[Rezension] Slow Heat – Leta Blake

Inhalt:

Jungalpha Jason Sabel ist gerade mal neunzehn Jahre alt und besucht das Alphatraining, um alles zu lernen, was ein Alpha wissen und können muss. Als er mit seinem besten Kumpel Xan in der Bibliothek nach einem Buch sucht, trifft er zufĂ€llig auf seinen ÉrosgĂ pe, seinen vom Schicksal bestimmten GefĂ€hrten. Doch eigentlich ist es dafĂŒr viel zu frĂŒh. Omega Vale Aman ist 36 und hat sich ein solides Leben aufgebaut. Er unterrichtet an einer Schule, frönt seinem Hobby der Poesie und trifft sich regelmĂ€ĂŸig mit seinen Freunden. Er hat sich schon lĂ€ngst damit abgefunden, niemals seinen GefĂ€hrten zu finden. Doch dann platzt Jason im wahrsten Sinne des Wortes in sein Leben und stellt es gehörig auf den Kopf. Gefangen in seiner Vergangenheit, deren Folgen noch heute spĂŒrbar sind, und dem Verlangen nach seinem deutlich jĂŒngeren Alpha, stĂŒrzt Vale in tiefe Verzweiflung und stĂ¶ĂŸt Jason von sich.

Meinung:

Seit „Wake Up Married“ gehört Leta Blake zu meinen absoluten Lieblingsautorinnen. Ich hĂ€tte das Buch allein schon aus diesem Grund gelesen, die Thematik der Geschichte ist jedoch auch nicht zu verachten. Es geht um Alpha/Omega – Konstellationen. Das impliziert natĂŒrlich eine Gestaltwandlergeschichte, das ist „Slow Heat“ aber nicht. Es handelt sich um eine Dystopie. Menschen – und vor allem Frauen – gibt es in dieser Welt schon lange nicht mehr. Übriggeblieben sind nur die genetisch verĂ€nderten MĂ€nner, die dem Wolfgott huldigen, klare Hierarchien innehaben und sich von ihrer animalischen Seite leiten lassen. Die Autorin hat eine komplexe und völlig neue Welt erschaffen, die sich aber dennoch an ihren menschlichen Vorfahren orientiert.

Interessant ist auch die Tatsache, dass hier der Omega der Ă€ltere Part ist. Ich kenne nur Geschichten, in denen der Alpha ein paar Jahre reifer ist. Die 16 Jahre Altersunterschied fallen hier sehr schwer ins Gewicht. Vales und Jasons Welt ist geprĂ€gt von einer Regierung, die aktiv und grenzĂŒberschreitend in die Familienbildung eingreift, die jeden noch so kleinen Fehler hart bestraft. Man muss einem strengen Protokoll folgen, um sich miteinander verbinden zu können.

Jason hat mich von Anfang an fasziniert und fĂŒr sich eingenommen. Er ist ĂŒber sich hinausgewachsen und hat die Verantwortung fĂŒr seinen Omega ĂŒbernommen, obwohl er gerade erst erwachsen geworden ist und wie ein Welpe wirkt, der noch in seine Pfoten hineinwachsen muss. Bei Vale hingegen ist es ein bestĂ€ndiges Auf und Ab. Er hat in seiner Vergangenheit einen riesengroßen Fehler begangen, von dem er sich heute noch leiten lĂ€sst. Das fĂŒhrt natĂŒrlich zu vielen Problemen. Er will Jason, kann ihm seiner Meinung nach aber nicht das geben, was dieser braucht. Frustration ist hier schon vorprogrammiert. Und trotzdem sind sie beide einfach nur wundervoll in all ihrer GegensĂ€tzlichkeit. Die Anziehung ist von Anfang an da, das Begehren steigert sich ins Unermessliche, wĂ€hrend das GefĂ€hrtenband von Zeile zu Zeile fester und allumfassender wird. Die Liebe zwischen ÉrosgĂ pes ist etwas ganz besonderes. Der Baby – Alpha ist einfach zuckersĂŒĂŸ, auch wenn die Dominanz bereits unter der OberflĂ€che lauert. Das ist heiß!

Leta Blake hat ein HĂ€ndchen fĂŒr dramatische Geschichten und liebevoll ausgearbeitete und vielschichtige Charaktere. Sie hat mich von der ersten Seite an in ihren Bann gezogen. Im Gegensatz zu ihren anderen BĂŒchern liegt hier der Fokus auch deutlich auf  dem politischen Geschehen, um MissstĂ€nde aufzudecken, die wir auch in unserer Welt finden. Die AtmosphĂ€re ist dĂŒster, durchzogen von der jugendlichen Energie Jasons, wildem Verlangen, heißem Sex und strahlender Liebe. Die Spannungskurve geht bis zum Ende steil nach oben – hinter jeder TĂŒr verbirgt sich mindestens eine Leiche, jeder hat ein PĂ€ckchen zu tragen, das ihn möglicherweise den Kopf kosten könnte – kurz vor Schluss erreicht sie dann ihren Höhepunkt und reißt alle in die Tiefe und in das dort lauernde Verderben.

But horrible things happen alongside wonderful things all the time. And if you let the horrible things detract from the wonder of the good things, you’ll never really feel true happiness.

Fazit:

Ein absolutes „must read“ fĂŒr alle Leta Blake – Fans. Eine Liebe vor dystopischer Kulisse, die sich gegen Vorurteile, dramatische Entwicklungen und DĂ€monen der Vergangenheit durchsetzen muss.

  • Format: Kindle Edition
  • DateigrĂ¶ĂŸe: 2697 KB
  • Verlag: Leta Blake Books (16. Mai 2017)
  • KindleUnlimited: Ja
  • Sprache: Englisch
  • ASIN: B071VMX4QH
  • Hier kann man es kaufen/leihen: Slow Heat: Alpha Omega Gay Romance

[Kurz & Knapp] Will hier jemand Haggis? Lauwarme Schottenromanze – Jona Dreyer

„Zieh dich warm an, haben sie gesagt. In Schottland ist es arschkalt, haben sie gesagt.“

Adriens Ankunft in Glasgow steht unter keinem guten Stern. Statt dem erwarteten kĂŒhlen und regnerischen Wetter, empfangen ihn strahlender Sonnenschein und kuschelige 24°C. Eigentlich ein Grund zur Freude. Leider hat sich Adrien fĂŒr eine Nordpol – Expedition eingedeckt. Seine Garderobe besteht aus Wollsocken, Pullover und langen Hosen. Da kommt man schon mal ins Schwitzen. Noch schlimmer wird es, wenn einem der heißeste Highlander Schottlands als Reiseleiter vor die Nase gesetzt wird. Lachlan ist die Versuchung in Person. Und dann sind da noch die zwei deutschen Touristinnen, die auf MĂ€nnerfang sind und sowohl Adrien als auch Lachlan als potentielle EhemĂ€nner auserkoren haben. Dabei hat Adrien nur Augen fĂŒr seinen heißen Schotten, der unerreichbar erscheint.

Fazit:

„Will hier jemand Haggis?“ ist eine urkomische Romanze, die man einfach lieben muss.

Ich wollte schon immer mal nach Schottland und dank Jona Dreyer habe ich einen herrlichen Kurztrip im Land der DudelsĂ€cke, Kilts und des Whiskeys verbracht. Man trifft auf einen der sagenumwobenen Highlander, leider muss man sich mit einem Exemplar zufriedengeben, das nicht schon morgens vor dem FrĂŒhstĂŒck Ochsen bezwingt und sich mit Baumstammweitwurf fit hĂ€lt. Er ist aber trotzdem ziemlich heiß, keine Sorge. DafĂŒr darf man aber einen exklusiven Blick auf das Monster von Loch Ness werfen und das ist gar nicht soooo groß und furchterregend wie erwartet. Es geht ĂŒber saftig grĂŒne Wiesen, vorbei an idyllischen Seen und schneebedeckten Bergen und schließlich landet man an einem sonnenbeschienenen Strand. Rau und charmant zugleich. Begleitet von den Mitreisenden auf die man natĂŒrlich nicht verzichten kann. Japanische Touristen mit der obligatorischen Kamera und Deutsche mit schlechtem Englisch. Ich sag nur egg-lĂ€ying woolmilkpig. Das sorgt fĂŒr eine Menge Lacher. Gekrönt wird das Ganze von einem Ausflug in die Vergangenheit zweier verfeindeter Clans, einem Fetisch und der wichtigen Frage: Was trĂ€gt Mann eigentlich unter dem Kilt?

Ich hatte beim Lesen das GefĂŒhl, als wĂ€re die Geschichte ein Akt der Vereinigung zwischen Protagonisten und Leser. Die Überspitzung bzw. EntkrĂ€ftung gĂ€ngiger Klischees, das fast schon archaisch anmutende Vorspiel von Adrien und Lachlan, die sich gegenseitig bekloppte SprĂŒche vor den Latz zu knallen, und das Katz und Maus – Spiel mit den beiden deutschen Touristinnen. Humor öffnet das Herz, und genau das hat hier wunderbar geklappt. Man war ganz nah dran, die emotionale Tiefe der Liebesgeschichte hat sich potenziert. Von den zaghaften, unsicheren AnnĂ€herungsversuchen, dem Mittelteil, der rasch an IntensitĂ€t gewinnt und dem wundervollen Ende, mit vielen herzzereißenden Momenten und ganz viel Liebe. Da kommt man nicht umhin, das ein oder andere TrĂ€nchen zu verdrĂŒcken.

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[Kurz & Knapp] Paragraphenreiter – Louisa C. Kamps

Florian Richter, der nicht nur so heißt, sondern auch tatsĂ€chlich Richter ist, wird nach einem Fahrradunfall ins Krankenhaus eingeliefert, was dĂŒstere Erinnerungen hervorruft. Genau in diesem hat er vor Jahren einen Teil von sich verloren. Sein Benehmen spiegelt die unterschwellige Panik wieder, die ihn fest im Griff hat. Das bekommt natĂŒrlich das Krankenhauspersonal zu spĂŒren. Nur einer lĂ€sst sich davon nicht beeindrucken: Mathias Winkler, die Stationsleitung. Florian fĂŒhlt sich sofort zu ihm hingezogen, nach seinem fluchtartigen Abgang besteht aber keine Hoffnung, ihn je wiederzusehen. Dann spielt ihm jedoch das Schicksal in die HĂ€nde und das Chaos nimmt seinen Lauf. GefĂŒhle entstehen und kollidieren mit Florians Vergangenheit, seinem aktuellen Prozess und Mathias Weigerung, eine heimliche Beziehung zu fĂŒhren.

Fazit:

Mich hat vor allem Florians Beruf angesprochen. Es gibt viele Geschichten mit RechtsanwĂ€lten, aber ein Richter ist mir bisher noch nicht untergekommen. Man kann ihm zwar im Gerichtssaal nicht oft ĂŒber die Schulter schauen, es spielt sich eigentlich alles in seinem BĂŒro ab, dennoch bekommt man einen guten Einblick in die Machtstrukturen im Gericht und den lĂ€sternden Flurfunk. Im Zentrum steht allerdings Florians innerer Kampf. Nach einem schweren Schicksalsschlag hat er sich zurĂŒckgezogen und Privatleben und Beruf strikt getrennt. Niemand am Gericht weiß, dass er schwul ist und das soll auch so bleiben. Da funkt ihm jedoch Mathias dazwischen, der schlechte Erfahrungen mit heimlichen Beziehungen gemacht hat. Das Drama ist also bereits vorprogrammiert.

Florians Weg zurĂŒck ins Leben wird sehr einfĂŒhlsam geschildert. Nur nach und nach wird ihm klar, was er sich selbst all die Jahre verboten, wie viele Menschen er mit seinem abweisenden Verhalten verletzt hat. Es ist wundervoll mitzuerleben, wie Florian immer öfter den schĂŒtzenden Kokon verlĂ€sst und endlich wieder er selbst ist –  frei und glĂŒcklich sein kann. Aber auch Mathias hat sein PĂ€ckchen zu tragen und seine Lektion zu lernen. Die beiden machen unheimlich viele Fehler, weil jeder Angst davor hat, den letzten Schritt zu wagen und zu vertrauen, den Weg ins Ungewisse zu riskieren, der natĂŒrlich eine Menge Probleme mit sich bringen wird, aber auch eine ganz neue Welt eröffnen kann.

Eine Liebesgeschichte mit Hindernissen, dramatischen Entwicklungen, frustrierenden RĂŒckschlĂ€gen, heißen LiebesnĂ€chten und humorvollen Passagen in Plattdeutsch, die durchaus dem Prozess und den Drohungen mehr Platz hĂ€tte einrĂ€umen dĂŒrfen.

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[Kurz & Knapp] 1999 – Sydney Stafford

Endlich ist es da: Das Spin – Off zu Brigadegeneral Arne Seeliger, den man schon aus „Die Spezialeinheit“ kennt.

Es geht 18 Jahre in die Vergangenheit. Arne ist noch aktiver Kommandosoldat. Er ist glĂŒcklich. Mit einem seiner Teamkollegen fĂŒhrt er eine heimliche Beziehung. Doch dann werden sie von ihrem Vorgesetzten bei einem heißen Kuss erwischt. Der ist natĂŒrlich nicht begeistert, zwei schwule Soldaten unter sich zu haben. Kurz darauf werden sie in den Kosovo geschickt, um einen serbischen KriegsfĂŒhrer festzusetzen. Schneller als gedacht, lĂ€uft die ganze Aktion aus dem Ruder. Sie sind in einen Hinterhalt geraten und mĂŒssen herbe Verluste einstecken. Plötzlich können sie niemandem mehr vertrauen. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt. Doch wo sitzt der Feind?

Fazit:

Ich habe mich riesig auf das Spin – Off zu Arne gefreut. FĂŒr mich ist er einer der absoluten SympathietrĂ€ger der „Spezialeinheit“ und hat es mir einfach angetan. Durch „1999“ bekommt man einen guten Blick auf den jungen Arne, Jahre vor seiner Karriere als Brigadegeneral. Man erfĂ€hrt auch, warum er diese Position angestrebt hat. Der Grund dafĂŒr ist sehr dramatisch.

Die Hölle war fĂŒr alle da.

Die Geschichte ist eigentlich kaum mehr als eine Momentaufnahme aus Arnes Leben, aber eine, die ihn stark geprĂ€gt, die ihn zu dem Menschen gemacht hat, der er heute ist. Im Kosovo geht er mit seinem Team durch die Hölle, muss sich durch dicht gestrickte Intrigen kĂ€mpfen und Machenschaften aufdecken, die weite Kreise ziehen und alles bedrohen, fĂŒr das er einsteht und das er liebt. Dieser Einsatz verĂ€ndert sein Leben und stellt die Weichen fĂŒr den Arne, den wir kennen und lieben. Den strengen Brigadegeneral, der einen kameradschaftlichen und respektvollen Umgang mit seinen Untergebenen pflegt, der Humor ganz groß schreibt, dessen Herz vor Liebe und Leidenschaft pulsiert und der seine Liebsten gerne in Watte packen wĂŒrde.

Diese kurze Geschichte hat mich tief berĂŒhrt. Ich war am Ende in TrĂ€nen aufgelöst. Da sitzt ein Mann vor dir, völlig verzweifelt und so verletzt. Arnes Schmerz ist mit HĂ€nden greifbar. So roh und ĂŒberwĂ€ltigend. Man kann sich diesen Emotionen gar nicht entziehen. Mir hat es das Herz zerrissen, gleichzeitig ist aber auch die Hochachtung vor diesem Mann ins Unermessliche gestiegen.

Auch wenn der Ausflug in Arnes Vergangenheit sehr schmerzhaft war und mich noch lange verfolgen wird, bin ich sehr froh darĂŒber. Arne ist mir nĂ€her als je zuvor.

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[Kurz & Knapp] Boo! – Nick Pageant

Bei Mason und Shane geht es gerade richtig zur Sache … und dann ruft ausgerechnet seine Großmutter an und bittet sie, zu ihr in den Leuchtturm zu kommen. Ihre LebensgefĂ€hrtin wurde die Treppe heruntergestoßen. Von einem Geist. Genau einen Tag vor Halloween. In dem Leuchtturm soll es spuken. Es gibt doch aber gar keine Geister? Oder?
Als sie sich in der ansĂ€ssigen Bibliothek erkundigen, scheint sich die Geschichte ihrer Großmutter zu bestĂ€tigen. Der alte Bibliothekar erzĂ€hlt von der großen Liebe zweier MĂ€nner, einem Jahrhundertsturm und einem Geist, der immer wieder ĂŒber die Klippe springt.
Die perfekte Vorlage fĂŒr ein gruseliges Halloween.

Fazit:

„Boo!“ ist eine kurze Fortsetzung von Beauty And The Bookworm, kann aber auch ohne Vorkenntnisse gelesen werden. Es geht um Mason, einen BĂŒcherwurm, der ohne seinen Kindle und seine gefĂŒhlt 1000 Strickjacken nicht leben kann, und Shane, der nicht nur wunderschön ist, sondern auch eine Vorliebe fĂŒr knallgrĂŒne Jockstraps hat.

So gruselig ist die Geschichte natĂŒrlich nicht. Wer aber Lust auf eine witzige, heiße und ziemlich verrĂŒckte Schauergeschichte mit einem verzweifelten, aber notgeilen Geist hat, ist hier definitiv an der richtigen Stelle. Nick Pageant hat einen herrlichen Sinn fĂŒr Humor und zaubert so – trotz der tragischen Liebe, die dahintersteckt – eine sĂŒĂŸe Geschichte, die man nicht nur an Halloween lesen kann.

Hier kann man es kaufen/leihen: Boo!

[Kurz & Knapp] Diagnose: Depp – Regina Mars

Die Diagnose Depp wird gerne schon nach der ersten Inaugenscheinnahme gestellt. Besonders bei mĂ€nnlichen Exemplaren der Sorte „Vollchaot“.
Die Gartenparty endet fĂŒr Dario im Krankenhaus, nachdem er sich bei einer hirnrissigen Idee selbst in Brand gesetzt hat.
Obwohl er eigentlich das Gegenteil ist, wird Dario schnell in die leichtlebige, feucht – fröhliche Spaßkategorie abgeschoben, die sich durch nichts vom Feiern abbringen lĂ€sst. Das denkt auch Krankenpfleger Vincent, den Dario aus dem gemeinsamen Freundeskreis kennt. Schneller als ihm lieb ist, verguckt er sich in den sexy Pfleger, aber der lĂ€sst ihn immer wieder gegen eine Wand rennen.
Dabei wollen sie doch eigentlich dasselbe …

Fazit:

‚Wer den Schaden hat, braucht fĂŒr den Spott nicht zu sorgen‘ lautet hier die Devise.
Ein herrlich leichtes LesevergnĂŒgen, das den Leser mit humorvollen Passagen und zuckersĂŒĂŸen Liebesmomenten verfĂŒhrt.

Zwei sympathische Protagonisten, von denen einer tiefe seelische Wunden davongetragen hat, wĂ€hrend sich der andere mit körperlichen Schmerzen herumplagen muss. Keine sonderlich gute Kombination. Mit viel Situationskomik und ĂŒberraschend romantischen Einlagen ĂŒberbrĂŒckt die Autorin die Kluft zwischen den beiden und sorgt fĂŒr ein wohliges Seufzen am Ende.

Mein erstes Buch von Regina Mars, aber definitiv nicht das letzte. Eine schnuckelige Kurzgeschichte ĂŒber die Kraft der Liebe.

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[Kurz & Knapp] Ein Strandhaus fĂŒr zwei: Sandherzen I – Leann Porter

Nachdem ihn sein Freund aus der gemeinsamen Wohnung geworfen hat, will sich Silas erst mal im Ferienhaus seines besten Freundes Val erholen. Doch die Reise steht unter keinem guten Stern. Dreckig, nass und blutverschmiert landet er schließlich von einem knallpinken Haus und findet den SchlĂŒssel nicht, der unter der Veranda liegen soll. Stattdessen sieht er sich einem absoluten Traummann gegenĂŒber. Mr. Sit-Ups, wie er diesen heimlich nennt, ist wenig begeistert, plötzlich Gesellschaft zu bekommen. Bestsellerautor Daniel hat das Ferienhaus nĂ€mlich auch gemietet, um endlich sein Manuskript fertig zu bekommen. Da kann er keine Ablenkung brauchen. Schon gar nicht in Form eines niedlichen Tollpatsches, der von einer Katastrophe in die nĂ€chste schlittert. Als dann auch noch ein kleiner Hund und zwei Herren aus ihrer Vergangenheit auftauchen, ist das Chaos perfekt.

Fazit:

 Nach „Cooler als Caipirinha“ entfĂŒhrt uns Leann Porter erneut ans Meer.

Obwohl die Geschichte abwechselnd aus der Sicht von Silas und Daniel erzĂ€hlt wird, hat Silas mich direkt fĂŒr sich eingenommen und die AtmosphĂ€re des Buches mit seinem liebenswerten Wesen erfĂŒllt. Als die beiden zum ersten Mal aufeinandergetroffen sind, musste ich sofort an GegensĂ€tze denken: Licht und Schatten, hell und dunkel. Daniel ist auf den ersten Blick auch eher der grummelige, unbeugsame Typ Mann, wĂ€hrend Silas von innen heraus zu strahlen scheint, obwohl es das Leben nicht gut mit ihm meint. Dank seines Ex-Freundes hat er ein komplett verschobenes Selbstbild und muss resigniert feststellen, dass er sich immer in MĂ€nner verknallt, die weit außerhalb seiner Liga spielen. Silas‘ Schicksal hat mich so berĂŒhrt. Der Kampf in seinem Inneren wurde wunderbar herausgearbeitet. Obwohl er jedes Recht hĂ€tte, Gott und die Welt zu verfluchen, bleibt Silas immer fair und freundlich. NatĂŒrlich gibt es auch Momente, da suhlt er sich im Selbstmitleid, – aber wer macht das nicht hin und wieder. Silas nimmt sich selbst nicht allzu ernst und das lockert seine schwere Geschichte angenehm auf.

Die Chemie zwischen Silas und Daniel stimmt, es knistert vernehmlich. GĂ€be es da bloß nicht den unangekĂŒndigten Besuch, der nicht nur die Protagonisten etliche Nerven kostet, jedoch dafĂŒr sorgt, dass sich das gewohnte GefĂŒge verschiebt, die Protagonisten aus ihren WohlfĂŒhlzonen ausbrechen und somit Platz fĂŒr Neues schaffen.

Eine Geschichte, die bereits auf den ersten Seiten mit viel Humor ĂŒberzeugt, im Nachgang aber eine TiefgrĂŒndigkeit zu Tage fördert, die zunĂ€chst verborgen scheint.

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[Special] Gay Military Romance – Greyscale von Aleksa Riley

Heute stelle ich euch meine letzte „Gay Military Romance“ – Lieblingsreihe vor: „Greyscale“ von Aleksa Riley. Ich kann es kaum erwarten, bis Teil 6 erscheint.



Auf einen Blick:
Aleksa Rileys BĂŒcher


Greyscale

Im Mittelpunkt der Buchreihe steht KSK-Soldat Gerrit deBoer, der leider kein GlĂŒck in der Liebe hat. Als Gerrit von einem anstrengenden Einsatz nach Hause kommt, macht ihm sein Freund erst mal eine heftige Szene, statt ihm den Halt zu geben, den er so dringend braucht. Er hat aber gar keine Zeit die Trennung richtig zu verarbeiten. Kurz danach werden er und sein Team in den Kunduz geschickt. Dieser Einsatz wird sein Leben verĂ€ndern. In jeglicher Hinsicht. Was folgt, ist eine Odyssee aus brennendem Verlangen und heilender Liebe durch die erfahrenen HĂ€nde seines Generals Olaf Jansen, bedingungsloser Freundschaft und sengendem Schmerz, durchsetzt von streng durchdachten Intrigen, Verrat aus den engsten Reihen, Feinden, die sich einfach nicht abschĂŒtteln lassen und der Vergangenheit, die sich plötzlich aus dem Schatten löst.

Ein ganz großer Pluspunkt dieser Buchreihe – Ă€hnlich der von Sydney Stafford – ist die AuthentizitĂ€t. Der Romance – Anteil hĂ€lt sich in der Regel in Grenzen und wird manchmal sogar fast ganz von den Military – Elementen ĂŒberlagert, wĂ€hrend er an anderer Stelle gerne aus der Deckung kommt und dem Leser rosarote Herzchen und heiße Spielchen vorsetzt. Man steckt mitten in einem Krisengebiet, wird beschossen, gefangen genommen, gefoltert, und das vor ganz aktuellen Themen und Brennpunkten. Auch hier werden die Protagonisten nicht auf das Heldenpodest gestellt, sondern hautnah erzĂ€hlt, was die Soldaten einstecken und durchstehen mĂŒssen, welchen Gefahren sie sich aussetzen und welche Wunden und Probleme zurĂŒckbleiben. Man ist ganz nah an ihnen dran.

Gerrit & Olaf
(Quelle: CreationWarrior)


Episoden 1 – 5

Schon in der ersten Episode wird klar, was den Leser erwartet: Knallharte Action, ein loyales Team und gehörig Drama. Gerrit ist ein KSK – Soldat (Kommando SpezialkrĂ€fte) und fĂŒhrt seine MĂ€nner – Big, Grisu, Kitty und Pyro (spĂ€ter auch Ecks) – besonnen an, obwohl er ein ziemlicher Hitzkopf sein kann. Die Achterbahnfahrt beginnt bereits auf den ersten Seiten, da sich Gerrits Beziehung in Luft auflöst. Kurz darauf lernt man Olaf Jansen kennen. Vom Sex – Appeal kann er durchaus mit Brigadegeneral Arne Seeliger mithalten. Hui! Der hatte mich direkt am Haken. Und dann geht es nur noch abwĂ€rts. Die Mission in Afghanistan lĂ€uft schief. Gerrit fĂ€llt in die HĂ€nde des Feindes. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt. Hinterher kann er sich nicht mehr wirklich an etwas erinnern, dafĂŒr kommt sein Freund Björn wieder angekrochen und bittet um eine zweite Chance. Argh!!
Aber keine Panik, mein Wunsch wurde erhört. Das ist ein Satz aus meiner Rezension zum ersten Teil von „Greyscale“: Trotz des hohen Actionanteils kommt auch die Liebe nicht zu kurz, wobei ich anmerken muss, dass mir eine andere Liebeskonstellation besser gefallen hĂ€tte. Wann kommt endlich mal eine Gay Military – Geschichte, in der sich der Kommandeur verliebt?
Tja, und was passiert? Genau! Olaf und Gerrit nĂ€hern sich an – nachdem sie eine ziemlich peinliche Situation meistern mussten. Yeah! Das bringt natĂŒrlich auch so seine Schwierigkeiten mit sich. Ein Kommandeur, der sich in einen seiner TeamfĂŒhrer verliebt? Geht das? Darf man das? DĂŒrfen wohl schon, aber es ist natĂŒrlich die Frage, wie das die anderen Beteiligten sehen und welche Steine ihnen in den Weg gelegt werden. Aber so eine Konstellation verleiht dem Ganzen den besonderen Kick. Die beiden sind so heiß. Da brennt die HĂŒtte. Allerdings birgt die Verbindung auch gewisse Risiken. Die Gefahr, den anderen zu verlieren, ist in so einem Job exorbitant hoch. Das mĂŒssen sie auch direkt feststellen.
„Nur ein Augenblick, ein einziger Schuss, und nichts ist mehr wie zuvor.“  Neben dem – vor allem zum Schluss – actionreichen Geschehen, lernt man auch noch einen weiteren netten Herrn kennen. Craig Maxwell, Special Air Force (England), der beste Freund von Olaf. Ein amĂŒsanter Zeitgenosse, der sich im Laufe der Reihe zur tragenden StĂŒtze entwickelt und Kandidat fĂŒr ein grandioses Spin – Off wird. Noch so ein heißes Kerlchen.
Das GlĂŒck zwischen Olaf und Gerrit wĂ€hrt nicht lange. Dabei war er zum ersten Mal richtig glĂŒcklich. Doch dann macht er eines Tages eine Entdeckung, die ihm den Boden unter den FĂŒĂŸen wegreißt. Olaf scheint ihn die ganze Zeit ĂŒber angelogen zu haben. Was mĂ€rchenhaft begann, entwickelt sich einem regelrechten Albtraum aus Misstrauen, Verrat und Schmerz. Gerrit muss eine Entscheidung treffen. Als ihn dann auch noch ein alter Bekannter kontaktiert und ihn nach Afghanistan lockt, ist die Katastrophe vorprogrammiert.
„Die Grenzen zwischen Richtig und Falsch verschwimmen zusehends, doch wie ich mich auch entscheide, die Konsequenzen muss ich alleine tragen.“
Zusammen mit Ecks, einem neuen Teamkollegen, macht sich Gerrit auf den Weg zurĂŒck in die Hölle und unterschreibt damit eigentlich sein Todesurteil. Die Episode endet tragisch – auf ganz verschiedene Art und Weise. Olaf ist so ein sturer Bock. Ich hĂ€tte ihm am liebsten die Ohren langgezogen. Boah! Was fĂŒr eine Achterbahnfahrt. Ich war am Ende fix und fertig. Man kommt aber nicht wirklich zum Durchatmen. Gerrits Leben ist ein Scherbenhaufen. Trost findet er nur bei seinem Kumpel Ecks, doch auch der ist nur von kurzer Dauer, als ein alter Feind in Erscheinung tritt und Gerrit völlig aus der Bahn wirft. WĂ€hrend er kurz vorher eine neue Seite an sich entdeckt und sich anschließend im Liebeskummer geaalt hat, findet er sich urplötzlich in einem anderen Land wieder und muss um sein Leben kĂ€mpfen.  Dieses Mal gibt es niemanden, der ihm helfen kann.
Zwei liebende Herzen vergessen einander nicht, nur weil sie getrennt sind.“ Doch diese Episode ist ein wahrer Quell an Überraschungen. Nach Gerrit und Olaf findet sich ein weiteres PĂ€rchen. Na ja, widerspenstig und streitlustig wĂ€re noch untertrieben, aber die beiden haben so viel Potential. Das muss einfach eine eigene Geschichte werden. Sexuelle Vorlieben werden entdeckt und ausprobiert. Mmh, Olaf verwandelt sich in einen ausgesprochen heißen Dominanzbolzen. Eine actionreiche EntfĂŒhrung, ein nervenaufreibender Ausbruch, spannende Wendungen und der Auftritt eines vertrauten Fremden mischen sich mit herzzerreißenden SehnsĂŒchten, wildem Verlangen und zuckersĂŒĂŸen Liebesmomenten.
Episode 5 schwankt zwischen Hoffnung und Verzweiflung. So spannend, actionreich und emotional ging es bisher noch nie bei Gerrit und Olaf zu. Ich bin immer wieder erstaunt, wie viel Pech man haben kann, wie viel Schmerz, Angst und Kummer man ertragen muss. Das Leben ist ein A….., aber Gerrit hat die richtige Einstellung. Egal, wie oft das Schicksal nachtritt, man muss immer wieder aufstehen. Nur dann hat man die Chance etwas zu Ă€ndern. Dass Olaf und Gerrit in diesem Band so leiden mussten, hat mich sehr berĂŒhrt. Vielleicht, weil ich selbst gerade an einem Punkt stehe, an dem ich mit meinem Schicksal hadere. Aleksa Riley hat die dramatischen, fast schon ausweglosen Entwicklungen aber in eine HĂŒlle aus tröstender UnterstĂŒtzung gepackt – und das schĂ€tze ich so an den Gay Military – Geschichten. Man ist nie allein mit seinem Problem, hat immer Menschen hinter sich stehen, die alles fĂŒr einen tun wĂŒrden, die einander lieben, weil sie tagtĂ€glich gemeinsam durchs Feuer gehen. Der Halt durch die Kameradschaft tröstet, stĂ€rkt aber auch ungemein. Jedes Mal, wenn ich in die Geschichte eintauche, ist es wie ein Wiedersehen mit der Familie. Ein warmes GefĂŒhl, das sich wĂ€hrend dem Lesen im ganzen Körper ausbreitet. Die gefestigten Bande leiden allerdings unter alten Feinden, die aus den Schatten treten, unbekannten Vertrauten, die Teil dieses Lebens sein wollen, es aber nicht können und perfiden Intrigen, die alles zu zerstören drohen.

„Greyscale“ ist eine Hommage an die Liebe und die Freundschaft ❀


Vielen Dank an Aleksa Riley fĂŒr ihre Zeit und an CreationWarrior fĂŒr die Nutzung der Zeichnungen.

Gay Military Romance – Eröffnungspost
Sydney Stafford und ihre Spezialeinheit
Die Wild Forces von Bianca Nias

[Special] Gay Military Romance – Die Wild Forces von Bianca Nias

Die „Wild Forces“ von Bianca Nias ist eine Navy Seal – Einheit, die nur aus Gestaltwandlern besteht und Jagd auf den Terroristen Shirkou Soran macht, den man bereits aus der Bruns_LLC – Reihe kennt.


Auf einen Blick:
Bianca Nias‘ BĂŒcher


Die Wild Forces

Bereits im dritten Band der Bruns – Reihe Daniel@Bruns_LLC: Katzenmenschen lernt man die Gestaltwandler – Spezialeinheit kennen. Damals noch unter der Leitung von Siku Kunuk, der das Team aber kurz darauf verlĂ€sst, um Devon zu suchen, der bei einem Anschlag auf den Frankfurter Flughafen entfĂŒhrt worden ist. Mit ihm gehen auch zwei weitere Teammitglieder, die eine wichtige Nebenrolle in Devon@Bruns_LLC: Wolfsblut einnehmen: Sidney Mortensen und Chipo Aleeke. Durch diesen Verlust wird der Löwe Miles Hollings der neue Commander der Wild Forces. In Operation Alpha stĂ¶ĂŸt Wolfswandler Cayden zur Truppe, der so ziemlich jeden mit seiner provokanten und aggressiven Art auf die Palme bringt. Nur Miles scheint durch die dicke Mauer, die Cayden aus Schutz um sich herum errichtet hat, durchzudringen. Mit Tiger Tybor Lykow tritt in Operation Polarfuchs ein weiterer Navy Seal in Erscheinung. Der verdreht dem NesthĂ€kchen und IT – Spezialist der Einheit, Polarfuchs Mitch Foley, gehörig den Kopf. In Operation Icebreaker fĂŒhlt Wolf Alan „Woody“ Redwood dem Puma Jordan Cummings auf den Zahn, der sich in Band 2 daneben benommen und sich gegen seine Teammitglieder gewandt hat.


Das Besondere der Wild Forces

Bianca Nias hat ein HĂ€ndchen fĂŒr romantische Geschichten. Das merkt man auch ganz deutlich an ihren Navy Seals. In Band 1 gibt es noch Action, da ermitteln Cayden und Miles verdeckt in Prag gegen Shirkou Soran. Dank Cayden gibt es einige Herzklopf – Momente, da er sich mit vollem Risiko und unerschrocken in jedes Abenteuer stĂŒrzt. Er hat ja sowieso nichts zu verlieren. Die Liebesgeschichte und die Military – Elemente halten sich da noch die Waage. In Band 2 und 3 verschiebt sich dann der Fokus aber auf die einzelnen PĂ€rchen, die sich nach und nach finden. Man merkt deutlich, dass die Ermittlungen im Bezug auf den Topterroristen ins Stocken geraten. Somit bleibt Zeit, um sich mit den Problemen der einzelnen Teammitglieder zu beschĂ€ftigen und den Blick auf das Innenleben der Soldaten zu schĂ€rfen und dunkle Erinnerungen sowie traumatische Erfahrungen an die OberflĂ€che zu holen.

Interessanterweise ist die Idee zu dieser Reihe in einer schnuckeligen Trattoria in Leipzig geboren worden. Und ich bin froh, dass sie realisiert wurde, denn die Wild Forces sind wie Balsam fĂŒr die Seele.

Wer Navy Seals fĂŒrs Herz sucht, ist hier genau richtig ❀


 Operation Alpha und Polarfuchs (Volume I)

Man merkt sehr schnell, dass hier zwei GegensĂ€tze aufeinanderprallen. Auf der einen Seite haben wir Miles, einen ruhigen, ausgeglichenen Löwen, der in einer tollen Familie aufgewachsen ist, und auf der anderen Seite Cayden, der sein wahres Ich hinter einer zynischen Maske sowie einer wirklich dicken Mauer verbirgt. Ich fand es unheimlich spannend, wie aus den anfĂ€nglichen Streitereien, ernste GefĂŒhle entstehen. Wie sie sich einander öffnen und sich gegenseitig entdecken, wĂ€hrend sie WaffenhĂ€ndlern auf der Spur sind und in so manch gefĂ€hrliche Situation geraten. Cayden ist unheimlich speziell und das fĂŒhrt natĂŒrlich zu einigen unbequemen Situationen, fĂŒr alle Beteiligten. An dieser harten Schale muss Miles sein ganzes Können einsetzen. Die Chemie zwischen den beiden stimmt einfach. Es knistert, knallt und prickelt an allen Ecken und Enden, wĂ€hrend der Feind im Hintergrund die FĂ€den zieht. Romantik trifft auf Gefahr. So macht Gay Military Romance Spaß.

Und das gibt es da noch Mitch und Ty. Die beiden muss man einfach lieben. Besonders Mitch, der mit seiner chaotischen und zertreuten Art fĂŒr einige Lacher sorgt. Der kleine Polarfuchs ist so sĂŒĂŸ, hat es aber faustdick hinter den Ohren. Und er weiß, was er will. Ty, den Tiger. Ob er sich da nicht zu viel zumutet? Ich glaube, man muss da eher Angst um Ty haben. Mitch ist eine erfrischend ĂŒberwĂ€tigende Naturgewalt, der man sich nicht entziehen kann. So unschuldig, so naiv.
Es geht deutlich ruhiger zur Sache, aber durch die sich anbahnende Liebesgeschichte und Miles und Cayden, die immer wieder zu Wort kommen, kommt keine Langeweile auf. Und dann gibts da ja auch noch die manipulierten Übungen und ein Teammitglied, das sich scheinbar gegen die eigenen Kameraden stellt.


Operation Icebreaker

Band 3 der Navy Seals ist diese Woche frisch erschienen und wurde von mir gerade erst beendet. Schon auf den ersten Seiten war klar, dass „Operation Icebreaker“ das Potential hat, mein absolutes Lieblingsbuch von Bianca Nias zu werden. Das hat sich im Laufe der Geschichte auch bestĂ€tigt. Jordan hat sogar Devon teilweise von seinem Thron gestoßen, den werden sie sich jetzt fortan teilen mĂŒssen. Man hat schon im VorgĂ€ngerband bemerkt, dass Jordan keine bösen Ziele verfolgt. Ehrlich gesagt sind die eigentlich sogar sehr edel, aber leider hat er die Sache – im wahrsten Sinne des Wortes – falsch angepackt. Als Außenseiter steht er jetzt alleine da. Dabei haben die Wild Forces gemeinsam 5 Jahre Seite an Seite miteinander gekĂ€mpft, Jordan hat perfekt funktioniert und keine Regung gezeigt. Als er zum ersten Mal „menschlich“ reagiert, wird ihm das zum VerhĂ€ngnis. Plötzlich wenden sich fast alle gegen ihn und wollen ihn sogar loswerden. Das hat mich so wĂŒtend gemacht. Da lassen die den armen Kerl einfach allein mit seinen DĂ€monen, die ihn aufzufressen drohen. Nur Woody, der von Miles dazu verdonnert wurde, zusammen mit Jordan ein Antiaggressionstraining durchzuziehen, hĂ€lt zu ihm und versucht, die reglose Fassade zu durchbrechen. Schnell wird aber klar, dass Jordan nicht der ist, der er zu sein scheint. Höhere Stellen decken ihn, sein Lebenslauf wurde manipuliert. Wer ist Jordan? Als die Navy Seals die Möglichkeit bekommen, den Buchhalter von Shirkou Soran in die Finger zu bekommen, legen sie sich auf die Lauer, aber der Einsatz lĂ€uft schief, es kommt zur Tragödie. Aber wenn es hart auf hart kommt, halten die Seals zusammen. Gemeinsam mit Woody startet Jordan in ein neues Leben, wĂ€hrend sich Cayden und Miles mit der Personalfrage und den Bruns’schen Ablegern beschĂ€ftigen und Mitch und Ty eine wichtige Beziehungsfrage klĂ€ren.

Mit Jordan hat Bianca Nias einen sehr tiefgrĂŒndigen und vielschichtigen Charakter erschaffen. Nur nach und nach entblĂ€ttern sich die einzelnen Facetten. Jordans Selbstbild ist total verschoben. Er hat kein GefĂŒhl mehr fĂŒr sich selbst. Das gibt ihm Woody nach und nach zurĂŒck, der mit seiner entspannten und ruhigen Art den perfekten Gegenpol fĂŒr Jordan bildet. Mich hat Jordans Weg zurĂŒck ins Leben zu TrĂ€nen gerĂŒhrt. Woody hat zum ersten Mal seit langen Jahren wieder Liebe und GlĂŒck in Jordan geweckt. Wie Regen nach einer langen DĂŒrre.

„Operation Icebreaker“ ist eine wundervolle Geschichte, die zum Nachdenken anregt, die mit ruhigen und besĂ€nftigenden Worten aufwartet. Es geht um tiefe seelische Wunden und die heilende Kraft der Liebe.


Ein großes Dankeschön an Bianca Nias fĂŒr ihre Zeit.

[Special] Gay Military Romance – Die Spezialeinheit von Sydney Stafford

Aktuell verfolge ich drei Gay Military (Romance) – Reihen mit großem Interesse. Eine davon ist die „Spezialeinheit“ von Sydney Stafford, die bereits einige Ableger bekommen hat und mich auch noch nach zwei Jahren in VerzĂŒckung versetzt.

Im Eröffnungspost *klick* hab ich euch erzĂ€hlt, was Gay Military Romance fĂŒr mich bedeutet. Das wollte ich natĂŒrlich auch von Sydney Stafford wissen.


Auf einen Blick:
Sydney Staffords BĂŒcher


Die Spezialeinheit

Im Mittelpunkt der Buchreihe steht Chris „PĂŒnktchen“ Barrelmeier. In der ersten, der insgesamt 16 Episoden, stĂ¶ĂŸt Chris zur GSG9 und muss sich direkt beweisen. Und so geht es fortan auch weiter. In jeder einzelnen Episode mĂŒssen Chris und sein Team gegen Schwerverbrecher kĂ€mpfen. Je weiter man in der „Geschichte“voranschreitet, umso mehr Einblick bekommt man aber auch in Chris‘ Privatleben, in dem sich etliche Dramen abspielen. Als er sich in Fabian Wefer, seinen SET – FĂŒhrer verliebt, scheint das Chaos perfekt. Kann man wirklich Privatleben und Job trennen? Kann man sich konzentrieren, wenn der Partner im gleichen Team ist? Findet es am besten selbst heraus 🙂

Chris & Fabian


Das Besondere an Der Spezialeinheit

Sydney Staffords Buchreihe glĂ€nzt durch realistische Szenarien und verschafft mir damit höchste lesetechnische Befriedigung. Es ist nĂ€mlich wirklich schwer, Gay Military/Romantic Thrill – Geschichten zu finden, die die Balance zwischen Military – Elementen und der romantischen Liebesgeschichte halten und somit den perfekten Bruch schaffen, der dieses Genre fĂŒr mich ausmacht: Kontrast. Ein weiterer Pluspunkt ist die ausgewogene Darstellung der Protagonisten. Sie werden nicht auf dieses Superheldenpodest gestellt, das nur allzu oft betreten wird. Es wird in allen Farben und Formen geschildert, wie sie in den Einsatz ziehen, unter welchen UmstĂ€nden sie arbeiten, Vetternwirtschaft und Korruption in der FĂŒhrungsetage, kriminelle Kollegen. Psychische und körperliche Verletzungen werden ebenso thematisiert, wie Folter, Ängste und SchicksalsschlĂ€ge. Und das gilt fĂŒr alle Geschichten, die ich bisher von Sydney Stafford gelesen habe. Es sind ganz normale Menschen, die zwar tagtĂ€glich ĂŒber ihre Grenzen hinausgehen, diese aber oft auch erreichen. Das passiert auch Chris, der dann zu einem privaten Sicherheitsunternehmen wechselt und uns im „Bodyguard“ weiter an seinem Leben teilhaben lĂ€sst.

Kameradschaft – LoyalitĂ€t – Liebe – Vertrauen – Familie

Jedes Mal, wenn ich erneut in Chris‘ Welt eintauche, dann fĂŒhlt es sich so an, als wĂŒrde ich nach Hause kommen. Man wird Teil des Teams und der Familie. Das liegt zum einen daran, dass man natĂŒrlich ĂŒber einen lĂ€ngeren Zeitraum in der Geschichte lebt, zum anderen aber daran, weil in diesen Teams ein ganz besonderer Zusammenhalt besteht. Die Jungs vertrauen sich blind, halten immer zusammen – egal, was kommt – auch wenn man schon lange nicht mehr zur Truppe gehört ist. Als Leser wird man automatisch im Team integriert.


Der Bodyguard  /  Der Ermittler

Nach seiner Dienstzeit bei der GSG9 wechselt Chris zu einem Sicherheitsunternehmen, das von einem bekannten Gesicht geleitet wird. In 5 Episoden lernt man Chris noch mal etwas genauer kennen. Seine private Lebenssituation wird intensiver beleuchtet. Man bekommt einen guten Einblick in morgendliches Badezimmerchaos, Teenagerprobleme und finanzielle Schwierigkeiten. In seinem Job als PersonenschĂŒtzer gerĂ€t er laufend in Schwierigkeiten und findet sich immer wieder in brandheißen Situationen. Und da mĂŒssen ihn dann sehr oft seine ehemaligen Kollegen von der GSG9 herausholen. Zwischendurch lĂ€sst er aber auch gerne mal seine Kontakte zum BKA spielen, wo ein altbekannter Freund sitzt. Kay Horvath. Mit dem wird es garantiert nicht langweilig. Sein vorlautes Mundwerk, seine Vorliebe fĂŒr Fisch und seine sehr eigenwillige Interaktion mit anderen menschlichen Wesen treibt seine Kollegen gerne mal in den Wahnsinn.
Er verfĂŒgt aber ĂŒber einen brillianten Verstand, der auch den kniffeligsten Fall lösen kann. Einen Auftritt hat er zum Beispiel auch in Bis bald im Wald. Dort hilft er, den Stalker eines INTERPOL – Beamten aufzustöbern. Kay muss man einfach gerne haben. Er fĂŒhrt auf humorvolle Art und Weise durch 5 spannende Episoden, die fĂŒr ihn nicht immer angenehm sind. Er muss sich nicht nur mit hochkriminellen Psychopathen anlegen, im Laufe der „Geschichte“ kommen auch viele Geheimnisse ans Licht, die seine akkurat sortierten Karteikarten in seinem Kopf gehört durcheinanderwirbeln. Nebenbei treten auch zwei MĂ€nner in sein Leben. Es ist gar nicht so einfach herauszufinden, fĂŒr wen sein Herz schlĂ€gt. Es ist wirklich schön, dass Kay immer wieder auftaucht. Vorzugsweise zieht er sich auch gerne in Chris‘ und Fabians Bett zurĂŒck, um zu schlafen.


Das SahnestĂŒckchen

Die Spezialeinheit hat noch etwas Brandheißes im GepĂ€ck. Chris‘ Vater, Brigadegeneral Arne Seeliger, der die KSK leitet. Gegen Ende von Staffel 1 tritt Arne in Erscheinung. Danke, Sydney Stafford! Du hast mit Arne Seeliger die heißeste Versuchung im Gay Military – Bereich geschaffen. Meine GĂŒte! Ist der heiß! Wenn der loslegt, dann stĂŒrmt schon mal das SEK die Wohnung. True Story 🙂 Arne Seeliger vereint den knallharten Kommandosoldaten, den dominanten Liebhaber und liebenden, butterweichen Vater und Partner. Diese bossy Art ist scharf! Wer wĂŒrde da nicht freiwillig strammstehen. Auch ihn treffen wir in anderen Geschichten. Einen winzigen Auftritt hat er zum Beispiel im Kampfschwimmer. Das reicht aber schon, um das Kopfkino auf Hochtouren laufen zu lassen. Und das beste kommt noch. Ab dem 28.04. dĂŒrfen wir Arne auf einen Einsatz begleiten. Es geht 18 Jahre in die Vergangenheit.

1999


Weitere Empfehlungen

Zusammen mit Nicole Henser geht es in die „Kommandosache Liebe“. Meine Lieblingsgeschichte ist „Unternehmen Psycho„. Wer menschliche AbgrĂŒnde, Wahnsinn und Liebe sucht, sollte mal einen Blick reinwerfen.
Kandahar“ ist eigentlich nicht mehr als eine Momentaufnahme, lĂ€sst den Leser aber an Alex Wiltenbergs (Chris‘ Exfreund) Schicksal teilhaben.
Infidel“ lĂ€sst tief blicken, vereint Schönheit und HĂ€sslichkeit sowie Hoffnung und Schmerz in einem brandaktuellen Krisengebiet.


Vielen Dank an Sydney Stafford fĂŒr ihre Zeit und die freundliche Genehmigung, die Zeichnungen nutzen zu dĂŒrfen. Morgen gehts weiter mit einer weiteren tollen Buchreihe.