dann noch sein Vater anruft und die Vergangenheit aufleben lässt, beginnt er, das Gleichgewicht zu verlieren und in die Tiefe zu stürzen. Hinein in Selbsthass, schmerzliche Erinnerungen, Lug und Betrug und eine ungewisse Zukunft. Doch einer ist immer an seiner Seite: Bastian, sein bester Freund und Teamkamerad.

Fazit:

Das Cover lässt schon erahnen, dass man sich mit dieser Geschichte auf eine Reise begibt, die unter die Haut gehen und in die tiefsten menschlichen Abgründe hinabführen wird. Valentin nimmt den Leser mit hinter den Vorhang, der seine Kindheit und Jugend und all die schmerzhaften Erfahrungen gut abschirmt. Niemand ahnt, was sich in seinem Inneren verbirgt, welches Leid er hinter seiner fröhlichen und selbstsicheren Fassade versteckt. Nicht mal sein bester Freund Bastian.

„The things you hide in your heart eat you alive.“

Aleksa Riley lässt Valentins „Monster“ nicht in allen Details auferstehen. Sie sind da, aber nicht in voller Gänze greifbar. Ein unheilvoller, verschwommener Schatten, der sich auf die Geschichte legt. Stattdessen konzentriert sie sich auf Valentin und sein Gefühlsleben. Ich glaube, ich hätte es nicht ertragen, wenn die Erlebnisse in allen Farben und Details wiedergegeben worden wären. Allein die Veränderung in Valentin – vom knallharten Kommandosoldaten, der sich auch gegen den tödlichsten Gegner zur Wehr setzen kann, zu einem hilflosen, unsicheren Häufchen Elend – hat gereicht, um eine Atmosphäre zu schaffen, der man sich nicht entziehen kann. Die markerschütternde Panik, die lähmende Angst und die Verzweiflung haben mich tief berührt.

Ich werde Valentin nie mehr mit den gleichen Augen betrachten, wenn er mir bei Greyscale begegnet. Innerhalb kürzester Zeit hat sich eine Verbindung aufgebaut, genährt aus Mitgefühl und Hochachtung. Valentin wird nie mehr einfach nur ein Teamkamerad von Gerrit sein, sondern der Mann, der sich – mit Hilfe seines besten Freundes – von den Lasten der Vergangenheit befreit und einen Neuanfang für sich geschaffen hat. Vielleicht wird er irgendwann sein ganz großes Glück finden. Ich würde es ihm von Herzen gönnen.

Hier kann man es kaufen/leihen: Valentin – Jenseits der Schatten

2 Gedanken zu “[Kurz & Knapp] Valentin. Jenseits der Schatten – Aleksa Riley

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