Gay Friday #42 – Sydney Stafford & das Team der GSG9

bannersydney.jpg1Heute ist Sydney Stafford zu Gast – einer der wenigen deutschen Gay-Autoren, die sich im Military – Bereich austoben.

Ich habe ja schon mehrfach erwĂ€hnt, dass ich den Mangel an ‚Gay Military Romance‚ in Deutschland bedauerlich finde, da ich wirklich gerne diesen ‚harten Stoff‘ lese. DafĂŒr tauche ich auch manchmal aus den Tiefen der Gaybooks auf und stĂŒrze mich todesmutig auf Hetero-Lesestoff. (Psst – sagt das aber bitte nicht weiter) 🙂

Anfang des Jahres bin ich auf die GSG9 – Reihe aufmerksam geworden, habe die kurzen Episoden in Rekordzeit verschlungen und warte immer ungeduldig auf die Fortsetzung, die einmal im Monat erscheint.

Die Geschichte rund um Chris „PĂŒnktchen“ Barrelmeier und sein Team, ist keine Romanze. Es geht um brisante EinsĂ€tze, gefĂ€hrliche Verbrecher, zwischenmenschliche Probleme und eine Liebe, die sich erst noch einen Weg suchen muss. Also nichts fĂŒr den schwachen und sensiblen Magen.

Chris ist schon so ein FrĂŒchtchen – aber ein sehr liebenswertes. Er ist bis ĂŒber beide Ohren in seinen Vorgesetzten Fabian verknallt. Leider hat der aber Frau und Kinder. Daher sucht er sich anderweitig Zuneigung und Sex, doch wirklich befriedigend ist das nicht und viele kommen eben auch nicht mit seinem Job klar.

Pünktchen7

Seine Teamkollegen haben kein Problem mit seiner HomosexualitĂ€t und in der Umkleide geht es teilweise sehr ulkig zu. Wie man es sich eben so vorstellt. Viele junge MĂ€nner auf einem Haufen – da sind Streiche und obszöne Witze an der Tagesordnung. Aber genau das, macht diese Geschichten so authentisch. Das Lesen macht Spaß.

Sydney Stafford haucht ihren Figuren, trotz der KĂŒrze, eine TiefgrĂŒndigkeit ein, die mich beim Lesen mitlachen, mitfiebern und mitleiden lĂ€sst. Absolute Leseempfehlung!

Liebe – Ängste – KĂ€mpfe – Freundschaft

PĂŒnktchenzitate

Bisher sind 4 Episoden der ersten Staffel veröffentlicht worden.

episode1-4Der erste Einsatz  /  Fehlschuss  /  Gefangen  /  Der Neue

Episoden 5-8 warten nur noch auf die Veröffentlichung.

episode5-8

Ein Sammelband, fĂŒr alle 8 Episoden der ersten Staffel, ist in Planung und wird wohl im Sommer erscheinen.

Hier gibt’s noch weitere spannende BĂŒcher von Sydney Stafford *klick*

Interview

Sydney, herzlich willkommen. Ich freue mich sehr, Dich im Rahmen des ‚Gay Friday‘ begrĂŒĂŸen zu dĂŒrfen. Stell Dich doch mal kurz vor. Wer ist Sydney Stafford?

Mahlzeit! 🙂 Ich danke auch fĂŒr die Gelegenheit, an Deinem Gay Friday teilzuhaben. Hrmpf, mich vorzustellen ist gar nicht so einfach. Mir fĂ€llt dann immer nie was ein. Ich bin Baujahr 71, hauptberuflich Illustrator, sportbegeistert, introvertiert und habe eindeutig zuviel und eine zu versaute Fantasie.

Wie bist Du zum Schreiben gekommen?

Naja, so Finger auf die Tastatur und ab dafĂŒr. *lacht* Nein, es begann eigentlich immer, wenn ich gezeichnet habe, frĂŒher meist Charaktere/Szenen aus Rollenspielen. Irgendwie hatte ich die Chars dann „auf der Couch“. Zum Beispiel der schöne Königssohn Rydan, der auf einmal anfing, seinen Vater schlecht zu machen und zu erzĂ€hlen, wie es wirklich war, der Templer, der die Foltern ĂŒberlebt hatte, oder die schöne Elfe, die unsterblich in einen ĂŒblen Magier verliebt war. Manche Chars fingen einfach an, ihre Geschichten zu erzĂ€hlen. Da habe ich irgendwann angefangen, sie aufzuschreiben. Ähem. Klingt das jetzt abgefahren? Sagen wir mal so: Ich habe MEINE Stimmen im Kopf sortiert und zugeordnet bekommen und versuche das jetzt, aufs Papier zu bringen. 😉

Wo schreibst Du am liebsten? Hast Du bestimmte Rituale beim Schreiben?

Hm, Rituale beim Schreiben 
 also, ich jogge oder bike morgens eine Stunde. In dieser Zeit denke ich ĂŒber den Plot nach, ĂŒber Dialoge, ĂŒber Charaktere und ZusammenhĂ€nge. In dieser Stunde kommt oft Einiges zusammen, das glaubt man gar nicht. Beim Laufen gibt es auch die fiesesten Ideen, die die Charaktere dann ausbaden mĂŒssen. Am Schluss ende ich immer mit mehreren Sprints, damit ich bloß schnell nach Hause komme und die Ideen aufschreiben kann. Wenn das dann getan ist, ist es meistens auch schon Zeit, Geld zu verdienen, sprich, mich Buchcovern zu widmen. Aber als Freelancer hat man auch mal freie Tage, und wenn es das Wetter erlaubt, setzte ich mich am liebsten mit dem Laptop auf die Terrasse.

Gerade schreibst Du kontinuierlich an Deiner GSG9 – Reihe rund um Chris “PĂŒnktchen” Barrelmeier, sein Team und brandgefĂ€hrliche EinsĂ€tze. Wie entstand die Idee dazu?

Nach dem „Omega Code“ habe ich im Urlaub den Nachfolger „Person Zero“ angefangen, und der Protagonist „Raven“ wurde ja von Deutschland rekrutiert. Da habe ich recherchiert, welche Einheit fĂŒr seine Zwecke in Frage kommt und traf auf die GSG9 – und habe alles verschlungen, was ich darĂŒber finden konnte. Ich finde Spezialeinheiten und deren Arbeit generell sehr spannend, und irgendwann beim Laufen war plötzlich dieser Plot da, der zur Kurzgeschichte „Der erste Einsatz“ geworden ist. Da „Person Zero“ eher im SciFi Genre angesiedelt ist, habe ich fĂŒr die Kurzgeschichte neue Charaktere erschaffen. Geplant war auch nur die eine Story, aber da hatte ich nicht mit den Fans gerechnet. 😉 Irgendwie habe ich gedacht: „Naja, ein zweiter Teil geht auch noch 
“ und gestern habe ich gerade die achte Episode zu Ende geschrieben, und es macht mir tierischen Spaß! Ab Episode 3 verstricken sich auch die Ereignisse, und nicht jede Folge hat einen gelösten Fall. Die GSG9 beisst sich an einer Organisation schön die ZĂ€hne aus.

Die erste Staffel der GSG9 – Reihe wird schlussendlich 8 Episoden umfassen und es wird auch noch eine Printausgabe geben. Wie viele weitere Staffeln und Episoden sind geplant?

Geplant ist auf jeden Fall noch eine zweite Staffel, die auch schon durchgeplottet ist. An der Episode 1 arbeite ich gerade, sie heißt „Schicksalsschlag“ und da wird Chris’ Leben richtig durcheinander geschĂŒttelt. Nichts ist mehr so wie vorher, und er muss sich irgendwie damit arrangieren, wĂ€hrend ihm der Job seine volle Leistung abverlangt. Aber ich denke, am Ende der zweiten Staffel hat Chris keine Lust mehr, so wie er leiden muss. *grinst* Ob es eine dritte Staffel geben wird, hĂ€ngt von der PopularitĂ€t ab – und wenn ich sie schreibe, wird Chris einen anderen Posten innehaben, um frischen Wind reinzubringen.

Warum ist es die GSG9, die Antiterroreinheit der Bundespolizei, geworden? Viele deutsche AutorInnen schweifen ja auch gerne in die USA ab, und bedienen sich an den beliebten Navy Seals.

Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah? 😉 Mir gefiel die Idee, mal etwas anderes zu nehmen, warum nicht die „netten Jungs von nebenan“? Ich wĂŒrde gerne selbst solche Geschichten ĂŒber die GSG9 und andere SpezialkrĂ€fte der Polizei im Gay-Genre lesen, aber sie sind rar. Also schreibe ich sie selbst.

Die Recherche stelle ich mir ziemlich umfangreich vor. Wie gehst Du bei der Recherche vor? An welchen Quellen bedienst Du Dich?

Ausschließlich offizielle Quellen. Videodokumentationen, BĂŒcher und die Seiten der Bundespolizei. Ich möchte rechtlich abgesichert sein und wĂŒrde mit Sicherheit keine Interna veröffentlichen, WENN ich sie hĂ€tte. Was von offizieller Seite nicht erwĂ€hnt wird, wird von mir fantasievoll ergĂ€nzt. Wer Wert auf 100% AuthentizitĂ€t legt, sollte sich ebenfalls an offizielle Quellen halten, bei mir gibt es Fiktion. 😉

Mit was kennst Du dich mittlerweile besser aus? Sprengstoff oder Schusswaffen?

Schwingschleifer. Okay, der war flach. 😉 Es fasziniert mich beides. Wobei die moderne Technologie mit der ganzen Elektronik mir eher einen Kick gibt.

Die ‚Gay Military Romance‘ – Nische ist noch nicht wirklich bei uns in Deutschland angekommen, allerdings ist der (Hetero) Romantic Thrill – Bereich gut bestĂŒckt. Woran liegt das Deiner Meinung nach?

Ist wahrscheinlich genauso wie bei Diabetikerschokolade. Die gibt es auch nur in wenigen Sorten, weil es nicht so viele Diabetiker gibt. 😉 Spass beiseite, das Gay-Genre wird jetzt erst salonfĂ€hig, und gerade Polizei / MilitĂ€r ist noch ein heikles Thema, wenn es um HomosexualitĂ€t geht. Ich hoffe, in ein paar Jahren gibt es aber mehrere BĂŒcher mit den Themen.

Hast Du gerade noch weitere Projekte? Auf was dĂŒrfen wir uns noch freuen?

Ich schreibe vor der Arbeit und nach Feierabend, da reicht mir ein Projekt. „Person Zero“ liegt zwar schon hier mit ĂŒber 40.000 Wörtern, ist aber erst mal stillgelegt. Wenn ich in einen Plot eintauche, dann ganz. Da ist kein Platz fĂŒr mehrere Geschichten.

Abschließende Worte an Deine Fans?

Aber sicher doch! Vielen lieben Dank fĂŒr die UnterstĂŒtzung, die Rezensionen und Kommentare – das ist fĂŒr mich echter Ansporn, weiterzumachen. GĂ€be es Euch nicht, gĂ€be es PĂŒnktchen und Co auch nicht. Ihr motiviert mich tagtĂ€glich! ❀

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Sydney, vielen Dank fĂŒr das aufschlussreiche Interview. Ich freue mich auf viele weitere EinsĂ€tze mit Chris und dem Team der GSG9.

Gay Friday #39 – Susann Julieva und ihre „Bösen Jungs“ + Gewinnspiel

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Heute habe ich eine unheimlich sympathische Autorin zu Gast. Susann Julieva durfte ich in Berlin persönlich kennen lernen und das war wirklich ein Highlight und ich freue mich schon riesig auf Leipzig. Susann konnte mich bisher mit all ihren Geschichten verzaubern. Sie verbindet eine sprachgewaltige und bildhafte Sprache mit einem locker-leichten ErzÀhlstil, der direkt ins Herz geht.

Ich durfte kĂŒrzlich „Böse Jungs“ testlesen und was soll ich sagen?! Das Buch ist der Hammer! Das solltet ihr Euch auf keinen Fall entgehen lassen.

Hier geht’s zu meiner Rezension *klick*

BĂŒcher

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CafĂ© der Nacht / Yep – warum nicht anders? / Böse Jungs / Triangle: The Complete Series / Home For The Holidays – A Triangle Christmas Short Story

Interview

Liebe Susann, herzlich willkommen. Ich freue mich sehr, Dich im Rahmen des Gay Friday begrĂŒĂŸen zu dĂŒrfen. Stell Dich doch mal kurz vor.

Hallo liebe Ramona und liebe Blog-LeserInnen! Ich freu mich ĂŒber die Einladung zum Interview! Mein Name ist Susann, ich wohne in SĂŒddeutschland und habe einen Kater (von der Sorte, die MĂ€use jagt). Mehr als Schokolade liebe ich nur noch BĂŒcher – beides lebenswichtig! Neben dem Schreiben designe ich wahnsinnig gerne. Und ich glaube, dass Earl Grey Tee magische KrĂ€fte besitzt. Der macht immer alles besser.

Wie bist Du zum Schreiben gekommen?

Geschichten zu erzĂ€hlen liegt mir irgendwie im Blut. Schon als ich klein war, habe ich meinem Bruder immer die wildesten Stories erzĂ€hlt. So mit zwölf verfasste ich meinen ersten Roman – den zum GlĂŒck nie jemand zu lesen bekam! SpĂ€ter habe ich viele Jahre mit Hingabe nur Fan Fiction geschrieben, bis ich soweit war, es wieder mit eigenen Figuren zu versuchen. Seitdem gibt es kein ZurĂŒck. Ohne Schreiben geht einfach nicht, das brauche ich, um glĂŒcklich zu sein.

Was machst Du, wenn Du mal nicht schreibst?

Buchcover und Promoartikel fĂŒr andere Autoren designen und Webseiten erstellen. Und wenn ich frei habe, das Leben genießen! Mit Freunden treffen, meinen Kater Carlo knuddeln, wenn der feine Herr sich dazu herablĂ€sst. 😉 Und ich lese wahnsinnig gerne. Außerdem gehe ich total gerne ins Kino.

Hast Du bestimmte Rituale beim Schreiben?

Eigentlich nicht. Im Grunde kann ich ĂŒberall und jederzeit schreiben, besonders gut auch spĂ€tnachts, denn ich bin so eine kleine Nachteule. Eigenartigerweise schreibe ich auch richtig gerne an Orten, wo viel los ist. In einer Kantine oder im CafĂ© – paradox, aber da kann ich mich echt gut konzentrieren. Wenn ich schreibe, bin ich in meiner eigenen Welt.

Wie dĂŒrfen wir uns Deinen Schreiballtag vorstellen?

Derzeit hĂ€ngt das stark von meinem Brotjob ab, da arbeite ich immer zu unterschiedlichen Zeiten und es gibt keine feste Routine. Von daher nutze ich dann einfach jede freie Minute zum Schreiben und tippe wie wild drauflos. DarĂŒber vergesse ich total die Zeit. Erst, wenn Carlo dann mehr oder weniger charmant auf sein Futter besteht, mache ich mal eine Pause.

Holst Du Dir Deine Ideen aus Deiner Umgebung oder kommen die einfach so angeflogen?

Die springen mich ganz fies an, wo ich gehe und stehe! Besonders gerne dann, wenn ich gerade ĂŒberhaupt keine Zeit habe, etwas zu notieren. Da fahre ich schon mal mit dem Auto rechts ran, damit ich nichts vergesse. Und auch auf dem Nachttisch muss immer ein Notizblock liegen.

Wie erlebst Du den Entstehungsprozess einer Geschichte?

Bei mir stehen immer die Figuren im Mittelpunkt, sie sind das Zentrale. Wenn ich die herausgearbeitet habe, weiß, wer sie sind und wie sie ticken, dann wĂ€chst die Story meist ganz organisch um sie herum. Ich bin kein großer Planer – das habe ich frĂŒher mal gemacht. Aber das ging leider gar nicht, das killt meine KreativitĂ€t. Von daher weiß ich meist, wo ich hin will und einige Eckpunkte auf dem Weg. Ansonsten schreibe ich drauflos und schaue, wohin mich die Figuren tragen.

„CafĂ© der Nacht“ ist eine sehr ruhige und nostalgische Geschichte, „Böse Jungs“ eher kompliziert und emotional. All Deine Geschichten sind sehr bildhaft und detailliert. Wie lange sitzt Du an einem Buch?

Das ist sehr unterschiedlich und bewegt sich zwischen Monaten bis hin zu Jahren. Gerade an CafĂ© der Nacht habe ich sehr lange gearbeitet, dass brauchte diese Geschichte, sie musste erst reifen. Bei den Bösen Jungs floss das einfach aus mir heraus. Bestimmt hĂ€ngt das auch mit dem jeweiligen ErzĂ€hlstil zusammen. Die „Jungs“ reden ja, wie ihnen der Schnabel gewachsen ist, wĂ€hrend es im „CafĂ©â€œ eher poetisch zugeht.

Heute ist Deine Dreiecksgeschichte „Böse Jungs“ bei Forever erschienen – die deutsche Version von „Triangle“. Wie kam es dazu, dass „Triangle“ ins Deutsche ĂŒbersetzt wurde?

Triangle habe ich ja auf Englisch geschrieben und hatte immer im Kopf, das vielleicht irgendwann zu ĂŒbersetzen. Dann hat plötzlich Forever angeklopft und wollte die Story. Das habe ich zum Anlass genommen, die Geschichte um die drei Jungs nicht nur ins Deutsche zu ĂŒbersetzten, sondern alles von Anfang bis Ende zu ĂŒberarbeiten, teilweise völlig neu zu erzĂ€hlen. Triangle war ja eine Serie aus vier Novellen, nun ist es ein Roman aus einem Guss geworden und das macht mich echt happy.

Wie entstand die Idee zu „Böse Jungs“/“Triangle“?

Aus einem Traum! Ich war bei einer lieben Freundin in England zu Besuch und hatte nachts diesen unglaublich intensiven Traum von drei faszinierenden Jungs, die eine Tankstelle ĂŒberfallen – hochdramatisch, denn am Ende flog die sogar in die Luft! Das war wohl sehr einprĂ€gsam und hat mich nicht mehr losgelassen. Zwar gibt’s im Roman keine ÜberfĂ€lle und Explosionen, aber die Figuren entstammen tatsĂ€chlich diesem Traum. Ich musste einfach ĂŒber sie schreiben.

„Triangle“ ist schon lĂ€nger auf dem Markt. Welche Reaktionen gab es bisher zu Deinen drei Jungs?

Sehr unterschiedlich, das macht es so spannend! Die einen lieben das Buch total, die anderen können mit einer Dreiecksgeschichte wenig anfangen. Gerade die Figur des Rizzo spaltet stark, und es gibt meist zwei Lager, die entweder Rizzo/James oder Casey/James zusammen sehen wollen. Aber das ist ja irgendwie auch toll, denn es zeigt, wie stark die Leser involviert sind. Es gab da eine regelrechte Fangemeinde online, als ich die Geschichte gepostet habe. Was mich sehr berĂŒhrt hat, war, dass mehrere Leserinnen sogar FanFictions ĂŒber die Figuren geschrieben haben. Sogar ein Paar hat sich ĂŒber die Geschichte kennengelernt und spĂ€ter geheiratet. Irre, oder?

Gab es Stellen, an denen Du wÀhrend dem Schreiben zu knabbern hattest? So eine Dreiecksgeschichte kann ja ganz schön anstrengend sein.

Anstrengend fand ich es gar nicht, es hat mir unglaublich viel Spaß gemacht! Aber natĂŒrlich gibt es Szenen, besonders mit James, die mir selber an die Nieren gingen. Er hat einfach eine krasse Vergangenheit, die ihn geprĂ€gt hat. Ich hab natĂŒrlich mitgelitten mit allen Dreien, manchmal wie ein Tier. Ich glaube, du weißt, welche Szenen ich meine, aber wir wollen hier ja noch nichts verraten!

Ich muss gestehen, mir hat es James angetan. FĂŒr mich ist er ganz klar der rote Faden in „Böse Jungs“. Welcher Deiner drei Jungs steht Dir am nĂ€chsten und welcher hat Dir den letzten Nerv geraubt?

Am nĂ€chsten steht mir tatsĂ€chlich James. Ich habe so viel Zeit in seinem Kopf verbracht und obwohl ich zum GlĂŒck seine schlechten Erfahrungen nicht teile, haben wir ansonsten fast erschreckend viel gemeinsam. Casey hat mich manchmal schon in den Wahnsinn getrieben, muss ich gestehen. Er ist zwar der normalste von den Dreien, aber es ist unerwartet schwer, eine Figur zu schreiben, die lange nicht weiß, was sie will.

Arbeitest Du gerade an einem neuen Projekt? Kannst Du uns da schon ein bisschen was verraten?

Momentan arbeite ich an einem Gay Romance Roman mit zwei ganz liebenswerten Figuren. Sam ist ein braver Streber und Gabe ein rebellischer Punk. Beide haben nichts gemeinsam, doch es funkt so richtig. Leider verlieren sie sich aus den Augen und die Chance auf ein Wiedersehen bietet sich erst Jahre spĂ€ter. Inzwischen ist Gabe ein berĂŒhmter Rock Star – und Sam hat keine Ahnung, wie er damit klarkommen soll. Es wird diesmal ganz romantisch – Chick Lit auf schwul, wenn man so will. 😉

Abschließende Worte an Deine Fans.

Ihr Lieben, ich bin schon total hibbelig und wahnsinnig gespannt darauf, wie euch „Böse Jungs“ gefallen wird! Der Kontakt zu euch ist fĂŒr mich etwas ganz Wunderbares und Kostbares. Von daher an dieser Stelle mal ein ganz herzliches Dankeschön fĂŒr eure RĂŒckmeldungen! Ich hoffe, dass ihr mich und meine Geschichten auch weiterhin begleitet und freue mich auf neue gemeinsame Abenteuer! Vielleicht sehen wir uns ja im MĂ€rz auf der Leipziger Buchmesse?

Lieben Dank fĂŒr das Interview, Ramona!

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Liebe Susann, vielen Dank fĂŒr das aufschlussreiche und sympathische Interview. Ich freue mich auf viele weitere Geschichten aus Deiner Feder.

Gewinnspiel

1x „Böse Jungs“ – Ebook (Wunschformat)

BöseJungs

Teilnahmebedingungen:
Teilnahmeschluss: 08.02.2015 um 23.59 Uhr 
Beantwortet die Frage. 
Teilnehmer mĂŒssen ĂŒber 18 Jahre alt sein. 
Keine Barauszahlung des Gewinns!
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Gay Friday #35 – Justin C. Skylark mit Dylan & Thor

ThorDylanLogo

Heute hab ich Justin C. Skylark zu Gast, aber nicht allein, sondern mit Dylan Perk und Thor FahlstrĂžm, die FrontsĂ€nger von RACE und Wooden Dark. Die beiden begleiten mich schon ein paar Monate und haben mir einige schlaflose NĂ€chte, „fast“-NervenzusammenbrĂŒche, Heulattacken, MordgelĂŒste, aber auch viele schöne Momente beschert. Selten hab ich eine Geschichte gelesen, die dermaßen fesselt und die einem fast alles abverlangt.

Deshalb musste ein „Special“ her und als ich Justin in Berlin getroffen habe, war die Sache geritzt 🙂 Ich wĂŒnsche Euch viel Spaß!

Justin hat mir auch ein paar Musiktipps mitgegeben, ich kenne mich nÀmlich in dieser Musikrichtung so gar nicht aus. Wem es Àhnlich geht, kann hier mal schuppern, welche realen Bands in Richtung RACE und Wooden Dark gehen.

Wooden Dark Àhnelt God Seed

RACE Àhnelt Din [A] Tod

Und seid ihr schon eingestimmt?!

Die BĂŒcher

ThorundDylanBĂŒcher

Bis dass der Tod euch scheidet  /  Thors Valhall   /   Reise til helvete   /   Flyktet

Mehr BĂŒcher von Justin C. Skylark gibts auf der Autoren-Homepage *klick* oder beim „dead soft“ Verlag *klick*

Hier gehts zu meiner Rezension *klick*

Die erste Begegnung

Damit meine ich allerdings mein erstes Zusammentreffen mit Thor und Dylan, das war nĂ€mlich alles andere als einfach. Anfang Oktober entschloss ich mich „Bis dass der Tod euch scheidet“ in Angriff zu nehmen. Das gehörte nĂ€mlich zu den wenigen BĂŒchern, die ich noch nicht aus dem „dead soft“ Verlagssortiment gelesen hatte. Ich war eigentlich der Meinung, dass das ĂŒberhaupt nicht zu mir passt. Rosa Glitzerwelt trifft auf dunkle Black Metal und EBM – Musik (EMB: Electronic Body Music). Aber weit gefehlt. Ich war von der ersten Seite an gefesselt und von dem mir fremden Lifestyle fasziniert. Doch je weiter ich voranschritt, umso intensiver und extremer wurde die „Beziehung“ bzw. das Verhalten von Thor und Dylan. Exzesse ohne Ende. Zur Mitte hin, war ich komplett ĂŒberfordert. Emotional ĂŒberfordert. Wie wĂŒrden die Amerikaner sagen: Crazy shit! Ich hab es erst mal zur Seite gelegt und darauf gewartet, dass sich meine Neugier und meine ĂŒberbordenden GefĂŒhle einig werden. Aber das war gar nicht so einfach. Es gibt nĂ€mlich 4 Faktoren, die diese Geschichte auszeichnen und sie zu einem Lesegenuss der besonderen Art machen.

Untitled

Eine brutale und sehr anstrengende Mischung. Alkoholexzesse, SchlĂ€gereien, harter Sex, Drogen und Waffen sind allgegenwĂ€rtig. Und man fragt sich als Leser automatisch, wo das wohl hinfĂŒhren mag. Wann bringen sich die beiden gegenseitig um? Wie viel kann ein Mensch ertragen? Wie viel kann Liebe aushalten?

Die komplette Geschichte ist ein Drahtseilakt auf einem hauchdĂŒnnen Faden, der Absturz stĂ€ndig in greifbarer NĂ€he. Der tödliche Aufprall wird an manchen Stellen nicht nur von den Protagonisten herbeigesehnt. Ein Balanceakt zwischen Wahnsinn und Liebe, Gewalt und Tod. Alles untrennbar miteinander verbunden und dicht verwoben.

Doch was steckt hinter diesen beiden außergewöhnlichen Menschen? Was verbindet sie?

dylan&thorAggressive Diva mit Alkoholproblem und unverarbeiteter Vergangenheit meets wortkargen Naturburschen mit anhÀnglichen Altlasten und mysteriösem Vorleben.

So in etwa kann man die beiden Protagonisten beschreiben. Auf den ersten Blick erkennt man keine Gemeinsamkeiten. Beide sind grundverschieden und treiben sich und den Leser stĂ€ndig an die Grenze des Wahnsinns und des ErtrĂ€glichen. Die beiden können nicht mit und auch nicht ohne einander. Doch unter all dem Drama, der Trauer und der Gewalt blĂŒht eine kleine, zarte Pflanze: Liebe.

Dylan

Dylan erinnerte mich direkt an Bill Kaulitz von „Tokio Hotel“. Ich weiß nicht warum, aber sein Bild hatte ich beim Lesen stĂ€ndig vor Augen. Dylan kommt aus der Gosse, schönreden braucht man das nicht. Er hat ein hartes Leben mit viel Schmerz und Entbehrungen hinter sich und dann kommt der Ruhm mit seiner Band. Geld, Fans, Aufmerksamkeit und hin und wieder ein williger Groupie. Dylan ist ein Mensch, der sehr viel BestĂ€tigung von außen braucht und die bekommt er. Als exzentrische Diva begeistert er tausende Menschen. Auf den ersten Blick hat er alles, was man sich wĂŒnschen kann, doch in seinem Inneren ist er ein sensibler und verletzter Junge, dessen Hilflosigkeit in Gewalt umschlĂ€gt und in Alkohol ertrĂ€nkt wird. Als Thor in sein Leben tritt, werden Dylans Eskapaden schlimmer. Zu der allgemeinen Unzufriedenheit, kommt jetzt auch noch Unsicherheit. GefĂŒhle, die er nicht einordnen kann, lassen ihn schneller ausrasten als jemals zuvor.

Thor

Thor ist das Abbild eines Wikingers. Lange, wallende Haare und krĂ€ftige Muskeln an den richtigen Stellen. Ein schweigsamer, naturverbundener Mann mit einigen Problemen. Er saß 5 Jahre wegen Mordes im GefĂ€ngnis und lebt seither sehr zurĂŒckgezogen in der Wildnis Norwegens. Ein Mann mit vielen Geheimnissen, die er nur sehr ungern und sehr zögerlich preisgibt. Auch Thor hat eine unschöne Vergangenheit hinter sich. War immer anders. Rebellisch, eigenbrötlerisch. Er liebt seine Musik, meidet aber den Rummel um seine Band und seine eigene Person. Er ist sehr zielgerichtet und verschwendet weder Zeit noch Worte. Er zeigt seine GefĂŒhle lieber durch Gesten, als mit hochtrabenden LiebesschwĂŒren. FĂŒr Dylan, der die BestĂ€tigung braucht, dass man ihn liebt, eher frustrierend. Aber auch Dylan verlangt Thor einiges ab. FĂŒr ihn gibt er stellenweise sein geliebtes Alleinsein auf und er hilft Dylan. Ist immer da, wenn dieser ihn am dringendsten braucht. Seine Methoden sind nicht immer sehr feinfĂŒhlend und Dylan landet das ein oder andere Mal dadurch im Krankenhaus, aber sie helfen.

Mein Fazit

Die Geschichte um Dylan und Thor wird mich noch lange begleiten, denn sie ist anders, als alles, was ich bisher so gelesen habe und das soll was heißen. Mir sind die beiden sehr ans Herz gewachsen, allerdings ist es mir ein RĂ€tsel, wie die beiden 4 BĂ€nde ĂŒberlebt haben, ohne sich gegenseitig umzubringen. WĂ€hrend dem Lesen schwankte ich stets zwischen Hoffnung, Frustration und dem Wunsch, die beiden langsam und genĂŒsslich zu erwĂŒrgen. Man kann nicht erwarten, dass ihnen zum Schluss rosa Herzchen aus den Ohren fliegen, die beiden werden immer wieder aneinandergeraten, dennoch bin ich sehr zufrieden mit dem Abschluss des vierten Bandes und irgendwie erleichtert, dass ich die beiden nun etwas loslassen kann.

Es ist schwierig, diese Geschichte in Worte zu fassen, aber ich hoffe, ich konnte Euch einen kleinen Einblick in das Buch selbst und meine GefĂŒhlswelt wĂ€hrend dem Lesen geben. Wenn ihr die Geschichte noch nicht kennt, dann nichts wie ran. Ansonsten wĂŒrde ich mich auch ĂŒber Meinungen zu den beiden Jungs und ihrer doch sehr schweren Geschichte freuen.

Interview

Justin, herzlich willkommen. Ich freue mich, Dich hier begrĂŒĂŸen zu dĂŒrfen. Stell Dich doch mal kurz vor.

Hallo Ramona. Danke fĂŒr die Interviewanfrage, ĂŒber die ich mich natĂŒrlich gefreut habe. Ich bin 1975 in Kiel geboren und lebe noch immer in einem kleinen Vorort dieser Stadt. Ich liebe das Meer und den Norden, und obwohl ich auch gerne reise, bin ich eher ein sesshafter Mensch. Neben dem Schreiben verdiene ich mein Geld hauptsĂ€chlich mit der Arbeit im Kieler Uniklinikum. Wenn ich mich nicht gerade fĂŒr Konzerte oder andere Events aus meinen eigenen vier WĂ€nden begebe, geht es bei mir eher ruhig zu. Ich lebe seit ĂŒber 12 Jahren in einer Beziehung, pflege ein paar Haustiere, liebe die Natur und Sprachen, sehe gerne Filme und sitze oft viel zu lange am Computer.

Wie bist Du zum Schreiben gekommen?

Ich kann mich erinnern, dass ich schon als Kind viel geschrieben habe. HauptsĂ€chlich TagebĂŒcher und lustige Geschichten. In der Schule mochte ich AufsĂ€tze am liebsten und im Fach Philosophie konnte ich mich so richtig ausleben. Anfang der 90er, in der ich mit einer Art Selbstfindung begann, habe ich vermehrt dĂŒstere Gedichte geschrieben. Die Entdeckung der britischen Band Suede brachte mir das Thema AndrogynitĂ€t und BisexualitĂ€t nĂ€her, ich knĂŒpfte vermehrt Kontakte zur Schwulen- und Transgenderszene. 1998 reifte in mir der Gedanke, eine Geschichte zu schreiben, in der ich meine Interessen und mein Faible fĂŒr den SĂ€nger von Suede (Brett Anderson) verarbeiten konnte. So schrieb ich (damals noch mit Schreibmaschine) die ersten Romane meiner Neal Anderson-Reihe, eigentlich nur fĂŒr mich. 1999 lernte ich dann ĂŒber das Zillo Musikmagazin Simon Rhys Beck kennen. Wir teilten den gleichen Musikgeschmack und stellten erst einige Briefe spĂ€ter fest, dass wir beide Gay Literatur schreiben. So kam ich zu dem dead soft Verlag, wo mein Debutroman „Craig’s little Dawn“(2001) und zuerst auch einige Kurzgeschichten veröffentlicht wurden, weitere Romane folgten jĂ€hrlich. Meine Neal Anderson-Reihe wurde spĂ€ter im HimmelstĂŒrmer Verlag herausgebracht.

Wie entstand die Idee zu Deiner Reihe um Thor und Dylan?

DarĂŒber kann ich immer nur den Kopf schĂŒtteln, denn eine Reihe hatte ich niemals geplant. Seit meiner Jugend bewege ich mich in der schwarzen (Musik) Szene. Durch meinen Roman „Szandor’s Erbe“ (2003) wuchs bei Recherchen mein Interesse am modernen Satanismus und an Black Metal-Musik.

Über Jahre begleitete mich der Gedanke: „Irgendwann möchtest du einen Black Metal-Roman schreiben!“

2009 war ich dann endlich so weit. Mir kamen konkretere Ideen dazu, die ich erst bei der Entstehung des Buches ausbaute. Ich las viel ĂŒber die Black Metal Bewegung, lernte, die Musik zu lieben, ebenso wuchs mein Interesse fĂŒr Norwegen und die norwegische Sprache. Aus der Idee „Electro Freak vs Black Metal SĂ€nger“ wurde dann der Roman „Bis dass der Tod euch scheidet“.

Nach der Veröffentlichung spukten mir Ideen fĂŒr eine Fortsetzung im Kopf herum und ich begann „Thors Valhall“ zu schreiben. Ich hatte erst Zweifel, ob der Inhalt aussagekrĂ€ftig genug sein wĂŒrde, doch der Verlag sagte zu und der zweite Teil kam bei den Lesern so gut an, dass ich meine Zweifel ĂŒber Bord warf. Die Idee zum dritten Teil und der einsamen Insel (Reise til helvete) kam dann wie von allein. Thor und Dylan entwickelten ihr Eigenleben und machten mir das WeiterfĂŒhren der Geschichte einfach. Nach den drei BĂ€nden musste es einfach einen vierten Teil geben, der alles abrundet und viele offene Fragen klĂ€rt.

Könntest Du Thor und Dylan selbst kurz vorstellen? Oftmals unterscheiden sich ja Autoren – und Lesersicht etwas. Wie siehst Du die beiden?

Auf den ersten Blick sind Thor und Dylan sehr unterschiedlich. Dylan kommt aus einfachen FamilienverhĂ€ltnissen, ist nicht sonderlich intelligent und musste in seiner Kindheit Spott und PrĂŒgel erleben. Durch seinen Durchbruch als SĂ€nger erlebt er nun genau das Gegenteil. Er wird von den Fans geliebt und umjubelt, er kann sich finanziell einiges leisten. Seine schlechten Erlebnisse kompensiert er durch rebellisches Verhalten. Er wird zur Diva, rastet gerne aus, wenn er mit Worten nicht weiter kommt und versteckt sein wahres Ich hinter einem exzentrischen Äußeren. Er hat sich selbst nicht gefunden, flĂŒchtet in alkoholische Exzesse und selbst die Liebe zu Thor verwirrt ihn zunĂ€chst mehr, als dass sie ihm hilft, auf einen geraden Weg zu kommen.

Thor ist die bodenstĂ€ndigere Persönlichkeit. Er gibt sich ruhig und wortkarg, hat einen festen Willen und weiß, was er tut. Obwohl er ebenfalls mit seiner Band Erfolg hat, sucht er die Abgeschiedenheit und aufgrund der MordgerĂŒchte, die ihm nachhĂ€ngen, meidet er soziale Kontakte. Er liebt die Freiheit und die Natur; wenn man sein privates Umfeld stört, kann er sehr unangenehm werden und dann macht er auch von gezielter Gewalt gebrauch. Da er nicht gerne spricht (ĂŒber sich selbst schon gar nicht) muss man seine Antworten zwischen den Zeilen suchen. Seine Worte legt er lieber in seinen Handlungen, doch die haben Hand und Fuß. Im Gegensatz zu Dylan weiß er, was es heißt, zu lieben, doch seine Vergangenheit mit Magnus hemmt ihn in der Auslebung von GefĂŒhlen.

Auf den zweiten Blick sind beide MĂ€nner einsame Persönlichkeiten, die ihre Vergangenheit aufarbeiten mĂŒssen und daran zu knabbern haben.

Welcher der beiden hat am meisten an Deinen Nerven gezehrt? Und mit wem kannst Du Dich am ehesten identifizieren?

Man könnte meinen, dass mir Dylan graue Haare beschert hat. Viele Leser haben in Rezensionen wiedergegeben, dass sie ihn oftmals gern geschĂŒttelt hĂ€tten oder sogar genervt waren von seinem divenhaften Benehmen. Auch sein Manager Tony kam nicht bei jedem gut an, denn seine stĂ€ndigen Sorgen hören einfach nicht auf.

Im Grunde genommen war es fĂŒr mich persönlich jedoch Thor, der mir schlaflose NĂ€chte bereitet hat. Selbst ich, als Autor, brauchte Jahre, um ihn zu knacken, um an ihn heranzukommen und sein Wesen zu ergrĂŒnden. Nach dem vierten Teil mĂŒsste ich eigentlich froh sein, dass ich nĂ€her an ihn herangekommen bin und doch frage ich mich manchmal: „Ist es wirklich so, oder doch anders?“ Er ist wohl der schwierigste Charakter, mit dem ich mich bisher befasst habe.

Lustig ist, dass ich meist mit Dylan verglichen werde; vielleicht weil ich selbst auf Bondageklamotten mit Ketten und Schnallen stehe, gern SĂŒĂŸes esse und mich auch schminke, doch ich bin weder eine Diva, noch prĂŒgel ich mich gerne. Da habe ich mit Thor mehr Ähnlichkeit. Ich liebe die Ruhe, ich bin sehr gern allein, auch auf Reisen. Ich benötige meine „Auszeiten“ und wenn es nicht sein muss, rede ich auch nicht viel. Ich bin ein sehr naturverbundener Mensch, der irgendwie immer einen ‚Plan’ hat. Wenn mich jemand extrem reizt, kann ich allerdings auch sehr unangenehm werden.

Thors und Dylans Beziehung ist geprÀgt von Gewalt, Exzessen, Wahnsinn und Liebe. Eine sehr anstrengende Mischung. Wie hast Du den Entstehungsprozess erlebt?

Es war fĂŒr mich nie anstrengend, ĂŒber ihre Beziehung zu schreiben, im Gegenteil. Besonders im ersten Band hat es mir Freude bereitet, sie in die Machtspielchen zu schicken, je extremer es war, desto besser gefiel es mir. Die Leser haben es sicher anstrengender erlebt, als ich.

Ich mag die Beziehung der beiden MĂ€nner, denn man kann nie wissen, was passiert, wenn sie zusammen sind. Sie können erfĂŒllten Sex haben und sich 2 Minuten spĂ€ter anbrĂŒllen oder prĂŒgeln. Es wird mit ihnen nicht langweilig. Und auch wenn sich der ein oder andere Leser wĂŒnscht, dass sie endlich ihren Frieden zusammen finden sollten, ganz ohne Reibereien werden sie es wohl nie schaffen. Und genau das macht sie m.E. so liebenswĂŒrdig, weil sie trotz der Streitigkeiten auch immer wieder zusammenfinden. Nach dem ersten Teil war eigentlich fĂŒr mich klar, wie sie beide ticken – allein und auch zusammen – sodass der Prozess schnell zum SelbstlĂ€ufer wurde.

Mich hat der erste Band emotional ziemlich ĂŒberfordert. Ging es Dir beim Schreiben Ă€hnlich? Ich stelle mir das sehr schwierig vor, sich in zwei solch extreme Menschen hineinzuversetzen.

Wie ich bei der vorangegangenen Frage schon sagte, konnte ich mich gut und schnell in die Charaktere einfinden. Wer meine Geschichten kennt, der weiß, dass ich es gerne etwas dramatisch mag. Liebesschnulzen oder rosaroter BlĂŒmchensex liegen mir nicht. Zumindest in literarischer Hinsicht mag ich es gern etwas morbid. In fast jedem Roman von mir wird einer meiner Protas verletzt oder landet im Krankenhaus. Wieso, weiß ich nicht wirklich. Vielleicht, weil leidende Personen höchst interessant sind und viel „Spielraum“ liefern und Medizin ist ohnehin ein spannendes Thema, woraus ganz viel wachsen kann – psychisch ebenso, wie physisch.

In meiner Arbeit im Krankenhaus stehen Schmerz, Sterben und Tod an der Tagesordnung und trotzdem kann man so viel Freude und Spaß an dem Umgang mit kranken Menschen haben; vielleicht verarbeite ich einiges in meinen Geschichten.

Mir fiel es nie schwer zwischen Thor und Dylan hin und her zu switchen, es brachte Spaß und war zugleich – besonders auf Thor bezogen – eine Herausforderung.

Woher nimmst Du Deine Ideen? Kommen die einfach so angeflogen oder haben, in unserem Beispiel heute, Dylan und Thor reale Vorbilder?

Meist kommen meine Ideen „angeflogen“ und irgendwo von Innen. Wie bei der Thor und Dylan Reihe können sie aus einem einzigen Funken wachsen. Viele Eingebungen kommen dann beim Schreiben und eigentlich bin ich 24 Stunden „online“ und somit immer bereit EindrĂŒcke oder Erlebnisse in meine Geschichte, an der ich arbeite, einfließen zu lassen.

In der Tat hat mich fĂŒr die Figur Thor der SĂ€nger Gaahl von God Seed (ehem. Gorgoroth) stark inspiriert. ZunĂ€chst war es nur optisch, und als ich mehr und mehr zum Fan der Band und der Person wurde, flossen auch ein paar Fakten ein. Nicht zu vergessen: die ganze Geschichte der Black Metal Bewegung, die ja tatsĂ€chlich passierte. Der Mord an Øystein Aarseth und der Selbstmord von Dead lieferten mit Inspirationen zu Magnus.

FĂŒr Dylan hatte ich am Anfang auch ein optisches Vorbild (mir hilft es oft, einen Charakter zu kreieren, wenn ich ein reales Foto vor mir sehe und das hat dann nicht gleich was mit fanfiction zu tun) Doch da sich Dylan in den vier BĂ€nden auch Ă€ußerlich verĂ€ndert, war das spĂ€ter nicht mehr maßgebend.

Wie sind die Lesermeinungen zu Thor und Dylan? Ich vermute mal stark, dass sie extrem polarisieren. Ich hĂ€tte sie oft auch am liebsten erwĂŒrgt, konnte mich aber auch nicht von den beiden lösen.

Die Meinungen sind in der Tat unterschiedlich. Was die Protagonisten angeht, ist es interessant, dass nach dem ersten Band der Großteil von Dylan sehr angetan war und mich jetzt meistens Stimmen erreichen, die ĂŒberwiegend fĂŒr Thor schwĂ€rmen, aber auch Erik wird von vielen gemocht. (Dazu sei angemerkt, dass ich Erik eigentlich fĂŒr den wichtigsten Akteur der Story halte, denn ohne ihn wĂ€re vieles anders gelaufen.)

NatĂŒrlich gab es auch negative Stimmen zur Geschichte an sich. In einer Leserunde wurde „Bis dass der Tod euch scheidet“ regelrecht verrissen. In einigen Rezensionen wurde die Gewalt unter den MĂ€nnern als „verherrlichend“ und als NO GO beschrieben. Der Großteil meiner Leser hat die beiden (oder auch die vier) Chaoten jedoch in all den Jahren herzlich begleitet und mich erreichten Lob und auch schöne Fanarts. Das bestĂ€rkte das GefĂŒhl, mit der Reihe das Richtige getan zu haben.

Du hast gesagt, dass Du den 4. Band ‚Flyktet‘ so konzipiert hast, dass viele offene Fragen geklĂ€rt werden. Die beiden haben ein passendes Endebekommen und das sage ich als ‚Happy-End‘ – SĂŒchtige. Kannst Du Dir vorstellen noch einen weiteren Teil zu schreiben oder hast Du fĂŒr Dich mit den beiden abgeschlossen und möchtest erst mal andere Wege gehen?

Erst einmal sind Dylan und Thor (Spoiler!) unterwegs. Ihre „Reise“ kann natĂŒrlich ganz unterschiedlich verlaufen und könnte sogar Stoff fĂŒr einen 5. Band liefern, ebenso wird sich der ein oder andere fragen, ob und wie sie ‚wiederkommen’ könnten. (Mich reizt es zudem sehr, die Beziehungen Thor/Magnus und Thor /Erik nĂ€her zu beschreiben.)

Ich halte mir die Antwort darauf offen und schließe es nicht aus, in naher Zeit noch eine Fortsetzung zu bringen. Jedoch widerstrebt es mir, eine Fortsetzung zu schreiben, nur weil es viele wĂŒnschen.

Der Inhalt muss ebenso spannend und unterhaltsam sein, wie die VorgĂ€nger. Darauf lege ich großen Wert. Sehr wohl habe ich schon AnsĂ€tze fĂŒr eine Fortsetzung im Kopf, doch die mĂŒssen noch reifen, um ein sehr gutes Buch fĂŒllen zu können.

In der Zeit werde ich natĂŒrlich andere Geschichten schreiben, denn nur Fortsetzungen zu bringen kann nicht nur fĂŒr den Autor ermĂŒdend sein, sondern auch fĂŒr die Leser.

Arbeitest Du gerade an einem neuen Projekt und auf was dĂŒrfen wir uns in nĂ€chster Zeit freuen?

Zum GlĂŒck sind mir Ideen fĂŒr neue Werke noch nicht ausgegangen. Meist schreibe ich schon an etwas Neuem, wĂ€hrend ich noch auf die Veröffentlichung des aktuellsten Romans warte. FĂŒr das FrĂŒhjahr 2015 plane ich einen kleinen Miniroman (ebook), an dem ich schon lange arbeite und den ich endlich abschließen möchte. Und ich hoffe, dass spĂ€testens im Herbst 2015 ein neuer Roman fertig wird, an dem ich auch schon arbeite und der thematisch etwas ganz Anderes wird. Zu dem Inhalt der Werke möchte ich mich noch nicht Ă€ußern.

Abschließende Worte an Deine Fans.

Zum Schluss danke ich meinen Lesern fĂŒr die Treue und die UnterstĂŒtzung. Ich bin zwar schon sehr lange im GeschĂ€ft, aber v.a. in den letzten Jahren sind die Kontakte zu den Lesern (durch Plattformen wie FB; Twitter und auch durch Buchmessen) intensiver geworden. Und ich spreche wohl fĂŒr alle Autoren: Ohne die Leser und ihren guten Zuspruch, wĂŒrde man nicht immer weitermachen.

Ich hoffe sehr, dass ich euch auch in Zukunft mit meinen Geschichten gut unterhalten kann, auch wenn Dylan und Thor nicht mehr so prÀsent sind.

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Vielen Dank Justin, fĂŒr das aufschlussreiche und spannende Interview. Thor und Dylan werden auf jeden Fall einen Ehrenplatz in meinem „Leserherzen“ behalten.

Gay Friday #34 – Moritz Hohenberg ist zu Besuch

Moritzhohenberg

Heute ist Moritz Hohenberg zu Gast. Ein wirklich sehr sympathischer Autor, der mir leider fast durch mein Leseraster gefallen wĂ€re, hĂ€tte er mich nicht angesprochen und gefragt, ob ich sein neustes Buch „Dirty Business“ lesen und rezensieren wĂŒrde. Ich muss gestehen, mich haben die Buchtitel etwas abgeschreckt, aber das ist ja gerade noch gut gegangen. Puh! Ich bin gespannt, was uns noch alles von Moritz Hohenberg erwarten wird. Deshalb hab ich ihm mal auf den Zahn gefĂŒhlt.

BĂŒcher

MoritzHohenberg1

Die AbschlussprĂŒfung – Ein Lehrer und sein SchĂŒler, kann das gut ausgehen?  /   Der Melker – Stunden der Lust   / Der Knast – Schrei solange du willst   /   Dirty Business – Jetzt wird abgerechnet

Hier gehts zu meiner Rezension zu „Dirty Business“ *klick*

Interview

Lieber Moritz, herzlich willkommen auf meinem Blog. Ich freue mich, Dich hier begrĂŒĂŸen zu dĂŒrfen. Stell Dich doch mal kurz vor.

Ich freue mich sehr dein Gast sein zu dĂŒrfen und möchte mich recht herzlich fĂŒr das Interview bedanken.

Geboren wurde ich 1973 in der NĂ€he von Linz in Österreich. Seit Juli 2013 lebe ich in Virginia, in einem Vorort von Washington DC. Diesen Umstand verdanke ich meinem Mann, der Amerikaner ist und mit dem ich seit 2013 verheiratet bin. Meine heimliche große Liebe ist allerdings eine 35kg schwere Foxhound HĂŒndin namens Dixie, die vor einem Jahr in mein Leben getreten ist und seither jeden einzelnen Tag bereichert. FĂŒr sie mache ich mich auch gerne mal zum Kasperl und erfĂŒlle ihr soweit es geht fast jeden Wunsch. Gemeinsam mit ihr streife ich tĂ€glich zwei Stunden durch die WĂ€lder und genieße die Natur. Ansonsten bin ich ein quirliges, lustiges Kerlchen, das gerne Freunde trifft, viel lacht und eine Leidenschaft fĂŒr SĂŒĂŸigkeiten und gutes Essen hat.

Wie bist Du zum Schreiben gekommen?

Bis ich meinen Mann traf, fĂŒhrte ich ein relativ normales, eher langweiliges, Leben mit einem BĂŒrojob in Oberösterreich. Durch die neue Beziehung verĂ€nderte sich vieles. Zuerst kam ein Umzug nach Wien, in vollem Bewusstsein, dass das nur temporĂ€r sein wird, denn ich wusste, dass mein Mann nur zwei Jahre in Österreich sein wird.

Also ĂŒberlegte ich damals schon, was ich denn in den USA beruflich tun könnte. Zuerst gab es Überlegungen ein „Wiener-CafĂ©â€œ zu eröffnen, allerdings fehlte mir dafĂŒr letztlich der Mut. Dann kam mir die Idee, zu schreiben. Da ich immer viel reiste und einen Faible fĂŒr London hatte, wollte ich einen entsprechenden Ratgeber verfassen. Er sollte dem Leser zeigen, wie er möglichst gĂŒnstig seinen London Aufenthalt buchen kann. WĂ€hrend ich an dem Buch arbeitete, kam mir allerdings immer wieder die Idee Gay-Erotik zu schreiben. Irgendwann habe ich dann einfach begonnen an meiner ersten Story zu schreiben und es hat mir unglaublich viel Spaß gemacht. Meinen Ratgeber habe ich ĂŒbrigens bis heute nicht beendet. Mittlerweile könnte ich mir das Schreiben aus meinem Leben nicht mehr wegdenken, und wenn ich Mal ein paar Tage nicht zum Schreiben komme, werde ich ganz wunderlich.

Wie sieht Dein Schreiballtag aus? Hast Du ein bestimmtes Ritual?

Ich weiß nicht, ob man es Ritual nennen kann, es ist mehr ein geregelter Ablauf. Zuerst gehe ich morgens immer mit dem Hund raus, das dauert in etwa eine Stunde. Danach bewaffne ich mich mit Kaffee und einem Croissant und setze mich zu meinem Schreibtisch.

Wenn ich nicht schon unterwegs am Telefon geguckt habe, dann sehe ich mir erst mal die Neuigkeiten auf Facebook an und beantworte Nachrichten und Emails. Anschließend wird wild drauf losgeschrieben, nachmittags so gegen 15.00 Uhr kommt dann meistens Dixie und fordert einen weiteren Spaziergang. Im Anschluss daran schreibe ich noch 2-3 Stunden und dann mache ich Feierabend und koche.

Da ich seit kurzem auch einer normalen Arbeit nachgehe und sehr unregelmĂ€ĂŸige Arbeitszeiten habe, hat sich das total geĂ€ndert. Aber ich hoffe, dass sich auch hier bald wieder eine RegelmĂ€ĂŸigkeit ergibt und ich wieder mehr Zeit zum Schreiben habe.

Was machst Du, wenn das Schreiben mal nicht so gut lÀuft?

Ich ĂŒberarbeite Texte, und wenn das auch nicht funktioniert, dann sehe ich mir einen Film an, oder ich koche etwas. Gelegentlich verbinde ich das auch und koche, wĂ€hrend ich mir einen Film ansehe. Diese neunzig Minuten reichen im Normalfall. Ich hab mich da relativ gut im Griff.

Wie erlebst Du den Entstehungsprozess einer Geschichte?

Wenn mich ein Geistesblitz trifft, dann muss ich auch sofort beginnen zu schreiben. Da brennt es mir dann wirklich unter den FingernĂ€geln und ich bekomme panische Angst, dass ich die Idee wieder vergessen könnte. Entsprechend nehme ich auch alles rund um mich nicht mehr wahr, weil ich nur sitze und wie ein VerrĂŒckter tippe. NatĂŒrlich muss ich zwischendurch Mal mit dem Hund raus, aber selbst auf meinen SpaziergĂ€ngen plane ich geistig schon, wie es weiter geht, und mache mich zu Hause sofort wieder ans Werk.

Mittlerweile korrigiere ich am nÀchsten Tag, das am Vortag Geschriebene noch einmal, bevor ich an der Fortsetzung weiter arbeite. Dabei zapple ich vor lauter Ungeduld am Sessel rum, weil ich es kaum mehr erwarten kann, endlich weiter zu schreiben.

Am Ende dann gehe ich die ganze Story noch einmal durch und dann bekommen sie die Betaleser. Meistens bin ich mir zu diesem Zeitpunkt extrem unsicher, ob die Geschichte ĂŒberhaupt gut ist. Da ich ja vieles immer und immer wieder lese, kommt sie mir dann schon sehr langweilig vor und ich höre dann in meinem Kopf schon die „Buhrufe“ der Leser.

Wenn es dann wirklich so weit ist und ich die Geschichte hochlade, bin ich meistens so nervös, dass ich eine falsche Version online stelle, oder mir ein sonstiger Schnitzer passiert.

Wenn ich dann alles mehrfach ĂŒberprĂŒft habe und sehe, dass alles so weit passt, dann ticke ich wieder normal.

Holst Du Dir Inspiration aus Deinem Umfeld oder kommen die Ideen einfach so angeflogen?

Also die Ideen kommen immer angeflogen, meistens viel zu viele. Zurzeit ist es so, dass ich am liebsten an fĂŒnf Geschichten zur selben Zeit arbeiten wĂŒrde. Oft kommen mir die Ideen, wenn ich mit dem Hund unterwegs bin und dabei Musik höre. Manchmal steckt in den Storys auch ein Teil von mir, bei der Umsetzung selbst, greife ich natĂŒrlich auf Erfahrungen und Erlebnisse aus meinem Leben zurĂŒck.

Dein neues Buch ‚Dirty Business‘ unterscheidet sich deutlich von Deinen bisherigen Werken, vor allem was den Titel angeht. Gibt es dafĂŒr einen Grund?

Eigentlich nicht. Es hĂ€ngt von meiner jeweiligen Stimmung ab, worĂŒber ich schreibe. Ob die Geschichte eine richtige Handlung hat, oder ob es sich eher um Einhand-Literatur handelt. Ich versuche die Titel immer passend zur Geschichte zu wĂ€hlen, damit der Leser auch weiß, worauf er sich einlĂ€sst.

Meine erste Story, „Die AbschlussprĂŒfung“, kam relativ schlecht weg bei den Lesern und ich plante daher nicht in diese Richtung weiter zu schreiben. Allerdings existierte die erste HĂ€lfte von „Dirty Business“ damals schon, eine Freundin las sie und war sehr davon begeistert, sie hat mich ermutigt es fertig zu schreiben. Ich hĂ€tte mir nie ertrĂ€umt, dass das Buch ein derartiger Erfolg wird, und möchte mich auch hier noch einmal bei allen meinen Lesern bedanken.

Deine BĂŒcher sind allesamt sehr erotisch. Es geht um Sex, Leidenschaft und Liebe. Könntest Du dir vorstellen auch in einem anderen Subgenre zu schreiben, z.B. Gay Fantasy oder Gay Crime?

Das Thema Sex dominiert die schwule Szene sehr und nimmt im schwulen Leben bei den meisten einen großen Stellenwert ein. Es wird offen behandelt, Extreme sind keine Tabus und werden gelebt, man(n) schĂ€mt sich nicht dafĂŒr. In der schwulen Welt ist es ganz normal, dass man Sex hat und sich hinterher erst unterhĂ€lt. Viele vertreten die Meinung, dass sich eine Beziehung ja gar nicht lohnt, wenn der Sex nicht passt. Entsprechend lasse ich das auch in meinen BĂŒchern einfließen.

Gay Crime ging mir schon mal durch den Kopf und da kommt auch vielleicht noch etwas, ein paar Seiten einer Story gibt es schon, aber momentan habe ich einige Projekte angefangen, die ich unbedingt noch vorher fertigstellen möchte. Gay-Fantasy schwirrt mir momentan nicht durch den Kopf, aber man soll ja niemals nie sagen.

Welche Deiner Buchfiguren hat Dir den letzten Nerv geraubt?

Keine, ganz im Gegenteil! Im Grunde hĂ€nge ich an jeder meiner Figuren. In jeder steckt ein Teil von mir und ich mag jeden Einzelnen. NatĂŒrlich visualisiere ich immer alle Beteiligten und habe klare Bilder von jedem beim Schreiben im Kopf.

Meine zwei persönlichen Favoriten sind Aaron aus „Dirty Business“, den ich dem Schauspieler Steve Sandvoss aus dem Film „Latter Days“ nachempfunden habe und Bernd Bruckner aus „Die AbschlussprĂŒfung“, das war fĂŒr mich ganz klar Robert Grant aus „Queer as Folk“. Diese beiden Personen wĂŒrde ich auch echt gerne Mal treffen.

Was liest Du persönlich am liebsten? Hast Du einen Geheimtipp?

Also meine absolute Lieblingsgeschichte ist seit vielen Jahren „RĂ€ubers Lust“ von Inka Loreen Minden, „Planet Hope“ und „Autumn“ von Nele Betra gefielen mir auch sehr gut. Ansonsten lese ich quer durchs GemĂŒsebeet Ken Follet „Die Pfeiler der Macht“, RĂŒdiger Jungbluth „Die Oetkers“, oder auch Walter Isaacson „Steve Jobs“, fast hĂ€tte ich es vergessen, eines meiner LieblingsbĂŒcher seit meiner Kindheit ist „Timm Thaler“ von James KrĂŒss.

Auf welche BĂŒcher von Dir, dĂŒrfen wir uns in nĂ€chster Zeit freuen?

Also derzeit arbeite ich an verschiedenen Projekten, eines davon trĂ€gt den Titel „Endstation Venedig“ und wird wieder etwas fĂŒr alle Leser sein, die Romantik und Herz-Schmerz mit einer normalen Dosis Erotik mögen, es wird vom Stil her an Dirty Business anschließen.

Ein weiteres Projekt an dem ich derzeit arbeite ist der zweite Teil des Melkers. Allerdings werde ich diese Art BĂŒcher kĂŒnftig unter einem speziellen Label herausbringen, damit die Leser wissen, dass es hier schon sehr zur Sache geht. Eine Leserin und mittlerweile Freundin hat mich darauf aufmerksam gemacht. Mir selbst war das leider nie bewusst, dass ich mit meinen BĂŒchern sehr unterschiedliche Lesergruppen anspreche.

Naja, eine weitere Sache geistert mir derzeit auch noch durch den Kopf. Allerdings bin ich mir noch nicht so sicher, ob ich damit auch noch anfangen soll. Es geht dabei um einen jungen Burschen, dem irgendwie klar ist, dass er schwul ist. Er kommt aber aus einer sehr konservativen Familie, die das nie akzeptieren wĂŒrde. Im Grunde nichts neues, aber ein sehr interessantes Thema denke ich.

Abschließende Worte an Deine Fans.

Also auf jeden Fall Mal ein ganz großes “DANKE” an euch alle!!!

Es freut mich unheimlich, wenn ich euch fĂŒr eine kurze Zeit in meine Welt entfĂŒhren darf und dann auch noch so viel nettes Feedback erhalte. Oft sind es die kleinen Nachrichten, die ich per PN oder Mail erhalte, die mich unglaublich stolz auf meine Arbeit machen und mich anspornen noch besser zu werden. Ich freue mich auch sehr, ĂŒber die Freundschaften, die sich teilweise daraus ergeben haben und manche von euch könnte ich mir aus meinem Leben gar nicht mehr wegdenken.

Bleibt gesund! Passt gut auf euch auf! Nehmt euch Zeit fĂŒr euch selbst, denn das Wichtigste seit ihr und sonst nichts!

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Lieber Moritz, vielen Dank fĂŒr das Interview.

Gay Friday #31 – Rigor Mortis „Tattoo“ + Gewinnspiel

rigormortislogoIch freue mich riesig, dass mich heute Rigor Mortis besucht. Mit ihrer „Tattoo“- Reihe hat sie mich absolut begeistert.

Aber Rigor Mortis punktet nicht nur mit ihrer Fantasy-Reihe, sondern auch mit Drama und Horromance. Ja, Horror und Romance ergibt eine wirklich tolle Mischung. Wer das mal ausprobieren will, sollte sich „Jack vs. Chris“ nicht entgehen lassen.

Wenn ihr wissen wollt, was uns noch so alles dieses Jahr erwartet bzw. wie die „Tattoo“ – Reihe entstanden ist und wer ein Exemplar bzw. eins von 2 Ebooks von „Tattoo“ gewinnen möchte, hat hier die Gelegenheit.
Viel Spaß!

Die BĂŒcher

rigormortisbĂŒcherTattoo  /  GefĂŒhltes Herz  /  Jack vs. Chris  /  Meine Schwiegertochter  /  Killing me. Wenn ein Mörder dich jagt  /  Fesseln der Gewalt 

Es lohnt sich auch auf Rigor Mortis Bookrix – Profil vorbeizuschauen, da gibts ne Menge zu entdecken *klick*

TattooLogoDas Hauptaugenmerk wollen wir aber heute auf die Fantasy – Reihe „Tattoo“ legen. Letzte Woche ist nĂ€mlich der Komplettband mit zwei Bonusstories erschienen.

1. Im Zeichen des Drachen. 2. Im Zeichen der MurÀne. 3. Im Zeichen der Eule. 4. Im Zeichen der Schlange. 5. Im Zeichen des Panthers.
+ zwei Bonusstories: Im Zeichen des Schmetterlings & Im Zeichen des Hengstes.

Doch, um was gehts eigentlich in „Tattoo“?

Die Vitae essentia sind Krieger, die die Menschheit vor ĂŒbersinnlichen Wesen, wie Werwölfe, Elfen und Vampire, schĂŒtzen und Konflikte schlichten.

Jeder der Krieger bekommt von einer Seherin ein Tattoo gestochen, das seine Persönlichkeit bzw. seine Stellung reprĂ€sentiert. Jedem Krieger ist außerdem eine PartnerIn, Seelenverwandte/r, zugedacht. Diesen muss man aber bis zu seinem 350. Lebensjahr finden. Hat der Krieger seinen Partner gefunden, ĂŒbertrĂ€gt sich das Tattoo auf dessen Arm. Die beiden sind fĂŒr immer aneinander gebunden. Der Tod des einen, bedeutet auch den Tod des anderen.

Leider hat bei den Kriegern aber keiner damit gerechnet, dass sie auch MĂ€nner zum Partner bekommen können. Diese Konstellation ist Ă€ußerst selten und stellt die tapferen MĂ€nner vor so manche Schwierigkeit.

Es wird geliebt, gelitten und gestorben. Intrigen werden gesponnen, KÀmpfe angezettelt und Blut vergossen. Freundschaften werden geschlossen, PlÀne geschmiedet und die Zukunft tritt auf den Plan.

Diese Fantasy-Reihe solltet ihr Euch nicht entgehen lassen.

Interview

Rigor, herzlich willkommen auf meinem Blog. Ich freue mich Dich, im Rahmen des Gay Friday, interviewen zu dĂŒrfen. Stell Dich doch mal kurz vor. Wer ist Rigor Mortis?

Hallo Ramona, es freut mich hier zu sein. Wer bin ich, gute Frage, die ich mir hier und da selbst stelle. Autor aus Leidenschaft, der auch gern mal Leiden schafft. 😉 Aber mal ein paar Eckdaten. Ich bin Jahrgang 83, wohne auf dem schönen HunsrĂŒck und bin an der Mosel geboren. Schreibe seit meinem 14. Lebensjahr und das Mal mehr Mal weniger lesenswert. Auf der Buchmesse bezeichnete man mich liebevoll, als Eichhörnchen auf LSD, ich denke dem ist nichts hinzuzufĂŒgen.

Die obligatorische Standardfrage: Wie bis Du zum Schreiben gekommen?

Dritte Klasse Grundschule, wir sollten eine Horrorgeschichte schreiben. Diese hat mir in der Zeit mehr Ärger als Freunde bereitet (Meine Fantasie war wohl zu ausgeprĂ€gt) aber das war der Startschuss.

Wie sieht Dein Schreiballtag aus? Hast Du ein bestimmtes Ritual?

Mein was? Ich habe so was nicht mal, ich bin ein impulsiver Mensch, ich schreibe wenn ich Lust habe und das ist beileibe nicht jeden Tag. Ich öffne eine Datei, ist meine Muse gnÀdig, tippe ich, ist sie bockig, gehe ich Bilder bearbeiten.

Was machst Du, wenn es mit dem Schreiben mal nicht so gut lÀuft?

Cover fĂŒr mich, fĂŒr Kollegen, oder bearbeite Bilder aus reinem Spaß. Coverpfusch hat was und wenn es anderen eine Freude macht, macht es mir umso mehr Spaß.

Wie bist Du im Gay Genre gelandet und was fasziniert Dich an der schwulen Literatur?

Durch Bonny Bendrix
 ich hatte Bookrix entdeckt und sie erschien bei einer BĂŒchersuche. Schwule Geschichte fand ich im ersten Moment merkwĂŒrdig, doch klickte diese an und seither finde ich diese Variante der Romanzen weitaus anziehender, als andere. MĂ€nner gehen miteinander anders um, das SĂŒĂŸholzgeraspel ist weitaus besser zu lesen und auch das miteinander. Mir gefĂ€llt es sehr und ist natĂŒrlich faszinierend, wieso auch nicht? Man sollte offen fĂŒr alles sein.

Dass ich es jedoch mal schreibe wĂŒrde, dachte ich nicht, zu sehr war ich im Horror gefangen, doch dann kam Kataro Nuel, mein Co Autor von Jack vs Chris. Und was da rauskam, kann man ja sehen und lesen.

Du hast bereits „Hetero“- Geschichten veröffentlicht. Hast Du da schon weitere PlĂ€ne oder bleibst Du erstmal bei den M/M – Geschichten?

Ich plane ja nicht mal M/M zu schreiben. An sich war eine Fortsetzung von Killing me geplant, Beg me to kill you, aber momentan habe ich noch so viel offen
 Meine Schwiegertochter war meine erste Veröffentlichung im Hetero-Bereich, aber derartiges ist ebenso meiner impulsiven Art zu verdanken, wie jedes M/M Buch. Also was noch kommt ist da vollkommen offen.

Du schreibst ja in verschiedenen Subgenres. Fantasy, Drama, Romance, Horror. In welchem schreibst Du am liebsten?

Horromance, eindeutig. Die Mischung aus Horror und Romanze hat eindeutig mehr zu bieten, als jedes Genre fĂŒr sich. Aber noch lieber mische ich jedes Genre miteinander. Wieso sich auf eins beschrĂ€nken, wenn man es ineinander fließen lassen kann? 😉

Wie entstand die Idee zu „Tattoo“?

Ich habe eine Vampirgeschichte gelesen und dachte, es gibt zu viele davon, wie grausam. Dann hat es mich aber in die Nacht verfolgt und ewig hatte der Typ ein Tattoo und hat es weiter gegeben. Die Muse fand es lustig und so entstand der erste Absatz von Buch eins den ich aus Quatsch Monate spÀter in Facebook postete.

Tja, damit fing es an.

Wie lange hast Du an der Reihe gearbeitet und wie hast Du den Entstehungsprozess erlebt?

Insgesamt ein Jahr
 da ich zwischendurch aufgegeben habe. Ich habe es nun wirklich nicht mit Fantasy und eine kleine Kritik warf mich zurĂŒck. Dumm, das weiß ich auch und im Nachhinein ist es mir bald peinlich, aber es war so. Ich habe ĂŒber diese Geschichte wohl mehr graue Haare bekommen, wie andere LachfĂ€ltchen. Aber so im Ganzen, war es wohl eins meiner grĂ¶ĂŸten Projekte und sogar eine Sache die ich nicht bereue, auch wenn ich erstmal von Fantasy nichts mehr hören mag.

Gab es einen Krieger, der Dir den letzten Nerv geraubt hat?

Einen? Mehrere, aber ganz besonders Philip und William, die zwei haben mich gehasst, ich bin davon ĂŒberzeugt, denn sie machten nie das was ich wollte, die ganze Reihe lang trieben sie mich in den Wahnsinn. Vom bockigen Teeny bis zum allwissenden Propheten haben sie sich versucht, aber nie das gemacht was ich wollte. Doch auch Acey hatte so seine Macken 
 insgesamt kann man sagen, mich hat gar nicht genervt Sam. Ich weiß nicht warum, aber Williams Partner ist und bleibt mein Freund, ihn habe ich lieben gelernt.

Hast Du komplett mit der „Tattoo“-Reihe abgeschlossen oder könntest Du Dir vorstellen noch mal irgendwann einen Folgeband zu schreiben?

Einen Folgeband wird es auf keinen Fall geben, aber ich gebe zu da ist etwas was mir noch etwas im Kopf herumschwirrt. Sagen wir so Tattoo ist komplett abgeschlossen, die Krieger haben ihre Geschichte erzÀhlt. Aber die Vitae essentia sind bei mir sicher nicht zum letzten Mal auf dem Laptop erschienen.

An welchen Buchprojekten arbeitest Du gerade? Auf was dĂŒrfen wir uns freuen?

Gerade bin ich am vierten Teil fĂŒr „GefĂŒhltes Herz. 2 StĂŒck zum GlĂŒck“ Es werden vier Geschichten sein, die in einem Band erscheinen. Sie sind miteinander verwoben und doch eigenstĂ€ndig.

Es geht dort um beste Freunde, einen alleinstehenden Vater, einen Duft der den Sympathiefaktor zum GegenĂŒber verrĂ€t und eine Schneeflocke, die Licht ins Dunkle bringt.

Soll im Dezember erscheinen.

Abschließende Worte an Deine Fans.

Hui ich hab Fans? *lach* Entschuldige, an das Wort gewöhne ich mich wohl nie.

Ich danke herzlich fĂŒr die Chance, die jeder einzelne mir gibt und sich meine Fantasy durchliest. Es freut mich wenn es gefĂ€llt und ich hoffe sehr, weiter unterhalten zu können. Doch auch Kontakt ist immer schön, also nur zu ich beiße in den seltensten FĂ€llen *grinst*

Danke Ramona, fĂŒr diese Ehre.

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Vielen Dank an Rigor Mortis fĂŒr das spannende und aufschlussreiche Interview und natĂŒrlich fĂŒr die tollen Gewinne!

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Gewinnspiel

Rigor Mortis ist natĂŒrlich nicht mit leeren HĂ€nden gekommen.

Zu gewinnen gibt es:

1x Print „Tattoo. Die Krieger der Vitae essentia“ signiert

2x Ebook „Tattoo. Die Krieger der Vitae essentia“

Tattoogewinnspiel1Aufgepasst! Welches Tier-Tattoo wĂŒrde man dir wohl stechen und warum? Wir wollen es Euch natĂŒrlich nicht zu einfach machen, deshalb beantwortet die Frage bitte ausfĂŒhrlich. Alle „Ein-Wort-SĂ€tze“ werden nicht berĂŒcksichtigt. Danke!

Teilnahmeschluss: 23.10.2014 um 23.59 Uhr.

Teilnahmebedingungen:
Teilnehmer mĂŒssen ĂŒber 18 Jahre alt sein. 
Die Adresse wird nur fĂŒr das Gewinnspiel verwendet und anschließend gelöscht.
Keine Haftung, falls der Gewinn auf dem Postweg verloren gehen sollte oder beschÀdigt wird.
Keine Barauszahlung des Gewinns!
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Gay Friday #28 – Cat T. Mad ist zu Besuch

CatthemadLogo

Heute ist Silvia aka „Cat T. Mad“ zu Gast. Eine Autorin, die mir bereits viele spannende Lesestunden beschert hat. „Rumble & Rush“ und „Blutsbund“ haben mich begeistert, aber die neusten Werke „Martes Verlangen“ und „Panthera Leo“ haben mich in helle Begeisterung versetzt.

Wie viele andere Fans auch, warte ich sehnsĂŒchtig auf „Ein Königreich fĂŒr Puder“, die Geschichte von Martes schrillem Onkel Albrecht und König Leonhart. Deshalb hab ich ‚Cat T. Mad‘ jetzt mal ein bisschen auf den Zahn gefĂŒhlt und Spannendes erfahren.

Viel Spaß!

BĂŒcher

Martesverlangen

Martes Verlangen   /   Wings of Love   /   Climb   /   Carnifex Auberlin   /   Blutsbund   /   Bennett True. Ein Butler zum Verlieben   /   Cumberland   /   Just a Porn   /   Panthera Leo   /   Rumble & Rush

Interview

Liebe Silvia, ich freue mich Dich im Rahmen des ‘Gay Friday’ interviewen zu dĂŒrfen. Stell Dich doch mal kurz vor. Wer ist Cat T. Mad?

Ich freue mich, dass ich interviewt werde, kommt schließlich auch nicht alle Tage vor.

Cat T. Mad ist eine verschrobene vierzigjĂ€hrige Blondine mit einer hyperaktiven und nutellasĂŒchtigen Muse im Nacken. Sie wohnt im friedlichen und stillen Wendland – zumindest ist es hier so, seit der Castor nicht mehr einmal pro Jahr durchrollt. Wenn sie nicht gerade als Sklavin ihrer Muse an die Tastatur gepeitscht wird, arbeitet sie im administrativen Bereich einer Alten- und Pflegeeinrichtung.

Die wichtigste Frage ĂŒberhaupt. Wie bist Du zum Schreiben gekommen?

Die Leser sind schuld – sind sie immer! *zwinker

Ich bin vor ein paar Jahren in einem Forum gelandet, in dem man kostenlos Geschichten lesen konnte. Zu der Zeit war es eine ausgesprochen familiÀre Community. Diese Basis hat schnell dazu animiert, ebenfalls einen Versuch im Schreiben zu starten. Der Anklang auf meine Fantasiegespinste war so motivierend, dass ich seither nicht mehr von der Tastatur wegzubekommen bin.

Wie bist Du im Gay Genre gelandet?

Da ich durch jenes oben besagte Forum auf diese Art von Leseware gestoßen bin, hat es mich verleitet, auch in dem Bereich zu schreiben.

Liest Du selbst auch viel in diesem Genre? Hast Du ein Lieblingsbuch bzw. einen absoluten Geheimtipp?

Ich gebe zu, ich bin so eingefahren, dass ich sogar nur noch dieses Genre lese und um andere meistens einen Bogen mache.

Ein Lieblingsbuch oder Geheimtipp? Wenn es nach LieblingsbĂŒchern geht, so wĂŒrde es wohl den Rahmen dieses Interviews sprengen, denn die Liste wĂ€re verdammt lang. Es gibt viele, die sich den ersten Platz bei meinen Favoriten teilen. Ein Geheimtipp ist ebenso schwer. Meistens lese ich BĂŒcher, die neu veröffentlicht werden – dementsprechend sind sie nicht lange geheim, sondern schnell in aller Munde.

Gibt es eigentlich von Dir auch was „Heterosexuelles“ zu lesen? Oder kannst Du Dir vorstellen, irgendwann in diese Richtung zu gehen?

Ja, es gibt eine SM-Kurzgeschichte, die ich unter dem Pseudonym Madita Dyck veröffentlicht habe. Das Pseudonym Cat T. Mad steht nur fĂŒr Gaystories. Ich schreibe aus purem Zeitmangel derzeit keine Geschichten mit heterosexuellen Inhalten.

Du bist eine sehr vielseitige Autorin und schreibst ganz unterschiedliche Geschichten? Fantasy, Crime, Pseudo-Historical, aber auch Erotik und Drama. Im Mittelpunkt steht immer die Liebe. In welchem dieser Subgenres bewegst Du Dich am liebsten?

In allen, sehr pauschal, ich weiß. Es gibt Phasen, da schreibe ich gern Geschichten, die pseudohistorisch sind, dann brauche ich mal wieder etwas, das spannend ist und einen gewissen Gruselfaktor hat. Es variiert wirklich ganz nach Lust und Laune. Lediglich Fantasy kommt bei mir ein wenig zu kurz. Das bekomme ich hoffentlich im nĂ€chsten Jahr ausgeglichen.

Wie sieht Dein Schreiballtag aus? Hast Du vielleicht ein besonderes Ritual beim Schreiben?

Einen Schreiballtag oder gewisse Rituale in dem Sinne habe ich nicht. So wie die Muse will (ich bin ehrlich ihr Sklave) und wie es zeitlich passt. Wichtig ist fĂŒr mich der Kaffee neben dem Rechner. Okay, ich rĂ€ume ein, meistens auch SĂŒĂŸigkeiten in irgendeiner Form.

Was ich allerdings habe – keine Ahnung, ob man es bedauern oder unterhaltsam finden sollte, ist: Ich habe nur einen Tisch, an dem ich schreiben kann und vor dem muss ein ganz bestimmter Stuhl stehen – das Ganze auch noch in meiner KĂŒche.

Ehrlich, ich beneide Autoren, die wĂ€hrend Bahnfahrten tippen, sich in den Garten verkrĂŒmeln und „mal eben …“. Funktioniert bei mir nicht. Ich habe ein verwaistes Arbeitszimmer, einen schönen großen Schreibtisch 
 und kann nicht dran tippen. Nicht ein Wort! Ich kann auch mit dem Netbook im Garten sitzen. Nicht ein Wort! Ich brauche meine KĂŒche, diesen Tisch und diese StĂŒhle. Keine Ahnung, ob ich vielleicht das GerĂ€usch der laufenden Waschmaschine benötige, oder weil die Kaffeemaschine nĂ€her ist 
 also sozusagen ein Ritualplatz ^^

Woher nimmst du Dir die Inspiration fĂŒr Deine tollen Plots?

Von Nehmen kann bei mir nicht wirklich die Rede sein. Ich sehe oder höre etwas und das hat den Effekt eines Blitzeinschlags. Manchmal Bilder, zu denen mir sofort eine Geschichte einfÀllt. Manchmal ein Video, das ich mir bei Youtube angesehen habe. Ein Lied, das sofort Geschichten freisetzt. Einen Satz, den ich irgendwo gelesen habe.

Gestern habe ich irgendwo auf einer Seite „Baba Jaga“ gelesen. Nur die zwei Wörter, es war eine Überschrift fĂŒr einen Artikel. Ein paar kennen vielleicht die russische Hexe aus dem KindermĂ€rchen. Das hatte sofort den Effekt, dass ich den Plot zu einem russischen Hexer im Kopf hatte, der nicht im entferntesten etwas mit dem MĂ€rchen zu tun hat. Ob ich sie je schreiben werde, weiß ich noch nicht. Aber der Plot ist notiert und zu den anderen, noch wartenden, geworfen worden.

Mit Albrecht aus „Martes Verlangen“ hast Du ja fast schon eine Kultfigur geschaffen. Du hast ihm jetzt auch eine eigene Geschichte gewidmet. Ich warte sehnsĂŒchtig darauf. Wann soll sie denn erscheinen?

Ein Teil von mir wĂŒrde gern ewig an Albrecht schreiben. Gott, ich liebe diesen exzentrischen Kerl und mir wĂŒrde wohl immer wieder etwas einfallen, um die Geschichte weiter zu schreiben. Geplant ist jedoch, dass ‚Ein Königreich fĂŒr Puder‘ im Oktober fertig werden soll.

Hast Du einen Protagonisten, der Dich beim Schreiben in den Wahnsinn getrieben hat? Oder sind die alle handzahm?

Sie treiben mich alle in den Wahnsinn. Es gibt nicht eine Geschichte, in der ich beim ursprĂŒnglichen Plot hĂ€tte bleiben können. Am meisten hat mir jedoch Auberlin aus dem Carnifex zu schaffen gemacht. Eine „angedachte“ Kurzgeschichte, aus der dann ĂŒber vierhundert Seiten geworden sind. Das Ganze mit einem MĂ€nnerverschleiß garniert, der so niemals angedacht war.

An welchen Buchprojekten arbeitest Du gerade? Auf was dĂŒrfen wir uns freuen?

Aktuell sitze ich an Albrecht, also ‚Ein Königreich fĂŒr Puder‘ sowie ‚Erasure – Ausradiert‘. Man darf sich also auf den Rosenwasser liebenden Gockel freuen und auf ein Drama, ĂŒber das ich noch Stillschweigen bewahre 🙂

Abschließende Worte an Deine Fans.

Dankeschön. Ich denke, das ist das wichtigste Wort von allen.

Ich freue mich, wenn ich Leser fĂŒr ein paar Stunden entfĂŒhren und in meine erfundenen Welten mitnehmen kann. Es ist toll zu lesen und zu hören, dass es mir bei vielen gelingt – und ein großer Ansporn, mindestens so weiter zu machen, wie bisher. Ich hoffe, Euch auch in Zukunft durch ĂŒberraschende Plots und mit eigensinnigen Protagonisten LesevergnĂŒgen bereiten zu können.

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Liebe Silvia, vielen Dank fĂŒr Deine Zeit und das aufschlussreiche Interview.

Gay Friday #25 – Jobst Mahrenholz ist zu Besuch + Gewinnspiel

Jobstlogo

Heute ist Jobst Mahrenholz zu Gast. Ein Autor mit einer Vorliebe fĂŒr Italien und Essen, die er mit jedem Buch an seine LeserInnen weitergibt. Ich spreche aus Erfahrung. Als ich „Lucas Rezepte“ gelesen habe, war ich fasziniert von der Detailliebe und den fantastischen Rezepten. Ich konnte die leckeren Gerichte fast schon riechen und hatte wĂ€hrend dem Lesen eigentlich dauernd Hunger.

Die BĂŒcher

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Luca Lauro hat einen großen Lebenstraum: ein grandioser Koch zu werden, im elterlichen Restaurant an der Adria. Doch ein mitreißender Halbjapaner, eine Hand voll Geschwister, ungnĂ€dige Elternurteile, eine Fernsehshow zur besten Sendezeit, der schmerzhafte Verlust eines Körperteils sowie ein Kloster im Apennin bringen die geradlinigen Ziele des leidenschaftlichen Kochs komplett durcheinander. In „Lucas Rezepte“ geht es um Leidenschaft, um die des Kochens und die des Genießens. Und nicht zuletzt um die Liebe. Eine Liebe, die es nach Ansicht einiger so ĂŒberhaupt nicht geben dĂŒrfte. *klick*

herzberĂŒhrer

Eigentlich wollte Luca Lauro nur seine GĂ€ste beglĂŒcken, in seinem eigenen Hotel, einsam gelegen, im Appenin. Keine große Sache also! Doch ein fast toter Halb-Japaner, verwirrende VerfĂŒhrungen, horrible Hochzeitsszenarien, hemmungslose Bruderliebe sowie der tiefe Wunsch nach Gerechtigkeit halten ihn ganz schön auf Trab. Nach „Lucas Rezepte“ schließt sich mit „HerzberĂŒhrer“ der Kreis um Luca Lauro und seine Freunde. *klick*

Jasper-Acri

„Das haben Sie getan?“ Carla zeigte sich beeindruckt. Mittelgrau beeindruckt … „Ich fand es angemessen!“Ein Lachen wie sprödes Pergament. „Selbst wenn Sie roh sind, sind Sie vulgĂ€r, Jasper …“ „Wenn Sie erst wĂŒssten, was mich das kostet …“Jasper Acris SĂ€tze enden mit ‚Ausrufezeichen‘, Jaspers Taten sind ultimativ, seine pure Anwesenheit – ein Gottesgeschenk. LĂ€ssiger Luxus, duftige Teesorten, sowie der zutiefst befriedigende Blick in den Spiegel sind das, was er schĂ€tzt. Als auch charmante Jungs, falls zugegen! Da passt eine ĂŒberraschende Erbschaft ganz hervorragend ins Konzept, deckt sich das vermachte Park-Anwesen namens ‚Puntoni‘ doch einwandfrei mit den Vorlieben seiner BedĂŒrfnisse.Einzig drei wenig kompatible Mit-Erben trĂŒben die Pracht zuweilen. Und dann wĂ€ren da noch die vier HolzkĂ€stchen, welche mit RĂ€tselhaftem aufwarten.Ein Abenteuer beginnt, in dem eine High-Tech Seniorenresidenz, gusseiserne Tannenzapfen, engelsgleiche Goldlocken, bitterböse Zwillingsschwestern, geringfĂŒgige Mengen an Wein und nicht zuletzt eine magische Kuckucksuhr eine nicht unerhebliche Rolle spielen. Und die Erkenntnis, das ungleich sein bisweilen Fluch, doch hin und wieder auch mal so etwas wie Segen bedeuten kann. *klick*

Interview

Lieber Jobst, ich freue mich Dich im Rahmen des ‚Gay Friday‘ interviewen zu dĂŒrfen. Stell Dich doch mal kurz vor. Wer ist Jobst Mahrenholz?

Das mĂŒsstest du eigentlich meine Freunde fragen. 🙂 Beruflich gesehen bin ich Autor, der zuvor als Rundfunkredakteur, als Fahrradpostbote, Kellner, FriedhofsgĂ€rtner, Copyshop-Mitarbeiter, Barkeeper und als freier KĂŒnstler gearbeitet hat. Von meinen Interessen her bin ich jemand der gerne kocht, isst und trinkt, der Italien, England, Comics, Souveniers, Scherenschnitte und britische Serien aus den 60’ern liebt. Vom Emotionalen her bin ich sehr, sehr direkt, empathisch, ’nah am Wasser gebaut‘ und todernst zugleich.

Wie bist Du zum Schreiben gekommen?

Ich habe es geliebt zu lesen, schon immer. Und Geschichten erzĂ€hlen war auch mein Ding. Dem gegenĂŒber stand eine ausgeprĂ€gte Legasthenie. Mir war die völlig egal, ich hab einfach drauflos geschrieben. Nun hatte ich das RiesenglĂŒck, dass meine damalige Deutschlehrerin bereit war, sich durch all das Chaos auch durchzuarbeiten und nicht meine tausend Fehler anzustreichen, sondern diese Schreibgier als Mentorin zu unterstĂŒtzen. Danke Lilo! Da war ich etwa 13. Das hĂ€tte auch ganz anders laufen können.

Deine beiden Romane „Il Gusto di Lauro“ sind im Dead Soft Verlag und „Jasper Acri – Operation Stilles Tal“ im Selbstverlag erschienen. Wie kam es dazu und vor allem, was liegt Dir mehr? RĂŒckendeckung oder Freiheit?

‚Il Gusto di Lauro‘ fasst meinen Zweiteiler ‚Lucas Rezepte‚ und ‚HerzberĂŒhrer‚ zusammen. Beide waren zuvor im Selbstverlag erschienen. Eine ziemlich einsame Angelegenheit. Dann meldete sich Simon vom Deadsoft Verlag bei mir und fragte, ob ich nicht bei ihm verlegt werden wolle. Das war, als wenn jemand eine TĂŒr aufstĂ¶ĂŸt und plötzlich fĂ€llt gleißend Licht in die HĂŒtte. Auf einmal war da ein Lektorat, da war ein Cover, vor allem aber: da ist ein engelsgeduldiger Ansprechpartner, da sind Kollegen. Du bist nicht mehr allein. Es ist eindeutig die RĂŒckendeckung, auf die ich stehe. 🙂

Wie dĂŒrfen wir uns Deinen Schreiballtag vorstellen? Hast Du ein besonderes Ritual?

Ich stehe auf, mache mir einen Nescafe und setze mich an mein Laptop mit Blick ins GrĂŒn. Das ist so gegen neun. Ein zwei Stunden spĂ€ter ĂŒberbacke ich mir einen Toast, dann wieder der Rechner. Je nach ‚flow‘ gibt’s dann zwischen 13 und 15 Uhr Pasta und Nachrichten im Fernsehen. Und dann arbeite ich durch bis mein Herzbube gegen halb sechs nach Hause kommt. Das heißt aber nicht, dass ich die ganze Zeit schreibe. Viel geht auch fĂŒr Recherche und ’stumpf davor sitzen und auf SĂ€tze warten‘ drauf. Leider.

Wie viel Jobst steckt in Deinen BĂŒchern?

Viel, wenn auch nicht so offensichtlich. Ich bin nicht wie meine Figuren, aber sie leben ein StĂŒck weit meine TrĂ€ume. Sie dĂŒrfen zum Beispiel in Italien sein, wĂ€hrend ich in Norddeutschland hocke. Luca wird erfolgreicher Fernsehkoch. Ich habs gerade mal bis ins ‚perfekte Dinner‘ geschafft :). Sie fahren Auto – ich hab nicht mal nen FĂŒhrerschein. DafĂŒr bin ich klĂŒger, gewandter, weiser – von Jasper Acri mal abgesehen – und lasse sie behutsam reifen. Wie einen guten Schinken. Das liebe ich.

Italien zieht sich wie ein roter Faden durch Deine Geschichten. Was verbindet Dich mit diesem Land?

Ich weiß nicht was das ist. Ich war das erste Mal mit 16 dort, und seitdem ist das so. Es ist nicht das Mediterrane. Es ist Italien. Mein mentales Zuhause. Es geht mir sehr gut dort. Ich erlebe intensiver, verstehe besser, was ich dort sehe und schmecke. So sieht das aus. Logisch ist das nicht. Mein Zuhause in Hannover ist traumschön. Aber Italien berĂŒhrt tief mein Herz, das schafft Deutschland nicht.

Ich habe „Il Gusto di Lauro. Lucas Rezepte“ mit Genuss gelesen. Allerdings hatte ich auch die ganze Zeit Hunger. Luca zelebriert das Kochen geradezu. Sieht es bei Dir privat Ă€hnlich aus? Stehst Du auch am liebsten in der KĂŒche?

Luca wĂŒnscht sich zum 11. Geburtstag ein StĂŒck Fleisch, um es zubereiten zu können. Da hĂ€tte auch ‚Jobst‘ stehen können. Der Anblick, der sich mir in Markthallen bietet, verursacht bei mir GĂ€nsehaut, eine wohlige. Und, ja, ich stehe gerne in der KĂŒche. Noch lieber aber sitze ich mit Freunden um einen Tisch und vernichte das Ergebnis der BemĂŒhung, da unterscheide ich mich von Luca.

Im Oktober erscheint eine neue Geschichte aus Deiner Feder: „GIAN“. Kannst Du uns ein bisschen was darĂŒber erzĂ€hlen?

Mein GIAN hat mich eiskalt erwischt. Man stelle sich einen tristen Vorort von Rom vor. Plattensiedlung, so diese Richtung. Das ist Gians Umfeld. Er kĂŒmmert sich da mehr oder weniger alleine um seine Geschwister, schmeißt den Haushalt und hat auch ansonsten nichts zu lachen. Und dann Ă€ndert sich plötzlich was in seinem Leben. Jemand nimmt ihn wahr. Einen wichtigen Punkt, sein Handycap nĂ€mlich, möchte ich hier auslassen, das wĂŒrde die Spannung nehmen, aber ich habe beim Schreiben Rotz und Wasser geheult, so sehr ist mir der Knabe unter die Haut gegangen. Es ist ja nicht so, das wir uns unsere Protagonisten aussuchen – es ist umgekehrt. Sie wollen dich! Gian ist ein echter GlĂŒcksfall fĂŒr mich, aber auch hart zu verdauen gewesen.

GIAN ist nun Teil einer Anthologie, die deadsoft anlĂ€sslich seines 15 JĂ€hrigen Bestehens veröffentlichen wird. Der Verkaufserlös wird gespendet, eine großartige Sache, an der fabelhafte Autorinnen und Autoren beteiligt sind 🙂 Ein eigenstĂ€ndiges Buch zu Gian ist fertig geschrieben, aber zunĂ€chst feiern wir erst mal die Anthologie.

Liest Du selbst auch viel schwule Literatur? Hast Du ein Lieblingsbuch oder einen absoluten Geheimtipp, den man unbedingt gelesen haben muss?

Giovannis Zimmer‚ von James Baldwin. Lest es! Ich glaube man bekommt es nur noch im Antiquariat, aber es lohnt sich. Und ‚Geschichte machen‘ von Stephen Fry ist mein erklĂ€rtes Lieblingsbuch. Ansonsten lese ich querbeet, zur Zeit aber logischerweise auch mit Vorliebe Titel aus unserem Verlagsprogramm. Lohnt sich wirklich! Und KochbĂŒcher. Die lese ich auch. 🙂

Was werden wir denn in der nĂ€chsten Zeit, natĂŒrlich außer „GIAN“, noch so von Dir zu Lesen bekommen?

Zur Zeit schreibe ich an einem ‚Venedig-Roman‘. Nicht, dass es davon nicht genug gĂ€be, aber dieser wird schon besonders. ‚Der linke Fuß des Gongoliere‘ lautet der Arbeitstitel, was ja schon mal vermuten lĂ€sst, in welchem Milieu er so spielt. Es wird wenig gegessen, aber sehr viel gerudert. In alle erdenklichen Richtungen. Und man lernt unfassbar viel ĂŒber den Gondelbau. Ich bin da mittlerweile echt Fachmann. Fragt mich was! Ich weiß es 🙂 Meine Hoffnung ist, ihn spĂ€testens auf der Leipziger Buchmesse prĂ€sentieren zu können. Er schreibt sich herrlich einfach so runter, es sollte also klappen, denk ich.

Abschließende Worte an Deine Fans.

Als ich zum ersten mal Kontakt zu einer Leserin hatte, die nicht aus meinem engeren Umfeld stammte, war das ein unfassbar schönes Erlebnis (Danke Nemo:)) Und es hat mir gezeigt wie wichtig dieser Kontakt zu Lesern ist. Ich habe jetzt z.B. eine Beta-Leserin die mich unterstĂŒtzt, und das tut sie wirklich. Sie gibt mir ihren Blick auf meine Arbeit.

Mein Dank an euch Leser ist mit einer Bitte verbunden. Macht uns sichtbar. Schenkt uns eine Rezension, bewertet uns fair und macht uns so sichtbar. So etwas hilft uns ungemein. Und es tut einfach gut! Danke euch!

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Lieber Jobst, vielen Dank fĂŒr das ausfĂŒhrliche und spannende Interview.

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Gewinnspiel

Zu gewinnen gibt es ein Print von „Il Gusto di Lauro. Lucas Rezepte„.

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 Beantwortet einfach folgende Frage:

Was ist Euer liebstes italienisches Gericht?

Gewinnspielbedingungen:

  • Beantworte die o.g. Frage, entweder hier oder auf Facebook *klick*
  • Das Gewinnspiel geht bis zum 11.09.2014 um 23.59 Uhr. Die Gewinner werden dann am Folgetag bekannt gegeben und verstĂ€ndigt.
  • Die Teilnehmer mĂŒssen mindestens 18 Jahre alt sein, Teilnehmer unter 18 Jahren benötigen das EinverstĂ€ndnis eines Erziehungsberechtigten.
  • Die ĂŒbermittelten persönlichen Daten werden ausschließlich fĂŒr die Verlosung bzw. die Zusendung des Gewinns verwendet. Es werden keinerlei Daten an Dritte weitergegeben.
  • Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Gay Friday #23 – Gay-fusioN ist zu Besuch

gayfusionlogo

Heute hab ich gleich zwei Autoren zu Gast und zwar: Gerry Stratmann und Nathan Jaeger und ihr junges Label „Gay-fusioN. Ich freue mich, die beiden begrĂŒĂŸen zu dĂŒrfen, da ich sie als Autoren, und natĂŒrlich auch persönlich, sehr schĂ€tze.

Ich hab den beiden mal auf den Zahn gefĂŒhlt und Interessantes erfahren. Aber seht oder lest am besten selbst. Viel Spaß!

Die BĂŒcher

gerrynathanfreundschaftKeith bekommt den attraktiven Fremden aus dem Supermarkt einfach nicht mehr aus dem Kopf. An der Obsttheke hat er, dank seiner Tollpatschigkeit, ein kleines Apfelchaos angerichtet. Der Fremde hat ihm geholfen, als sie sich jedoch in die Augen gesehen haben, hat ihm dieser einen Blick voller Abscheu zugeworfen und fluchtartig den Ort des Geschehens verlassen. Trotzdem will Keith nichts anderes, als ihn wiederzusehen.

Lane wiederum, wollte nur noch ein paar Kleinigkeiten fĂŒr seinen Obstsalat holen, doch der Vorfall an der Obsttheke hat ihn mehr als verwirrt. Um seinen rastlosen Geist zu besĂ€nftigen, verbringt er das Wochenende mit Clubbing.

*Ich hab die Kurzgeschichte bzw. die beiden Kurzgeschichten schon gelesen und kann sie uneingeschrÀnkt weiter empfehlen. Hier gehts zu meiner Rezi *klick* und hier kann man es kaufen *klick* (y)

&

entscheidungEin einziger Augenblick kann das Leben verÀndern.
Zwei MĂ€nner stoßen auf einer Fachmesse zusammen und plötzlich ist alles anders. Eine innige Freundschaft entsteht und schließlich Liebe. Es ist die Geschichte von Dir und mir.

Seit Du mir begegnet bist, ist nichts mehr wie zuvor. Du bist mein Anker. Du gibst mir Kraft, wenn mich Zweifel, Angst und Unsicherheiten ĂŒbermannen.

Eine Geschichte ĂŒber die Kraft der Liebe und zwei, vom Schicksal gebeutelte, MĂ€nner, die einander helfen, die Gespenster der Vergangenheit zu vertreiben.

*Ich hab das Buch noch nicht ganz beendet, kann es aber jetzt bereits nur wÀrmstens empfehlen. Die Geschichte ist so emotional und nah, das geht direkt unter die Haut und ins Herz.

Hier kann man sie kaufen *klick*.

Mein Fazit

Ich bin total begeistert von dieser „Symbiose“. Mich haben schon die Solo-Projekte der beiden Autoren ĂŒberzeugt, aber die Zusammenarbeit lĂ€sst ganz neue Dimensionen entstehen. Zwei MĂ€nner. Zwei Perspektiven. Eine Geschichte. Ganz viel GefĂŒhl.

Besonders interessant finde ich die Harmonie, das Ineinandergreifen der Versionen. Die Stile sind ja doch recht verschieden, obwohl beide sehr viel Emotionen transportieren. Gerrys Stil ist eher dunkel, geheimnisvoll und, vor allem, fast poetisch. Nathans hingegen ist direkt, sensibel und voller GefĂŒhl. Wunderschön!

Info

Wer die beiden noch nicht kennt, sollte das schleunigst Ă€ndern. Das könnt ihr ĂŒbrigens hier tun *klick*. Auf Lovelybooks kann man sich gerade fĂŒr eine Leserunde zu „Entscheidung“ bewerben. Zu gewinnen gibt es 15 Ebooks und zum Schluss hat man noch die Chance auf eins von drei Prints.

Interview

Lieber Gerry, lieber Nathan, ich freue mich, Euch im Rahmen des ‚Gay Friday interviewen zu dĂŒrfen. Nathan, Du warst ja schon mal zu Besuch, aber stellt Euch doch trotzdem kurz vor.

Gerry: Hey Ramona, erst mal vielen Dank fĂŒr die Einladung zu diesem Interview.
Hm 
 was soll ich denn ĂŒber mich erzĂ€hlen? Die LeserInnen kennen mich doch fast besser, als ich mich selbst *fg
Aber ernsthaft, viel gibt es nicht zu sagen. Geboren wurde ich 1986 im schönen Nordrhein-Westfalen. Von einer Kleinstadt hat es mich in die Landeshauptstadt verschlagen und inzwischen bin ich im wunderschönen MĂŒnsterland gelandet. 🙂
Nach meinem Baby sind Schreiben und Motorradfahren meine liebsten Hobbys. Direkt anschließend folgen Musik hören, Kinobesuche und lesen. Leider bleibt dafĂŒr im Augenblick wenig Zeit ĂŒbrig.
Ansonsten bin ich ein eher ruhiger, zurĂŒckgezogener Mensch, der nicht gern in die Öffentlichkeit tritt.

Nathan: Hi, Ramona, schön, dass ich so schnell noch mal bei Dir auf der Matte stehen darf. 🙂
Hm, ich glaube, viel Neues kann ich seit dem letzten Interview nicht sagen, aber vielleicht etwas genauer werden.
Auch bei mir ist die wichtigste Sache eben keine Sache, sondern mein Schatz. Danach natĂŒrlich das, was mich/uns ernĂ€hrt – das Schreiben. Kino, Recherchetouren und AusflĂŒge nehmen zwar leider nur sehr wenig Raum ein, dieser ist dafĂŒr aber immer etwas Besonderes.
Ich fĂŒr meinen Teil genieße jede Minute fernab des Alltags. 🙂

Euer Label ‚Gay-fusioN‘ ist, zumindest in der Öffentlichkeit, noch sehr jung. Wie entstand die Idee dazu?

Gerry: Angefangen hat es mit der ersten gemeinsamen Geschichte Ende 2013. Das Ergebnis dieser Zusammenarbeit haben wir mit „Wirklich nur Freundschaft“ auf den Markt gebracht.
Nat und ich hatten so viel Spaß daran, dass wir den Gedanken an eine weitere Zusammenarbeit nicht mehr los wurden. WĂ€hrend eines Telefonats warf Nat mir den Begriff „Gay-fusioN“ unvermittelt an den Kopf, und schon hatte das Kind einen, wie ich finde, absolut genialen Namen. Der Rest war dann schnell besprochen.

Nathan: *laut nick* Genau so war es. WĂ€hrend Gerry dann an „Entscheidung“ schrieb, spukte mir immer sofort die andere Sicht durch den Kopf. Damit war klar, was die zweite gemeinsame Geschichte werden wĂŒrde.
Den Namen fand ich ĂŒbrigens aus einem bestimmten Grund sehr passend: (Siehe das mitgeschickte Bild, manchmal ist eine schnelle Skizze besser als tausend Worte! 😉 )

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Aus Eurer ‚Fusion‘ sind bereits zwei Werke hervorgegangen. ‚Wirklich nur Freundschaft‘ und ‚Entscheidung‘. Wie dĂŒrfen wir uns den Entstehungsprozess vorstellen? Es sind ja immer zwei Autoren bzw. zwei Perspektiven, aber nur eine Geschichte. Schreibt ihr parallel oder nacheinander?

Gerry: Bei diesen Projekten haben wir nacheinander geschrieben. Ob es so bleibt? Wir werden sehen. ^^

Nathan: Gerry hat vorgelegt, ich habe die zweite Seite ĂŒbernommen. 🙂 Im Gegensatz zu „Wirklich nur Freundschaft“, wo exakt die gleichen Szenen auftauchen, erzĂ€hlt „Entscheidung“ aber andere Aspekte der gleichen Geschichte. Zumindest finden sich nur noch sehr wenige Szenen, die in beiden Teilen tatsĂ€chlich parallel laufen. Das war auch unser Anspruch. 🙂
Und, ich kann schon mal verraten, dass der Aufbau nicht immer der nun gesehene ist. Wir werden auch eine Geschichte abwechselnd erzÀhlen oder jeder ganz eigene Sachen, die dann in Anthologien exklusiv unter Gay-fusioN erscheinen werden.

Wie viel Gerry und Nathan stecken in Euren Geschichten? Gerade das Faible fĂŒr grĂŒne Augen und schwarze Haare, zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichten. Absicht oder Zufall?

Gerry: Hm, eine schwer zu beantwortende Frage. In jeder Geschichte steckt ein Teil von mir. Erfahrungen, die man gemacht hat, unvergessliche Situationen, GefĂŒhle, Gedanken. Etwas davon fließt immer ein, oft ungewollt. Manchmal sitze ich an den Korrekturen und schĂŒttle fassungslos den Kopf, weil ich bewusst gar nicht wahrgenommen habe, was ich wieder ausgeplaudert habe. *lach
GrĂŒne Augen sieht man selten und ich finde sie faszinierend. ^^ Aber nur ein ganz besonderes GrĂŒn, gepaart mit einem schiefen LĂ€cheln, zieht mir den Boden unter den FĂŒĂŸen weg. 🙂
Also kann ich von mir behaupten, die Augen- und Haarfarbe verwende ich bei bestimmten Geschichten absichtlich.

Nathan: *gg* Ich bin ja froh, dass niemand merkt, wie er stĂ€ndig meinen Mund beschreibt und ansabbert 
 😉 Aber zu schwarzem Haar und grĂŒnen Augen: Ja, hier *wink* beides vorhanden! 😉
Aber um Deine Frage ganz ernsthaft zu beantworten: Das kann man nicht pauschal fĂŒr „alle“ Geschichten sagen. In WnF haben wir den Fokus ganz klar auf eine Situation gelegt. Seelenverwandtschaft, wenn man es unbedingt so nennen muss. Die war uns wichtig, vermutlich, um die zwischen uns von Anfang an bestehenden Bande fĂŒr uns selbst sichtbar zu machen. Dass WnF jemals in den Verkauf gehen wĂŒrde, hĂ€tten wir beim Schreiben und ersten Veröffentlichen auf freien Plattformen wohl nicht gedacht.

Wie sieht Euer Schreiballtag aus?

Gerry: Das ist sehr unterschiedlich. Es kommt immer darauf an, wie viel Zeit mir zum Schreiben bleibt.
War der Tag unruhig und stressig, dann kann ich mich oft nicht auf neue Kapitel konzentrieren. Ein Brainstorming mit Nat hilft meist dabei. Einfach reden, ĂŒber Ideen, die man umsetzen möchte oder das Verhalten der Protas.

Nathan: Nun ja, wir haben keinen 8-Stunden-Arbeitstag wie andere, aber wir sind in der glĂŒcklichen Lage, uns einteilen zu können, wann innerhalb der 24 Stunden eines Tages wir intensiv arbeiten, schlafen, ausgehen usw. GrundsĂ€tzlich kann ich aber sagen, dass die Arbeit am PC (Covergestaltung, Schreiben, Redigieren, Setzen usw.) am meisten von unserer Zeit beansprucht. Hinzu kommen Recherchetouren, Fotosessions fĂŒr die Cover, stundenlange Diskussionen ĂŒber das FĂŒr und Wider von Ideen 
 Uns wird einfach nie langweilig!

Habt ihr ein besonderes Ritual?

Gerry: Keine Ahnung, ob man es Ritual nennen kann. Jedenfalls brauche ich jede Menge Kaffee und eine große Flasche stilles Wasser.

Nathan: Jupp, sieht bei mir genauso aus, denn mittlerweile ersetzt stilles Wasser bei mir die Pepsi Light 😉 (Welchem Fitnessfreak ich DAS wohl zu verdanken habe? 😉 ) Dazu dann Musik, Stille und wie immer: Ich schreibe absolut chronologisch und ziehe keine Szenen vor, nur weil sie mir leichter fallen könnten.

Schreibt ihr aktuell an einer neuen ‚Fusion‘? Was werden wir dieses Jahr noch alles von Euch zu lesen bekommen?

Gerry: Tja, was soll ich da antworten? Etwas Neues 
 etwas Altes 
 ist auch etwas Blaues dabei? *lach*
Auf jeden Fall wird es noch Lesestoff von uns geben.

Nathan: Aber nichts Geliehenes! 😀 DafĂŒr aber etwas Eiskaltes und etwas Superheißes. Wir arbeiten immer parallel an mehreren Sachen. 🙂

Was empfindet ihr als angenehmer, das gemeinsame Schreiben oder der Alleingang?

Gerry: Ich fĂŒr meinen Teil mag beides. Es ist einfacher, allein zu schreiben, da man sich an keine Vorgaben halten muss, trotzdem ist es ein VergnĂŒgen, mit Nat zu schreiben. Darauf möchte ich jedenfalls nicht mehr verzichten.

Nathan: Na ja, bisher musstest du dich an keinerlei Vorgaben halten. 😛 Denn ich hatte bei beiden VÖen bisher den Part des ‚am Text des anderen entlanghangelnden‘ Autors. 😉
Ich kann aber verraten, dass mir das erstaunlich viel Spaß macht. Im Grunde mag ich beides gleich gern. Es ist immer dasselbe: Quengelnde Protagonisten, die ihre Geschichte jetzt sofort und ohne Abstriche erzĂ€hlt haben wollen. 😀

Habt ihr auch noch eigene Projekte in Arbeit oder konzentriert ihr Euch derzeit nur auf ‚Gay-fusioN‘?

Gerry: Im Moment arbeite ich zweigleisig. „Fesseln – Lucky & Dave“ soll endlich abgeschlossen werden, damit ich mich um die anderen Labertaschen in meinem Kopf kĂŒmmern kann.
Die weiteren Gay-fusioN Projekte verliere ich dabei aber nicht aus den Augen.

Nathan: Zweigleisig ist gut ^^ Ja, sieht bei mir nicht anders aus. Die Ver-liebten schmollen noch, weshalb sich der Release des 5. und letzten Bandes von Staffel 1 nach hinten verschiebt, dafĂŒr quasseln mich aber gerade zwei echte Winterfans voll. Ich habe derzeit fĂŒnf offene Projekte plus 2 Gay-fusioN-Projekte.

Wie sind die Reaktionen auf Eure ‚Fusion‘ bzw. Eure gemeinsamen Veröffentlichungen bisher ausgefallen?

Gerry: Unglaublich *lach
Mich hat es sehr ĂŒberrascht, wie begeistert die LeserInnen auf die AnkĂŒndigung unserer Zusammenarbeit reagiert haben. Mit so viel Zuspruch habe ich nicht gerechnet.
Und die Rezensionen erst 
 Die haben mich strahlen lassen und auch die Reaktionen auf Facebook waren toll.

Nathan: Ja, die bisherigen RĂŒckmeldungen sind super, vor allem natĂŒrlich freuen wir uns ĂŒber die Rezensionen, die durch die Bank weg nicht einfach ‚hey, toll, alles super‘ sagen, sondern uns auf erstaunliche Weise erklĂ€ren, wie sehr der Text die LeserInnen mitgenommen hat. Ein tolles GefĂŒhl!

Abschließende Worte an Eure Fans.

Gerry: Uff 
 da erwischt du mich eiskalt. ^^ Was sagt man denn da? *grĂŒbel*
Auf jeden Fall möchte ich mich bei allen Lesern und Leserinnen bedanken. Ihr seid unglaublich 🙂
Irgendwie kann ich es immer noch nicht fassen, dass es jemanden interessiert, was ich so zu „Papier“ bringe. Der Zuspruch, den ich ĂŒber Mails oder PN erhalte, baut mich immer wieder auf und vertreibt einen Teil der Selbstzweifel.

Nathan: Wie immer, Ihr Lieben! Bleibt, wie Ihr seid, genießt das Leben und Lesen und verratet uns stets, was Euch gefallen, und besonders, was Euch nicht gefallen hat.

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Ein großes Dankeschön an Gerry und Nathan fĂŒr Eure Zeit und das aufschlussreiche Interview. Auf viele weitere „Gay-fusioN“s!

Gay Friday #22 – Interview mit der Autorin M.S. Kelts

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Ich freue mich, M.S. Kelts auf meinem Blog begrĂŒĂŸen zu dĂŒrfen, die mit ihrem DebĂŒt „Loving Silver“ eingeschlagen hat, wie eine Bombe. Wer das Buch noch nicht kennt, sollte das schleunigst nachholen. Sonst verpasst ihr nĂ€mlich was 🙂

Das Buch

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„Loving Silver“ ist fĂŒr mich, ganz klar, das Buch des Jahres. Der Stil der Autorin ist frisch, frech und unheimlich sexy. Selbst Wochen nach dem Lesen, ist noch alles prĂ€sent. Das Mitfiebern, ein riesiger Berg TaschentĂŒcher vom Mitweinen und die glĂŒhende Leidenschaft. Eine atemberaubende Mischung. Ich will mehr!

Aber um was geht’s eigentlich?

Michael, Architekt, wohnt in einem kleinen Dorf in Baden – WĂŒrttemberg. Sein Leben lĂ€uft in ruhigen Bahnen. Er ist Mitglied in einem Schottlandverein und hat eine Vorliebe fĂŒr Kilts und DudelsĂ€cke. Dass er schwul ist, weiß niemand. Er holt sich seine Befriedigung in einschlĂ€gigen Clubs oder beim Porno schauen. Sein Lieblingspornodarsteller ist Silver. Als er auf einen Tweet von Silver antwortert, entsteht ein reger Kontakt zwischen den beiden, doch das reicht Michael bald nicht mehr. Er nimmt allen Mut zusammen und fliegt in die USA, um Silver bei einer Preisverleihung zu treffen.

Es geschieht das Unerwartete. Er bekommt nicht nur ein Autogramm von Silver, sondern auch seine Telefonnummer. Die beiden treffen sich und Michael lernt Jamie kennen, den Mann hinter Silver. Obwohl es ihn innerlich zerreißt, reist er ab, ohne mit seinem Star geschlafen zu haben. Das wiederum reizt Jamie, der sich kurzerhand ins Flugzeug setzt und seinen Michael besucht.

Vier unglaublich intensive Wochen verbringen die beiden miteinander, doch dann trennen sich ihre Wege wieder. Hat diese Liebe ĂŒberhaupt eine Chance? Der preisgekrönte Pornostar und der bescheidene Architekt?

Findet es am besten selbst raus 🙂

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Interview

Liebe Martina, ich freue mich, Dich im Rahmen des `Gay Friday` interviewen zu dĂŒrfen. Stell Dich doch mal kurz vor. Wer ist M.S. Kelts?

Erst mal Hallo und danke fĂŒr das Interview. Ich freue mich echt, dass so großes Interesse an mir und „Silver“ besteht. Ich bin Baujahr 69, lebe, arbeite und schreibe eigentlich genau dort, wo der Großteil des Buches spielt: Im sĂŒdlichen Baden-WĂŒrttemberg, genauer im Raum Wangen. Wie Michael lebe ich in einem kleinen Dorf und mag das Landleben und die Natur unheimlich gern. Außer dem Schreiben gehört meinen zwei Jackies meine ganze Liebe und mit denen verbringe ich nach Möglichkeit viel Zeit.

Ansonsten mag ich noch: GummibÀrchen, lila, Milchkaffee, meine Schildkröte Blubb, alles keltische, meinen Pflegeberuf, Hardrock, Fotografieren und Stricken. (Ja, wirklich!)

Wie bist Du zum Schreiben gekommen? Gab es ein SchlĂŒsselerlebnis, oder war fĂŒr Dich schon immer klar, dass du schreiben willst?

Ganz ehrlich? FrĂŒher habe ich ĂŒberhaupt nicht gern geschrieben. Gelesen dagegen, habe ich schon immer sehr viel und gerne. Das war dann auch der Beginn von allem. Ich habe ein Buch von Anne Rice gelesen, in dem sie es meinem Lieblingsvampir echt schwer machte. Das hat mich so geĂ€rgert, dass ich spontan beschloss ein eigenes Buch zu schreiben, um die Geschichte so gestalten zu können, wie ich es will.

Das war dann der Anfang. Aus dem Vampirbuch wurde schließlich eine ganze Serie.

Wie bist du im Gay-Genre gelandet und was fasziniert Dich an der schwulen Literatur?

Das war kein plötzlicher Entschluss, sondern eine langsame Entwicklung. Irgendwie hat sich in meiner Vampirserie ein Protagonist immer wieder in den Vordergrund gedrÀngt und der war mehr an MÀnnern interessiert. Dann habe ich eine Dreiecksgeschichte mit zwei MÀnnern und einer Frau zu Papier gebracht, in der die zwei MÀnner eine lange Liebe verbindet. Beim NÀchsten waren es dann zum ersten Mal nur MÀnner. Tja, und wie es aussieht, werde ich da bleiben!

Warum es mich fasziniert? Schwer zu sagen, vielleicht, weil es noch immer ein Randthema ist und ich es schön finde, wenn das sogenannte starke Geschlecht sich findet und GefĂŒhle zeigt.

Kannst Du Dir vorstellen etwas Heteroerotisches/sexuelles zu schreiben? Oder gibt es da vielleicht schon was von Dir zu lesen?

Wie oben erwĂ€hnt, habe ich einen erotischen Vampirroman geschrieben, die „SeelentrĂ€gerin“. Es ist eine Dreiecksgeschichte zwischen zwei mĂ€nnlichen Vampiren und einer sterblichen Frau. Es hat auch nicht viel gefehlt, um verlegt zu werden. Hat aber dann doch nicht geklappt, deshalb ist es auch nirgends zu lesen, aber vielleicht werde ich es selber veröffentlichen.

Es hat Spaß gemacht zu schreiben, aber ich glaube momentan kann ich mir nicht vorstellen etwas in dieser Richtung zu Papier zu bringen. Aber man weiß ja nie.

Wo holst Du Dir Deine Ideen? Aus dem realen Leben, oder kommen die einfach so angeflogen?

Momentan wĂ€re es besser fĂŒr mich, in Deckung zu gehen, weil ich ohnehin schon viel zu viele Ideen habe, die ich umsetzen möchte. Eigentlich kann ich gar nicht so genau sagen, wo die EinfĂ€lle her kommen. Manchmal reicht ein Bild oder ein kurzer Text, ein Gedicht und mir fĂ€llt eine Geschichte dazu ein. Am `schlimmsten` ist es allerdings, wenn ich mit meinen Hunden spazieren gehe. Es passiert mir meistens, dass ich den Kopf voller Ideen mit nach Hause bringe, oder fĂŒr das jeweilige Buch neue Facetten oder Wendungen habe.

Gerade die Natur hilft mir auch, wenn ich mal hĂ€nge, oder eine HĂŒrde im Plot zu ĂŒberqueren habe.

Wie entstand die Idee zu „Loving Silver“?

Ich mag die Frage: „Was wĂ€re wenn.“ Zwei völlig unterschiedliche Charaktere, Leben zu vermischen finde ich spannend. Und, dass Michael auch noch praktisch hier lebt und Jamie Amerikaner ist, war ein weiterer Punkt.

Nachdem ich mir professionelle Hilfe im Internet geholt habe, hab ich losgelegt und mit der Zeit gemerkt, dass das Pornobusiness im Bereich der Gayromance echt nicht besonders gut angesehen ist. Das hat es noch interessanter gemacht, weil ich eben nicht die klischeehafte, böse Seite des GeschĂ€fts zeigen wollte, sondern die Menschen, die dahinter stecken. Deshalb wird es auch in zukĂŒnftigen BĂŒchern immer mal wieder um ihre Kollegen und sie gehen.

Wie lange hast Du an „Loving Silver“ geschrieben? Und wie hast Du den Entstehungsprozess erlebt?

FĂŒr das Buch habe ich nur vier Monate gebraucht. Das war ein komisches GefĂŒhl, weil es irgendwie „raus“ musste. Das ist schwer zu erklĂ€ren. Manche Geschichten machen Arbeit, „Silver“ hingegen war irgendwie fertig und musste nur in den PC. Ich kann nicht mal mehr sagen, wie viele NĂ€chte ich mir dafĂŒr um die Ohren geschlagen habe. Besonders viel Schlaf habe ich da nicht bekommen, aber es hat sehr viel Spaß gemacht.

Den Prozess selber habe ich wahrscheinlich genauso „erlitten“ wie die Leser spĂ€ter auch. Meine Protas wachsen mir ans Herz, sind meine Freunde und Familie. Sie leiden zu sehen, oder ihre Dummheit mit zu verfolgen kostet Kraft. Als ich fertig war, bin ich echt in ein Loch gefallen und sie haben mir sehr gefehlt. Deshalb bin ich auch fĂŒr mich froh, dass es weitere Geschichten geben wird, wo die zwei vorkommen.

„Loving Silver“ ist das erste Buch der neuen Kategorie `Cock-Lit` des Dead Soft Verlags. HĂ€ttest Du erwartet, dass das Buch solche BegeisterungsstĂŒrme auslöst?

Definitiv nein! Ich kann es irgendwie heute auch noch nicht glauben. Bei jeder Rezension frage ich mich: Die Person meint mein Buch? MEIN BUCH? Klar bin ich stolz, aber, ohne jetzt ĂŒberheblich zu wirken, ich hab nur eine Geschichte geschrieben. Das mein Schreibstil anders ist, war mir auch nicht so bewusst. Es ist auch das erste Mal das ich so geschrieben habe, wie mir der Schnabel gewachsen ist. Aber dabei werde ich bleiben, weil ich festgestellt habe, dass ich so in der Lage bin viel exakter und genauer, die GefĂŒhle der Protagonisten wiederzugeben.

Du schreibst gerade an der Geschichte von Dirk, Michaels Bruder. Auf Facebook können Deine Fans bereits erste HĂ€ppchen davon kosten. Sind weitere Auskopplungen aus „Loving Silver“ geplant?

Also Dirk ist auch fĂŒr mich echt spannend. Es ist ja eigentlich wieder so ein Tabuthema, weil er ja verheiratet ist und mit einem Mann eine AffĂ€re beginnt, die sein Leben auf den Kopf stellt. Ich möchte natĂŒrlich nicht, dass er der Buhmann ist, sondern, dass die Leser ihn mögen, was in seiner Situation nicht leicht wird. Ich schreibe aus seiner Sicht, und hoffe zeigen zu können, wie sehr er selbst leidet und sich keine Entscheidung leicht macht. Wir werden sehen, wie es ausgeht. Und letztendlich entscheiden ohnehin die Leser, ob es ankommt oder nicht.

Ansonsten kann ich mir schon noch einige Geschichten aus „Silver“ vorstellen. FĂŒr Aidan, Mikes amerikanischen Kollegen habe ich schon eine spannende Idee. Ebenso fĂŒr Kevin. Was mich ĂŒberrascht hat, dass viele Leser auch ĂŒber den amerikanischen Mike, den Bodyguard mehr wissen wollen. Vielleicht fĂ€llt mir fĂŒr ihn ja auch noch was ein. Ebenfalls denkbar wĂ€re es, mich nochmal speziell Jamie zu widmen und in Episoden seine Vorgeschichte aufzugreifen.

Hast Du parallel noch ein anderes Buchprojekt am Laufen bzw. eine Idee, die Du unbedingt umsetzen willst?

Ja, ich schreibe noch an der Geschichte von Chris, der mit 19 ein Trauma erlebt hat und erst durch seinen Traummann mit den Problemen und Ängsten konfrontiert wird. Es spielt ebenfalls hier und auch da werden Mike und Jamie vorkommen. Chris und Roman werden zum Freundeskreis der beiden dazu kommen und auch bei Dirk eine Rolle spielen.

Ansonsten habe ich eigentlich noch zwei langwierige Fantasygeschichten in Planung und möchte zwei Àltere Manuskripte umarbeiten.

Und zwischendurch möchte ich ein paar Ideen in Kurzgeschichten umsetzen, aber das ist noch in der Schwebe.

Liest Du selbst auch viel in diesem Genre? Hast Du ein Lieblingsbuch bzw. einen absoluten Geheimtipp?

Ja, ich lese auch viel in dem Genre, eigentlich kreuz und quer. Mir gefallen Chris P. Rolls BĂŒcher sehr gut, ich mag ihren Stil. Lieblingsbuch direkt ist sehr schwer, weil mir auch BĂŒcher aus anderen Bereichen gut gefallen. Sehr beeindruckt hat mich die Kushiel Saga von Jaqueline Carey. Ein Geheimtipp ist fĂŒr mich „Ein Weltreich zu erobern“ von Mary Renault. Das ist die Geschichte der Liebe von dem Diener Bagoas zu Alexander dem Großen. Absolut schönes Buch! Und wen ich irre gern lese, obwohl es Kurzgeschichten sind: P.H. Lovecraft. Das sind die absoluten Horrorstorys ĂŒberhaupt!

Wie sieht Dein Schreiballtag aus? Hast Du ein besonderes Ritual?

Ich versuche eigentlich jeden Tag etwas zu schreiben. Wenn das aus beruflichen GrĂŒnden nicht funktioniert, verbessere ich bereits Geschriebenes oder feile an Passagen herum, die mir noch nicht gefallen. Wenn ich tatsĂ€chlich mal ein paar Tage nicht dazu komme, werde ich kribbelig. Das Schreiben ist fĂŒr mich ein super Ausgleich zu meinem anstrengenden Job und ich brauch das regelrecht.

Ein Ritual direkt gibt es nicht. Ich brauche halt Ruhe. Wenn ich den UmgebungslĂ€rm, der ja auf dem Dorf ohnehin eher gering ist, mal nicht abstellen kann, setz ich mir meinen Ipod auf und lenke mich ab. Was ĂŒbrigens auch hilft, wenn ich in einer Geschichte mal den Faden verliere. Irgendwie hat jedes Buch bei mir eine eigene Musik. Was bei „Silver“ recht lustig war, weil ich oft Duddelsackmusik laufen ließ.

Wie geht Deine Familie und Dein Freundeskreis damit um, dass Du homoerotische Geschichten schreibst? Sind das Deine grĂ¶ĂŸten Fans?

Mein Freundeskreis sieht das eigentlich recht locker, ebenso meine Familie. Da ĂŒberwiegt inzwischen der Stolz auf „Silvers“ Erfolg. Einige haben es gelesen, auch Kolleginnen. Ansonsten ist es hier etwas zwiespĂ€ltig. Viele, denen ich es erzĂ€hle reagieren zwar cool und sagen sie finden es gut, aber wir sind halt doch auf dem Land und sie halten sich zurĂŒck.

Letzte Worte an Deine Fans.

Ich möchte mich einfach fĂŒr die Begeisterung bedanken. Das „Silver“ so gut ankommt und Mike und Jamie so beliebt sind, bedeutet mir natĂŒrlich unheimlich viel. Es macht unheimlichen Spaß RĂŒckmeldungen dazu zu bekommen. Jetzt bleibt mir nur zu hoffen, dass die Nachfolger ebenso gut aufgenommen werden und den Leser Spaß machen.

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Liebe Martina, vielen Dank fĂŒr Deine Zeit und das ausfĂŒhrliche und spannende Interview. Ich freue mich schon darauf, mehr von Dir zu lesen.

Gay Friday #21 – Cock Lit

cocklit

 Vor knapp zwei Wochen hat uns der Dead Soft Verlag mit einer neuen Kategorie ĂŒberrascht.

Zuvor wurden auf Facebook immer wieder Tipps gepostet, was sich hinter dieser Neuerung verbirgt. Was war das fĂŒr eine Aufregung, zumindest bei mir, bis endlich klar war, um was es geht 🙂

Und dann kam es:

Cock-Lit

Am Anfang war ich etwas skeptisch, schließlich konnte man klar erkennen, dass es sich dabei um das Pendant zum Chick-Lit handelt und dieses ‚Genre‘ mag ich eigentlich gar nicht, zumindest im heteroerotischen Bereich.

Aber wer kann schon bei dieser Kombination nein sagen?! Und vor allem bei diesem frechen und provokanten Namen. Und zwei MĂ€nnern. Die Versuchung war einfach zu groß.

COCKLITattribute

Das erste Buch in dieser neuen Kategorie ließ auch nicht lange auf sich warten.

‚Loving Silver‘

lovingsilver

‚Loving Silver‘ ist unglaublich. Ich LIEBE es. Bei mir hat es eingeschlagen, wie eine Bombe. Wenn die restlichen BĂŒcher, die im ‚Cock-Lit‘ erscheinen werden, nur halb so heiß, emotional und mitreißend sind, dann sollten wir uns warm anziehen oder eher ausziehen 😉

Hier gehts ĂŒbrigens zu meiner begeisterten Rezension zu ‚Loving Silver‘ *klick*

Meiner Meinung nach hat der Dead Soft Verlag mit dem ‚Cock-Lit‘ einen ganz frischen Wind in das Genre gebracht. Das ist neu, frech und unerhört sexy. Und wer bisher noch nicht reingeschnuppert hat, sollte das dringend nachholen. Sonst verpasst ihr nĂ€mlich was.

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Ich hab mal Simon vom Dead Soft Verlag auf den Zahn gefĂŒhlt und ihn zu einem kleinen Interview eingeladen.

Interview

 Was dĂŒrfen wir uns denn unter ‚Cock Lit‘ vorstellen?

„Cock-Lit“ ist als GegenstĂŒck zum Chick-Lit gedacht – Romane fĂŒr Frauen und MĂ€nner, die gern eine gute Story lesen, die witzig, romantisch und erotisch ist. Unterhaltung pur sozusagen.

Wie ist diese neue Kategorie entstanden?

Alle sprechen auf einmal nur noch von Gay Romance … das war uns zu allgemein. Im Gay Genre gibt es so viele unterschiedliche Sparten. Und da kam uns die Idee mit den Cock-Lit. Nach 15 Jahren muss man sich selbst nicht neu erfinden, aber eine neue Kategorie, das geht immer 😉

‚Cock-Lit‘ ist ja ziemlich provokant. Wie kam es zu diesem Namen?

‚Cock-Lit‘ ist vom Wort her das genaue GegenstĂŒck zu Chick-Lit – mit dem kleinen Unterschied, dass Cock noch andere Bedeutungen hat, die wir fĂŒr schwule unterhaltsam-frivole Literatur Ă€ußerst passend fanden.

Chick-Lit ist Unterhaltungsliteratur fĂŒr Frauen – wir wollen aber Frauen und MĂ€nner mit unseren BĂŒchern ansprechen.

‚Loving Silver‘ ist das erste Buch dieser neuen Kategorie. Gibt es schon weitere Titel, die demnĂ€chst im ‚Cock-Lit‘ erscheinen?

Wir haben auf jeden Fall noch weitere Titel in Planung, die in unsere neue Kategorie passen. Und wir hoffen natĂŒrlich, dass die genauso gut ankommen, wie ‚Loving Silver‘.

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Lieber Simon, vielen Dank fĂŒr Deine Zeit und das informative Interview.