[Kurz & Knapp] Der Morgen, den ich fürchte – Eliza Bauer

David nimmt Abschied von dem Haus, das 30 Jahre lang sein Heim war. Auf seinem Streifzug durch den Garten und die einzelnen Räume, kehrt er zurück in das Jahr 1984, als er seinen Freund Adam kennen und lieben gelernt hat.
David arbeitet in der Kanzlei seines Vaters und hat gerade eine Scheidung hinter sich. Als ihn eine Kollegin auf die Einweihungsparty von Adam schleppt, ahnt er noch nicht, welche Auswirkungen diese Begegnung haben wird. Zum ersten Mal in seinem Leben kann David frei sein, aber hat er auch den Mut, den ihm vorbestimmten Lebensweg zu verlassen?

Fazit:

Eine nostalgische Zeitreise in die 80er Jahre. Vom Titel her hätte ich eine dramatische Liebesgeschichte vermutet, aber weit gefehlt, „Der Morgen, den ich fürchte“ kommt ohne überraschende Wendungen und Dramatik aus, punktet dafür aber mit viel Gefühl.

Der Leser wird lange Zeit im Unklaren gelassen, warum David das Haus verkauft und wo sich Adam befindet. Mir hat die Art der Erzählung sehr gefallen. Eigentlich mag ich keine Rückblenden, aber hier hat es sich auf ganz wunderbare Weise eingefügt. David hat Jahrzehnte in diesem Haus gewohnt, da haben sich in jedem Zimmer und jedem noch so kleinen Winkel Erinnerungen angesammelt, die er nun mit dem Leser teilt. Der Fokus liegt dabei aber auf ihrem Kennenlernen und den Anfängen ihrer Liebe. Die Rückblenden erzählen von dem Mut, zu sich selbst zu stehen.

Mich hat jedoch der Schluss am meisten berührt. Ein Ende voller Emotionen, das mir wahrscheinlich noch sehr, sehr lange in Gedanken bleiben wird. Liebe ist in jedem Alter schön und nicht weniger anregend. Ich hoffe, den beiden bleiben noch ganz viele gemeinsame Jahre.

Hier kann man es kaufen/leihen: Der Morgen, den ich fürchte

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